Sächsischer Sauerbraten – Perfektes Rezept für herzhaften Genuss
Der Duft von gebräunter Butter und frischen Kräutern – kaum etwas trifft mich so direkt und weckt eine Welle der Nostalgie. Es sind diese olfaktorischen Erinnerungen, die mich zurückversetzen, oft zu den bescheidenen Ursachen meiner größten kulinarischen Freuden. Der Sächsische Sauerbraten ist genau so ein Gericht, das mit einer Vielzahl von Sinneseindrücken und einem tiefen Gefühl von Heimat verbunden ist.
Es ist nicht nur ein Essen, sondern eine Reise. Eine Reise durch die Zeit, zurück zu den Wurzeln der deutschen Hausmannskost, die so viel mehr ist als nur eine Aneinanderreihung von Zutaten. Es ist die Geschichte von Geduld, von Aromen, die sich langsam entwickeln, und von einem Ergebnis, das jeden Moment des Wartens wert ist.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Hauch von Gemütlichkeit: Sobald die Marinade ihren Zauber über das Fleisch legt und der Braten im Ofen langsam schmort, breitet sich ein wohliger Duft im Haus aus, der jeden an den Tisch lockt.
- Tiefgang durch Verwandlung: Das Fleisch, das in der säuerlich-würzigen Marinade tagelang ruht, entwickelt eine unglaubliche Zartheit und eine Komplexität, die ihresgleichen sucht.
- Geschmack, der inspiriert: Die Sauce, verfeinert mit saurer Sahne, wird zu einem seidigen Gold, das jede Beilage umhüllt und den Gaumen umschmeichelt.
- Zeitlose Tradition: Dieses Gericht ist ein Klassiker, der Generationen verbindet und bei jedem Anlass für strahlende Gesichter sorgt, ein Stück gelebter Geschichte auf dem Teller.
- Überraschende Aromen: Die subtile Süße, die Säure und die wärmenden Gewürze tanzen in perfekter Harmonie und hinterlassen einen bleibenden Eindruck, der lange nach dem Essen in Erinnerung bleibt.
Das brauchst du
Die Qualität der einzelnen Komponenten spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das wahre Potenzial dieses Gerichts zu entfesseln. Ein gutes Stück Fleisch, ein ausgewogener Wein und die richtigen Gewürze sind hier nicht nur Zutaten, sondern die Grundbausteine für ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Vertraue mir, die kleinen Unterschiede in der Auswahl machen am Ende den großen Unterschied auf dem Teller.
- Rinderbraten: Ein zarter Schnitt, der die Marinade gut aufsaugt und im Ofen butterweich wird, ist das Herzstück dieses festlichen Gerichts.
- Rotwein: Ein kräftiger, trockener Rotwein ist unerlässlich, um der Marinade und späteren Sauce Tiefe und Fülle zu verleihen, er ist der stille Held, der den Geschmack veredelt.
- Rotweinessig: Die Säure des Essigs ist der Katalysator, der das Fleisch zart macht und die überbordenden Aromen balanciert, er ist es, der dem Gericht seinen Namen gibt.
- Gewürze (Lorbeer, Wacholder, Piment, Nelken, Pfeffer): Diese aromatischen Begleiter entfalten ihre Magie erst über Stunden und geben dem Sauerbraten seine unverwechselbare, warme Würze.
- Zwiebeln und Karotten: Sie bilden die aromatische Basis und fügen der Sauce durch ihr langsames Angaren eine natürliche Süße und Tiefe hinzu.
- Saure Sahne: Sie sorgt für die sanfte, cremige Abrundung der Sauce, die jede Bitterkeit mildert und das Gericht vollendet.
Die genauen Mengenangaben findest du weiter unten in der detaillierten Rezeptkarte.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Der Sächsische Sauerbraten ist ein Kind seiner Zeit und Region, verwurzelt in der bodenständigen, aber dennoch raffinierten Kochkunst Sachsens. Hier, wo deftige Speisen auf feine Gaumen trafen, entwickelte sich ein Gericht, das sowohl Festlichkeit als auch Gemütlichkeit verkörpert.
Ursprünglich war der Sauerbraten eine Methode, Fleisch haltbar zu machen, indem es in einer säuerlichen Lösung mariniert wurde. Diese Tradition hat sich weiterentwickelt und verfeinert, sodass heute der säuerliche Geschmack eher zur Aromatisierung und Zartmachung dient, statt zur reinen Konservierung.
Was dieses Gericht zeitlos macht, ist seine Fähigkeit, sich anzupassen und dennoch seine Identität zu bewahren. Die Grundidee bleibt bestehen, aber die Art der Zubereitung, die Auswahl der Gewürze und die Beilagen spiegeln die kulinarische Entwicklung und die persönlichen Vorlieben der Köchinnen und Köche wider, die es immer wieder neu interpretieren.
