Zupfkuchen vom Blech – Oma's Klassiker | Die besten Backrezepte mit Gelinggarantie

Zupfkuchen vom Blech






Der unwiderstehliche Zupfkuchen vom Blech: Ein Duft der Erinnerung

Der Duft von frisch Gebackenem, insbesondere von Mürbeteig, der sich langsam mit der Süße von Kakao und Vanille in der warmen Küche vereint – das ist für mich pure Heimat. Es sind Momente, die tief in die Kindheit zurückreichen, an die bescheidenen, aber liebevoll zubereiteten Köstlichkeiten meiner Großmutter, die oft auf einem einfachen Holztisch ihren Platz fanden. Dieses Gefühl, dieses Aroma, es ist wie eine unsichtbare Brücke in eine Zeit, in der die Welt noch ein wenig langsamer und die Freuden kleiner, aber umso bedeutsamer waren. Zupfkuchen vom Blech ist mehr als nur ein Kuchen; es ist eine vertraute Umarmung aus längst vergangenen Tagen.

Wenn der leicht säuerliche Hauch des Quarks auf die süße Kakao-Note trifft, entsteht eine Spannung, die süchtig macht. Jeder Bissen erzählt eine Geschichte von süßen und leicht herben Freuden, von der perfekten Balance, die man nur mit viel Erfahrung und Liebe zum Detail erreicht. Dieses Rezept ist ein Versprechen – ein Versprechen auf einen Moment des Innehaltens, des Genießens, und des Erlebens von purem, unverfälschtem Glück aus der Backstube.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Kindheitserinnerungen pur: Der Duft, der beim Backen entsteht, ist ein direkter Weg zurück in die Sonntagnachmittage bei Oma, wo dieser Kuchen immer für strahlende Gesichter sorgte.
  • Die Textur-Explosion: Die Kombination aus dem zarten, mürben Boden und der cremigen Quarkmasse, gekrönt von den knusprigen Schoko-Zupfen, ist schlichtweg legendär.
  • Einfachheit mit Wow-Effekt: Obwohl er so eindrucksvoll schmeckt und aussieht, ist die Zubereitung überraschend unkompliziert, was ihn zum perfekten Kuchen für jeden Anlass macht.
  • Ein Genuss für alle Sinne: Vom ersten bis zum letzten Bissen verwöhnt dieser Kuchen Gaumen und Nase mit einer Komposition aus Vanille, Kakao und frischer Zitrone, die begeistert.
  • Vielseitigkeit im Kern: Ob pur, mit Früchten oder als süßer Abschluss eines Festmenüs – dieser Zupfkuchen zeigt sich stets von seiner besten Seite und passt sich jedem Wunsch an.

Das brauchst du

Die wahre Magie dieses Kuchens liegt in der Qualität seiner Zutaten, aber nicht in einer exotischen Auswahl. Es sind die einfachen Dinge, die hier den Unterschied machen: ein gutes Mehl, das dem Teig Struktur gibt, echte Bourbon-Vanille für die tiefe Süße und ein fetter Quark, der der Füllung ihre unnachahmliche Cremigkeit verleiht. Achte darauf, dass die Butter für den Teig wirklich weich ist – fast schon schmelzend – damit sich die Krümel leicht bilden und ein zarter Boden entsteht, der die Füllung perfekt umhüllt. Die wenigen, aber entscheidenden Zutaten sind der Grundstein für diesen Klassiker und machen ihn zu einem Erlebnis.

  • Weizenmehl (Type 405): Die Basis für einen zarten, mürben Teig, der im Mund zart zerfällt und doch die Füllung gut hält.
  • Weiche Butter: Schlüssel für die Krümelbildung und die zarte Textur des Teiges, die ihn so unwiderstehlich macht.
  • Backkakao: Verantwortlich für die verführerische Schokoladensnkrüstung und den leicht herben Kontrast zur süßen Quarkcreme.
  • Quark (10% Fett): Sorgt für die sämige, leicht säuerliche Füllung, die den Zupfkuchen so saftig und unverwechselbar macht.
  • Bourbon-Vanillezucker: Eine Prise Luxus, die dem Kuchen eine tiefe, aromatische Süße verleiht, die weit über einfache Vanille hinausgeht.
  • Frische Zitrone (Saft & Abrieb): Bringt eine aufregende Frische in die Quarkmasse und verhindert, dass der Kuchen zu süß wird.

Die genauen Mengenangaben für alle Zutaten findest du in der Rezeptkarte weiter unten, die du jederzeit aufrufen kannst.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Der Ursprung des Zupfkuchens, auch bekannt als Russischer Zupfkuchen, ist tatsächlich ein wenig geheimnisumwittert und reicht vermutlich bis ins frühe 20. Jahrhundert in osteuropäische Küchen zurück. Dort entwickelten sich kunstvolle Kuchenkreationen, die oft reich an Quark und mit einer Prise Fruchtigkeit verfeinert wurden. Die Idee, einen Teil des Teiges als “Zupfen” auf die Füllung zu geben, war eine clevere Art, Reste zu verwerten und gleichzeitig eine interessante Textur zu erzielen.

Im Laufe der Zeit fand der Kuchen seinen Weg über Grenzen und Kulturen. Angepasst an lokale Vorlieben und verfügbare Zutaten, entwickelte er sich in Deutschland zu einer beliebten Variante, insbesondere auf dem Blech. Die Umwandlung von einer Springform-Variante in die weitläufigere Blechform machte ihn zugänglicher und zu einem Liebling für Familienfeiern und gemütliche Nachmittage.

Was diesen Kuchen so zeitlos macht, ist seine perfekte Balance. Er ist nicht zu schwer, nicht zu süß und vereint auf harmonische Weise den rustikalen Charme eines einfachen Mürbeteigs mit der eleganten Cremigkeit einer Quarkfüllung. Dieser Kontrast, gepaart mit der ansprechenden Optik, macht ihn zu einem Dessert, das Generationen verbindet und immer wieder aufs Neue begeistert.

So bereitest du Zupfkuchen vom Blech zu

Schritt 1: Die Grundlagen für den Teig schaffen

Beginnen wir mit dem Fundament unseres Kuchens: dem Teig. Nimm dir eine große Rührschüssel vor. Hier kommt das Mehl hinein, die gute Prise Salz für die Geschmacksverstärkung, und natürlich der Bourbon-Vanillezucker für diese unverkennbare Wärme. Streue auch den Zucker und den Backkakao dazu, vermische alles gut, damit sich die Aromen gleichmäßig verteilen können. Das Backpulver wird als letztes hinzugefügt, um eine schöne Lockerheit zu garantieren.

Jetzt ist die Butter an der Reihe. Schneide sie in kleine, fast schon würfelige Stücken und verteile sie über der trockenen Mischung. Das sieht im ersten Moment ein wenig nach Chaos aus, aber genau das ist der Sinn der Sache, um später die perfekten Krümel zu erhalten. Wenn du die Butter so verteilst, kann sie beim Kneten besser in die trockenen Zutaten eingearbeitet werden.

Zu guter Letzt kommen die Eier ins Spiel. Verquirle sie kurz in einer separaten Schüssel. Das leichte Anquirlen sorgt dafür, dass die Eier sich besser mit den anderen Zutaten verbinden, wenn sie dazukommen. Gieße sie dann über die Mehl-Butter-Mischung und sei bereit für den nächsten entscheidenden Schritt.