So bereitest du Sächsischer Sauerbraten Rezept zu
Schritt 1: Die Vorahnung – Die Marinade setzt den ersten Akzent
Es beginnt alles mit der Marinade, einer Symphonie aus Rotwein, Essig und einer geheimen Mischung aus Gewürzen, die im Grunde die Seele des Sauerbratens ist. Ich erhitze diese Flüssigkeiten nur ganz leicht, genug, um die Aromen zu wecken und sie dann ruhen zu lassen. Das Abkühlen im Kühlschrank ist entscheidend, denn keine heiße Flüssigkeit sollte auf das Fleisch treffen.
Dieser erste Schritt mag unscheinbar wirken, doch er ist der Schlüssel zur Magie. Die Säure beginnt langsam, das Fleisch zu durchdringen, die Gewürze legen sich wie ein duftendes Gewand um jede Faser. Hier beginnt die Verwandlung, die wir im Laufe der nächsten Tage beobachten werden. Geduld ist hier die wichtigste Zutat, die sich am Ende auszahlt.
Tipp: Mache die Marinade bereits am Vortag, so können sich die Aromen optimal entfalten und du hast am Kochtag weniger Stress.
Schritt 2: Das Bad der Verwandlung – Fleisch ruht in Aromen
Nun kommt das Herzstück, der Rinderbraten, ins Spiel. Er wird behutsam in die vorbereitete, kühle Marinade gelegt. Idealerweise in einem größeren Gefäß, sodass das Fleisch vollständig bedeckt ist. Der Deckel drauf, ab in den Kühlschrank und dann beginnt das Warten.
Minimum 12 Stunden, aber 24 Stunden sind wahrlich ein Traum für jeden Sauerbraten. Während dieser Zeit passiert auf molekularer Ebene Unglaubliches. Die Säure lockert die Kollagenfasern im Fleisch, macht es auf lange Sicht zarter, während die Aromen des Weins, der Gewürze und des Essigs tief eindringen. Du wirst merken, wie sich die Farbe des Fleisches im Laufe der Zeit verändert, ein Zeichen dafür, dass die Magie wirklich beginnt.
Was ich dabei gelernt habe: Das gelegentliche Wenden des Fleisches während der Marinierzeit verteilt die Aromen gleichmäßig und unterstützt den Prozess optimal.
Schritt 3: Das Erwachen – Fleisch wird vorbereitet und die Bühne bereitet
Nachdem das Fleisch sein aromatisches Bad genossen hat, ist es Zeit, es für den nächsten Schritt vorzubereiten. Vorsichtig wird der Braten aus der Marinade gehoben. Ein wichtiger Schritt ist nun das Trockentupfen mit Küchenpapier. Überschüssige Feuchtigkeit würde das Anbraten erschweren und verhindern, dass sich eine schöne Kruste bildet.
Nach dem Trocknen würze ich das Fleisch großzügig mit frisch gemahlenem Pfeffer. Die Marinade selbst wird sorgfältig abgeseiht, denn sie ist nun kostbar und wird später für die Sauce verwendet. Alles, was fest ist, wird entfernt und die flüssige Essenz für den nächsten Akt aufgehoben.
Tipp: Lagere die abgeseihte Marinade im Kühlschrank, bis du sie für die Sauce benötigst.
Schritt 4: Die aromatische Umarmung – Gemüse und Fleisch treffen auf Hitze
Während das Fleisch seinen letzten Schliff erhält, widmen wir uns dem Gemüse. Zwiebeln und Karotten werden in grobe Stücke geschnitten. Sie sind nicht nur zur Dekoration da, sondern werden im Laufe des Bratens eine wichtige aromatische Rolle spielen und eine sanfte Süße in die Sauce bringen.
Der Ofen wird vorgeheizt, und ein schwerer Bräter wird auf dem Herd heiß. Ein gutes Pflanzenöl – Sonnenblumenöl eignet sich hier hervorragend – erhitzt sich, und dann kommt das Fleisch hinein. Mit aller Kraft wird es von allen Seiten scharf angebraten, bis eine tiefe, goldbraune Kruste entsteht. Dann gesellen sich die grob geschnittenen Zwiebeln und Karotten hinzu und werden kurz mit angeröstet.
Der entscheidende Moment: Dieses scharfe Anbraten, das sogenannte Anrösten, ist entscheidend für die Entwicklung von Röstaromen, die dem fertigen Gericht Tiefe und Komplexität verleihen.
Schritt 5: Das langsame Garen – Geduld wird mit Zartheit belohnt
Sobald Fleisch und Gemüse eine schöne Farbe angenommen haben, wird das Tomatenmark eingerührt. Es verleiht der zukünftigen Sauce eine wunderbare Tiefe und eine leicht herbe Note, die die Säure perfekt ergänzt. Kurz mit angeschwitzt, um sein volles Aroma zu entfalten.
Dann gieße ich die aufgehobene Marinade über das alles. Der Duft, der jetzt aufsteigt, ist unbeschreiblich! Der Bräter wird fest verschlossen (mit einem Deckel oder Alufolie), und das Ganze wandert in den vorgeheizten Ofen. Hier darf der Sauerbraten nun langsam vor sich hin schmoren. Zwei Stunden sind oft ein guter Richtwert, aber das Wichtigste ist, dass das Fleisch butterzart wird.
Achtung: Stelle sicher, dass der Deckel des Bräters gut schließt, damit die Feuchtigkeit im Inneren bleibt und das Fleisch nicht austrocknet.
Schritt 6: Die Saucen-Veredelung – Cremigkeit und Geschmack vereinen sich
Nachdem der Braten genügend Zeit im Ofen verbracht hat und eine ideale Zartheit erreicht hat, wird er aus dem Bräter gehoben und warmgestellt. Nun liegt der Fokus auf der Sauce. Die im Bräter verbliebene Flüssigkeit und das Gemüse werden zu einer Basis für die Veredelung.
Mit einem Pürierstab mache ich die Sauce fein und geschmeidig. Wer es noch feiner mag, kann sie durch ein Sieb passieren. Jetzt ist der Moment, die Konsistenz zu prüfen und gegebenenfalls mit etwas Wasser oder einem Schuss Wein anzupassen, wenn sie zu dick ist. Die saure Sahne wird als letztes eingerührt, gerade so lange, bis sie sich verbunden hat. Ein Aufkochen würde sie gerinnen lassen, also nur sanft erwärmen.
Profi-Tipp: Wenn du eine besonders reichhaltige Sauce möchtest, kannst du einen kleinen Schuss Sahne zusätzlich zur sauren Sahne einrühren.
Schritt 7: Die Krönung – Anrichten und Genießen
Der Sächsische Sauerbraten ist bereit, serviert zu werden. Das Fleisch wird in saftige Scheiben geschnitten. Diese liegen nun, bedeckt von der sämigen, dunklen Sauce, auf dem Teller. Es ist ein Bild von urdeutscher Gemütlichkeit und kulinarischer Handwerkskunst.
Das Anrichten ist fast so wichtig wie die Zubereitung selbst. Jeder Klecks Sauce, jede perfekt geschnittene Scheibe Fleisch erzählt eine Geschichte von Geduld und Leidenschaft. Dieses Gericht lädt zum Verweilen ein, zum gemeinsamen Genuss, zum Teilen von Erinnerungen.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu kurze Marinierzeit
Viele eilen mit dem Marinieren, doch gerade hier liegt das Geheimnis der Zartheit und des Aromas. Das Fleisch muss Zeit bekommen, die Säure und die Gewürze aufzunehmen. Mindestens 12 Stunden, besser 24 bis 48 Stunden, sind essenziell für ein optimales Ergebnis.
Fehler 2: Das Fleisch nicht richtig anbraten
Ein blasses Fleisch, das direkt in die Marinade und dann in den Ofen wandert, verliert viel Geschmackspotenzial. Das scharfe Anbraten im heißen Bräter ist ein Muss, um Röststoffe zu entwickeln, die der Sauce Tiefe verleihen und das Fleisch saftig halten.
Fehler 3: Saure Sahne aufkochen lassen
Die saure Sahne wird erst ganz zum Schluss untergerührt. Wenn sie zu stark erhitzt wird, gerinnt sie und die Sauce wird unschön und wässrig. Nur sanft erwärmen, bis sie sich verbunden hat.
Fehler 4: Ungeduld beim Garen
Der Sächsische Sauerbraten braucht Zeit. Das Fleisch muss bei moderater Hitze im Ofen sanft schmoren, bis es von selbst zerfällt. Zu hohe Hitze trocknet es aus und es wird zäh, anstatt zart und mürbe.
Variationen für jeden Geschmack
Wer seinen Sauerbraten noch individueller gestalten möchte, findet hier Inspiration. So wird aus einem Klassiker ein ganz persönliches Geschmackserlebnis, das perfekt zu jedem Anlass passt.