Schritt 2: Die Magie der Krümel und das Ruhen des Teiges

Jetzt wird aus den einzelnen Komponenten ein Teig. Nimm die Knethaken deines Handrührgeräts zur Hand. Arbeite die Zutaten zunächst nur kurz und krümelig durch. Das ist wichtig, damit die Butter nicht zu warm wird und der Teig nicht zu kleben beginnt. Wir wollen eine Struktur, die an feine Sandkuchenkrümel erinnert. Wenn du merkst, dass sich die Masse zu einem ballenartigen Gebilde am Haken sammelt, ist die Krümelphase abgeschlossen.

Der entscheidende Moment ist nun das kurze, schnelle Verkneten mit den Händen. Nimm die Krümel aus der Schüssel und forme sie zügig zu einem glatten Teig. Überknete ihn nicht, gerade so lange, bis er zusammenhält. Gib ihm dann eine kurze Pause, aber nicht zum Fermentieren, sondern zum Abkühlen.

Teile den Teig in zwei Portionen. Eine davon sollte etwa zwei Drittel ausmachen, die andere ein Drittel. Drücke die größere Portion zu einer flachen Scheibe und wickle sie in Frischhaltefolie. Forme den kleineren Anteil zu einer Kugel und wickle auch diese ein. Nun ab damit in den Kühlschrank. Dort darf der Teig für mindestens 30 Minuten ruhen und fest werden. Diese Ruhezeit ist essenziell, damit sich das Gluten entspannen kann und der Teig später gut zu handhaben ist.

Achtung: Wenn der Teig zu warm wird, wird er klebrig und schwer zu verarbeiten. Arbeite zügig und stelle ihn bei Bedarf kurz kalt.

Schritt 3: Vorbereitung der Backform und des Ofens

Während der Teig im Kühlschrank seine wohlverdiente Ruhe findet, widmen wir uns der Backform. Wir benötigen eine Fettpfanne, die typische große Backblech-Variante, die meistens zum Ofen dazugehört. Sie misst in der Regel etwa 33×39 cm. Nimm ein wenig Butter und streiche die gesamte Fläche dünn aus, am besten mit einem Backpinsel, um jede Ecke zu erreichen. Das verhindert, dass der Teig später haften bleibt.

Nachdem die Form eingefettet ist, bestäube sie großzügig mit Mehl. Schwenke das Blech hin und her, bis eine feine, gleichmäßige Mehlschicht überall haftet. Überschüssiges Mehl kannst du einfach ausklopfen. Das Mehl bildet eine zusätzliche Schutzbarriere und sorgt für eine schöne, leicht knusprige Kruste am Boden.

Heize nun deinen Backofen vor. Die gewünschte Temperatur für Ober-/Unterhitze beträgt 180 Grad Celsius. Wenn du einen Umluftofen hast, stelle ihn auf 160 Grad Celsius ein. Der Ofen sollte gut vorgeheizt sein, damit der Kuchen sofort die richtige Backtemperatur bekommt und gleichmäßig aufgeht.

Schritt 4: Die Basis der cremigen Füllung – Butter und Eier

Nun widmen wir uns der Füllung, die unseren Zupfkuchen so saftig und verführerisch macht. Schmelze dafür 125 Gramm Butter in einem kleinen Topf. Achte darauf, sie nicht braun werden zu lassen, sondern nur sanft zu schmelzen. Lasse die geschmolzene Butter kurz abkühlen, damit sie die Eier nicht gerinnen lässt, wenn sie dazukommen. Ein leicht warmer Zustand ist ideal.

Von den insgesamt sechs Eiern, die wir für die Füllung benötigen, trennen wir jetzt zwei. Das bedeutet, du brichst die Eier und fängst das Eigelb in einer separaten Schüssel auf, während du das Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel gibst. Das Eiweiß ist für den späteren Eischnee, der der Füllung eine gewisse Leichtigkeit verleiht.

Nimm nun einen Esslöffel Zucker (ungefähr 20 Gramm) und gib ihn zum Eiweiß. Schlage das Eiweiß mit den Schneebesen deines Handrührgeräts steif. Füge erst kurz vor Ende des Schlagens den Esslöffel Zucker hinzu. Dieser kleine Trick hilft, das Eiweiß stabil zu halten. Stell die steif geschlagene Eiweißmasse kurz beiseite, sie bleibt im Kühlschrank.

Tipp: Achte darauf, dass die Schüssel für das Eiweiß wirklich fettfrei ist, sonst lässt es sich nicht richtig steif schlagen. Ein einziger Tropfen Fett kann das Ergebnis ruinieren.

Schritt 5: Die Füllung vollenden – Quark, Eier und die Frischekick

Jetzt kommt der Hauptteil der Füllung zusammen. In eine große Rührschüssel gibst du die restlichen Eier (das sind vier ganze und die beiden Eigelbe, die du gerade getrennt hast). Füge dann den großzügigen Quark hinzu, das Puddingpulver für die Bindung und natürlich den übrigen Zucker – das sollten etwa 200 Gramm sein. Reiibe die Schale einer unbehandelten Zitrone fein ab und presse ihren Saft aus, beides kommt ebenfalls mit in die Schüssel. Die Zitrone ist ein Muss, sie gibt der Füllung die nötige Frische und das Aroma.

Verquirle all diese Zutaten nun kräftig mit den Schneebesen deines Handrührgeräts. Wenn alles gut vermischt ist und eine cremige Masse entsteht, rühre die bereits leicht abgekühlte, flüssige Butter gründlich unter. Dies verleiht der Füllung eine zusätzliche Geschmeidigkeit und einen wunderbaren Glanz. Verquirle nichts zu lange, nur bis alles gut verbunden ist.

Der letzte Schritt, um die Füllung perfekt zu machen, ist das vorsichtige Unterziehen des vorbereiteten Eischnees. Nimm einen Teigspatel und hebe den Eischnee behutsam unter die Quarkmasse. Ziel ist es, die Luftigkeit des Eischnees zu erhalten, ohne die Masse zu stark zu verrühren. Dadurch wird die Füllung später leichter und bekömmlicher.

Schritt 6: Das Zusammenfügen – Teig und Füllung vereinen sich

Nun ist es an der Zeit, alle Komponenten zusammenzuführen. Nimm die größere, gekühlte Teigportion aus dem Kühlschrank. Verteile diese Krümelmenge nun gleichmäßig auf dem vorbereiteten Blech, das du zuvor mit Butter und Mehl bestäubt hast. Am einfachsten geht das, indem du die Krümel von Hand verteilst und dann mit den Fingern oder dem Handballen leicht andrückst, damit sie einen Boden bilden. Achte darauf, dass der Boden durchgehend ist und keine Lücken entstehen.

Sobald der Boden vorbereitet ist, verteile die cremige Quarkmasse gleichmäßig über dem Teigboden. Streiche die Masse glatt, sodass sie eine ebene Fläche bildet. Diese Cremigkeit wird beim Backen leicht stocken und eine wunderbare Masse ergeben, die sich perfekt mit dem Teig ergänzt. Jetzt wird es richtig spannend, denn die “Zupfen” kommen ins Spiel.

Nimm den kleineren Teigrest aus dem Kühlschrank. Reiße kleine Stücke von diesem Schoko-Teig ab. Drücke diese Stücke mit den Fingern etwas flach, sodass sie keine dicken Klumpen sind. Verteile diese geformten Teigstücke nun locker und dekorativ auf der Quarkcreme. Das ist die typische “Zupf”-Optik, die diesem Kuchen seinen Namen gibt, und sie macht ihn unwiderstehlich.

Schritt 7: Das Backen und das langsame Abkühlen

Der Kuchen ist nun bereit für den Ofen. Schiebe das Blech in die Mitte des vorgeheizten Backofens. Die Backzeit für den Zupfkuchen beträgt etwa 55 bis 65 Minuten. Die genaue Zeit kann je nach Ofentyp variieren. Beobachte den Kuchen gut, besonders gegen Ende der Backzeit.

Ein Zeichen dafür, dass der Kuchen fast fertig ist, ist eine goldbraune Farbe am Rand und die Struktur der Quarkcreme, die leicht angezogen sein sollte. Wenn du unsicher bist, kannst du mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen. Kommt es sauber wieder heraus, ist der Kuchen durchgebacken.

Nachdem der Kuchen fertig gebacken ist, nimm ihn vorsichtig aus dem Ofen. Lasse ihn aber unbedingt in der Fettpfanne auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das ist sehr wichtig! Wenn du versuchst, ihn zu früh aus der Form zu lösen oder zu schneiden, kann er auseinanderbrechen. Die Quarkmasse muss sich vollständig setzen.

Tipp: Wenn der Kuchen zu schnell bräunt, kannst du ihn locker mit Alufolie abdecken.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Fehler 1: Der Teig ist zu klebrig oder zu trocken. Das passiert oft, wenn die Butter zu warm ist oder die Zutaten nicht richtig abgemessen werden. Die Lösung: Wenn der Teig zu klebrig ist, füge esslöffelweise nur ganz wenig Mehl hinzu und arbeite ihn schnell weiter. Wenn er zu trocken ist und bröckelt, gib einen Teelöffel kaltes Wasser oder Milch hinzu und knete ihn nur kurz, bis er zusammenhält. Der Teig sollte gerade eben formbar sein.
  • Fehler 2: Die Quarkcreme ist wässrig oder grieselig. Dies kann passieren, wenn der Quark zu feucht ist oder die Masse zu lange auf höchster Stufe verrührt wird. Die Lösung: Verwende wirklich fetten Quark von guter Qualität und lass ihn eventuell etwas abtropfen, falls er sehr flüssig ist. Das Puddingpulver hilft bei der Bindung, aber rühre die Quarkmasse nur so lange, bis alle Zutaten verbunden sind; zu langes Rühren entwickelt Gluten und macht die Füllung zäher.
  • Fehler 3: Der Boden ist matschig oder zerfällt. Dies liegt meist daran, dass der Kuchen nicht ausreichend ausgekühlt ist oder die Butter nicht gekühlt genug war, als der Teig zubereitet wurde. Die Lösung: Gib dem Kuchen Zeit! Lass ihn komplett in der Form abkühlen, bevor du ihn anschneidest. Das Abkühlen in der Form ist das A und O für die Stabilität des Bodens.
  • Fehler 4: Die “Zupfen” sind zu groß oder zu klein. Das beeinflusst die Optik und die Verteilung des Schoko-Anteils. Die Lösung: Experimentiere mit der Größe deiner Teigstücke. Sie sollten nicht zu wuchtig sein, aber auch nicht so klein, dass sie in der Füllung untergehen. Etwas Übung gehört dazu, aber das Schöne am Zupfkuchen ist ja gerade seine rustikale Optik, die kleine “Fehler” verzeiht.

Variationen für jeden Geschmack

Dieser Klassiker ist eine wunderbare Leinwand für kreative Anpassungen. Wer es fruchtig mag, kann seine Zupfkuchenkomposition verbessern, indem er eine Schicht aus gut abgetropften Kirschen oder Aprikosenhälften (aus dem Glas, der Dose oder auch TK-Ware) auf dem Teigboden verteilt, bevor die Quarkcreme darauf kommt. Diese Früchte backen mit und verleihen dem Kuchen eine saftige, leicht säuerliche Note, die perfekt mit Schokolade und Quark harmoniert. Beachte, dass die Backzeit dadurch leicht variieren kann.

Für diejenigen, die eine vegane Variante bevorzugen, lassen sich die Milcherzeugnisse und Eier durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Ein guter pflanzlicher Joghurt oder eine cremige Kokosmilch-Basis kann den Quark ersetzen, und für die Bindung und Cremigkeit werden vegane Ei-Alternativen oder eine Mischung aus Seidentofu und Stärke genutzt. Der Teig lässt sich leicht mit veganer Butter oder Margarine zubereiten.

Ein Festtags-Zupfkuchen könnte durch die Zugabe von gehackten, gerösteten Nüssen wie Walnüssen oder Mandeln zum Teig oder als Streusel über der Quarkmasse angereichert werden. Auch ein Hauch von Rum oder sogar ein Schuss Amaretto in der Quarkcreme kann dem Kuchen eine raffinierte Note verleihen und ihn zu einem besonderen Highlight für einen festlichen Anlass machen.

Profi-Tipps für Zupfkuchen vom Blech

  • Die Butter muss wirklich weich sein: Für den Teig ist es entscheidend, dass die Butter Raumtemperatur hat und weich, fast schon cremig, aber nicht geschmolzen ist. Das erleichtert die Bildung der perfekten Krümelstruktur.
  • Das Abkühlen ist kein optionaler Schritt: Geduld ist hier eine Tugend. Der Kuchen muss in der Form vollständig auskühlen, damit die Quarkcreme fest wird und der Boden nicht bricht. Lieber einen Tag länger warten, als einen zerfallenen Kuchen zu haben.
  • Mehl nur so viel wie nötig: Beim Verkneten des Teigs gilt: Weniger ist mehr. Nur so lange kneten, bis sich die Zutaten verbunden haben. Zu intensives Kneten entwickelt das Gluten im Mehl und macht den Teig zäh, anstatt mürbe.
  • Zitronenschale für den Frischekick: Verwende unbedingt die Schale einer unbehandelten Zitrone. Sie gibt der Quarkfüllung eine wunderbare aromatische Tiefe und verhindert, dass sie zu süß oder “matschig” im Geschmack wird.
  • Die “Zupfen” sind Kunstwerke: Deine Zupfen müssen nicht perfekt sein. Das ist das Schöne am Zupfkuchen! reiße oder zupfe sie in unterschiedlichen Größen und Formen – das macht das Gericht erst richtig authentisch und lädt zum Entdecken ein.

Servier-Ideen für Zupfkuchen vom Blech

Anrichten & Dekoration

Wenn der Zupfkuchen vollständig ausgekühlt ist, schneide ihn in rechteckige Stücke. Die klassische Art, ihn zu servieren, ist pur. Doch für einen visuellen Akzent kannst du die Oberfläche leicht mit Puderzucker bestäuben oder kleine Tuffs aus frisch geschlagener Sahne neben die Kuchenstücke setzen. Die weiße Sahne bildet einen schönen Kontrast zum dunklen Schoko-Boden und der hellen Quarkschicht.

Passende Beilagen

Dieser Kuchen ist ein Volltreffer für sich, aber er lässt sich wunderbar ergänzen. Eine Kugel selbstgemachtesVanilleeis oder ein cremigesBeerenkompott, besonders im Sommer, bilden eine erfrischende Ergänzung. Auch eine leicht säuerlicheZitronensauce kann eine interessante Geschmacksdimension hinzufügen, die die Süße des Kuchens ausgleicht.

Für besondere Anlässe

Der Zupfkuchen vom Blech ist ein wahrer Alleskönner. Er eignet sich perfekt für den Sonntagskaffee, als süßer Abschluss einer Familienfeier, zum Geburtstag oder einfach nur, wenn du deinen Liebsten eine Freude machen möchtest. Seine beliebte Machart und der vertraute Geschmack machen ihn zu einer sicheren Wahl für fast jede Gelegenheit, bei der süße Genüsse gefragt sind.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Bewahre übrig gebliebenen Zupfkuchen am besten in einem luftdichten Behälter auf. Wenn du ihn im Kühlschrank lagerst, behält er seine Frische für etwa 3 bis 4 Tage. Achte darauf, dass die Oberfläche gut abgedeckt ist, damit er nicht austrocknet.

Einfrieren

Ja, Zupfkuchen eignet sich hervorragend zum Einfrieren! Schneide ihn dazu am besten schon in einzelne Portionen. Wickle jede Portion sorgfältig in Frischhaltefolie und gib sie dann in einen gefriergeeigneten Behälter oder Beutel. So kann der Kuchen problemlos für bis zu drei Monate eingefroren werden, ohne an Qualität zu verlieren.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um den aufgetauten oder frisch aus dem Gefrierschrank kommenden Zupfkuchen wieder aufzuwärmen, kannst du ihn entweder bei Zimmertemperatur langsam auftauen lassen. Wenn du ihn warm genießen möchtest – was besonders bei der Quarkmasse köstlich ist – kannst du ihn im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 120°C) für etwa 10-15 Minuten erwärmen. Alternativ funktioniert die Mikrowelle im Niedrigfrequenzbereich gut, aber sei hier vorsichtig, um die Textur nicht zu beeinträchtigen.

Häufig gestellte Fragen


  1. Warum heißt der Kuchen eigentlich “Zupfkuchen” und was bedeutet die “russische Art”?

    Der Name “Zupfkuchen” kommt von der Zubereitung des oberen Teigs, der zerrissen (gezupft) und als kleine Stücke auf die Quarkmasse gelegt wird. Das ergibt die charakteristische, fleckige Optik. Die “russische Art” bezieht sich auf eine traditionelle Variante, die oft sehr reichhaltig ist und typischerweise eine cremige Quarkfüllung und eine mürbe Teigschicht aufweist. Unsere Blechvariante ist eine weit verbreitete Adaption dieses Klassikers. Sie ist weniger aufwendig als manche Tortenversionen und perfekt für den Alltag oder größere Runden.

  2. Kann ich statt des großen Blechs auch eine Springform verwenden? Wenn ja, welche Größe und was muss ich beachten?

    Absolut! Du kannst diesen Zupfkuchen auch wunderbar in einer Springform backen. Verwende hierfür eine Form mit einem Durchmesser von etwa 26 cm. Bedenke aber, dass du dann nur die Hälfte der angegebenen Zutaten für Teig und Creme benötigst. Die Backtemperatur und die Backzeit bleiben in der Regel gleich, aber halte den Kuchen im Auge, da er in einer runden Form oft etwas schneller durchbackt. Die Füllung wird sich dann über den gesamten Boden ziehen und bildet einen schönen Rand.

  3. Wie bekomme ich den Kuchen am einfachsten aus der Form, ohne dass er bricht? Ist er auch am nächsten Tag noch gut?

    Der wichtigste Tipp, damit der Kuchen nicht bricht, ist das vollständige Auskühlen in der Form. Das ist wirklich entscheidend für die Stabilität der Quarkmasse. Wenn er komplett kalt ist, löse den Rand der Springform vorsichtig. Wenn du ihn im Blech gebacken hast, warte, bis er richtig kalt ist, und schneide ihn dann einfach im Blech in Stücke. Ja, er ist auch am nächsten Tag noch hervorragend. Die Aromen setzen sich und machen ihn oft noch saftiger. Bewahre ihn Amalfi im Kühlschrank auf, am besten abgedeckt, damit er nicht austrocknet.
Zupfkuchen vom Blech – Oma's Klassiker

Zupfkuchen vom Blech – Oma's Klassiker

Dieses Vanille-Schoko-Gebäck nach russischer Art ist so saftig, dass es auf der Zunge zergeht. Mürbeteigzupfen geben dem Gefleckten seinen Namen – einfach unwiderstehlich!

4.9 from 584 reviews
Prep Time 40 Min.
Cook Time 50 Min.
Total Time 2 Std.
Servings 20 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch Calories:350 kcal By:ELENA
Servings
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Pck. Bourbon-Vanillezucker
  • 250 g Zucker
  • 40 g Backkakao
  • 1 Pck. Backpulver
  • 275 g weiche Butter
  • 2 Eier (Gr. M)
  • 125 g Butter
  • 6 Eier (Gr. M)
  • 220 g Zucker
  • 1½ kg Quark (10 % Fett)
  • 1 Pck. Puddingpulver (Vanille)
  • 1 unbehandelte Zitrone (Saft und Abrieb)
  • etwas Butter für die Form
  • etwas Mehl zum Ausrollen
  • Backen
  1. 1Mehl, Salz, Vanillezucker, Zucker, Kakao und Backpulver in eine große Rührschüssel geben und alles gründlich mischen. Butter in kleine Stückchen teilen und auf dem Mehl verteilen. Eier verquirlen und dazugeben.
  2. 2Alles mit den Knethaken des Handrührgeräts rasch krümelig durcharbeiten. Dann die Krümel mit den Händen kurz zu einem glatten Teig verkneten. Zwei Drittel des Teiges abnehmen, zu einer flachen Scheibe drücken und in Frischhaltefolie wickeln. Übrigen Teig zu einer Kugel formen und ebenfalls in Frischhaltefolie wickeln. Beide Teigportionen ca. 30 Minuten kalt stellen.
  3. 3Die Fettpfanne des Backofens (ca. 33x39 cm) dünn mit Butter ausstreichen und mit Mehl fein bestäuben. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
  4. 4Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. 2 Eier trennen. Eiweiß und 1 EL vom Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen, kurz kühl stellen.
  5. 5Die übrigen Eier, die Eigelbe (aus Schritt 5), Quark, Puddingpulver, restlichen Zucker (ca. 200 g), Zitronenschale und -saft in eine Rührschüssel geben. Mit den Schneebesen des Handrührgerätes verquirlen, dann die flüssige Butter gründlich unterrühren. Eischnee locker unter die Quarkcreme ziehen.
  6. 6Die gekühlte, größere Teigportion in das vorbereitete Blech geben (am besten als Brösel gleichmäßig verteilen) und zu einem Boden andrücken. Quarkcreme darauf verstreichen. Übrigen Schoko-Teig mit den Händen in kleine Stücke zupfen, zwischen den Fingern flachdrücken und auf der Quarkcreme verteilen.
  7. 7Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 55-65 Minuten backen. Herausnehmen, auf ein Kuchengitter stellen und in der Fettpfanne ganz auskühlen lassen. Den Kuhflecken-Kuchen vor dem Servieren in Stücke schneiden und nach Geschmack z.B. mit Sahnetuffs oder Puderzucker bestäubt auf einer Kuchenplatte anrichten. Nach Belieben mit Schlagsahne servieren.
Category:Dinner Cuisine:German Vegetarisch
Carbohydrates 33g
Protein 12g
Fat 19g
Saturated Fat 0g
Fiber 0g
Sugar 33g
Sodium 0mg
Cholesterol 0mg

Keywords: Zupfkuchen, Blechkuchen, Russischer Zupfkuchen, Schoko-Kuchen, Quarkkuchen

Wer es fruchtig mag, verteilt zusätzlich 350 g abgetropfte entsteinte Kirschen oder 500 g abgezogene Aprikosenhälften (Glas, Dose oder TK) auf dem Teig und backt das Obst mit. Du kannst den Kuchen auch rund in einer Springform (Ø 26 cm) backen. Dazu jeweils die Hälfte der Zutaten für Teig und Creme nehmen. Backtemperatur und -zeit bleiben gleich. Frisch gebacken schmeckt der Zupfkuchen natürlich am besten. Er lässt sich aber auch, bereits in Stücke geschnitten, z.B. in einer gefriergeeigneten Kunststoffdose für ca. drei Monate tiefkühlen.
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