Fruchtig-süße Variante: Für eine süßlichere Note kannst du während der Marinierzeit einige getrocknete Aprikosen oder Pflaumen mit in die Marinade geben. Diese verleihen der Sauce eine zusätzliche Tiefe und eine leicht fruchtige Süße, die wunderbar mit dem Rindfleisch harmoniert.
Vegetarische Interpretation mit Pilzen: Anstelle von Rinderbraten eignen sich große Portobello-Pilze oder ein Mix aus festen Pilzen hervorragend. Sie nehmen die Marinade gut auf und entwickeln eine wunderbare Textur. Serviere sie mit einer cremigen Pilzsauce.
Festliche Variante mit Lebkuchengewürz: Verleihe deinem Sauerbraten eine festliche Note, indem du der Marinade eine Prise Lebkuchengewürz hinzufügst. Zimt, Kardamom und Sternanis bringen eine winterlich-würzige Aromatik, die besonders in der kalten Jahreszeit gut ankommt.
Profi-Tipps für Sächsischer Sauerbraten Rezept
- Die Wahl des Fleisches: Achte auf eine gute Marmorierung. Ein Rinderbug oder eine falsche Lende sind ideal, da sie genug Fett enthalten, um das Fleisch auch nach langem Garen saftig zu halten.
- Zusätzliches Aroma durch Rösten: Wenn du die Zwiebeln und Karotten vor dem Schmoren separat im Ofen röstest, bis sie leicht karamellisiert sind, erhält die Sauce eine noch intensivere Süße und Komplexität.
- Essigbad für Extra-Zartheit: Manchen Rezepte verwenden zusätzlich einen Schuss Essig zum Schmoren. Das verstärkt die Zartheit, aber Achtung: Nicht übertreiben, sonst wird es zu sauer.
- Geduldiges Einkochen der Sauce: Wenn die Sauce nach dem Pürieren noch zu flüssig ist, lass sie bei geringer Hitze ohne Deckel etwas einkochen. So konzentrieren sich die Aromen und die Konsistenz wird perfekt.
- Die Rolle der Beilagen: Klassische Beilagen wie Kartoffelklöße oder Rotkohl sind großartig, aber experimentiere auch mal mit einem Kartoffelpüree mit Meerrettich für einen kleinen Kick.
Servier-Ideen für Sächsischer Sauerbraten Rezept
Anrichten & Dekoration
Das Anrichten ist das i-Tüpfelchen auf diesem Meisterwerk. Schneide das Fleisch in schöne, nicht zu dünne Scheiben. Jede Scheibe sollte von der tiefroten, sämigen Sauce überzogen sein. Gib einen großzügigen Löffel Sauce auf den Teller, lege die Fleischscheiben darauf und beträufle sie nochmals leicht. Etwas frische Petersilie oder ein paar geröstete Mandelsplitter können für einen schönen Farbeffekt sorgen, sind aber bei diesem Gericht zweitrangig. Der Fokus liegt auf der Fülle und dem Aroma.
Passende Beilagen
Die klassischen Begleiter sind nicht umsonst so beliebt. […] Hier findest du eine Auswahl unwiderstehlicher Abendessen-Rezepte, die perfekt zu diesem herzhaften Gericht passen.
Sächsische Wickelklöße sind eine traditionelle Wahl, da sie die köstliche Sauce aufsaugen wie ein Schwamm. Ein einfacher, knackiger grüner Salat mit einem leichten Vinaigrette-Dressing bildet einen erfrischenden Kontrast zur Reichhaltigkeit des Bratens. Süß-saurer Rotkohl ist ein Muss für viele, er bringt eine angenehme Fruchtigkeit und Säure mit sich. Wer es cremiger mag, greift zu einem feinen Kartoffelpüree, das die Sauce wunderbar aufnimmt.
Für besondere Anlässe
Dieser Sächsische Sauerbraten ist wie gemacht für Festtage. Egal ob Weihnachten, ein Geburtstag oder ein Jubiläum – ein Gericht, das so viel Wärme und Tradition vermittelt, gehört auf jede festliche Tafel. Er ist auch perfekt, wenn du Gäste hast und beeindrucken möchtest, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen, da ein Großteil der Arbeit im Voraus erledigt wird. Er passt wunderbar zu den köstlichen Nachspeisen und rundet das Mahl ab.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Die gute Nachricht: Sächsischer Sauerbraten schmeckt oft am zweiten Tag noch besser! Bewahre die Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf. Trenne, wenn möglich, das Fleisch von der Sauce, um die Textur beider Komponenten optimal zu erhalten.
Einfrieren
Ja, du kannst deinen Sauerbraten problemlos einfrieren. Teile ihn in portionsgerechte Behälter oder Gefrierbeutel. Achte darauf, die Luft so gut wie möglich herauszudrücken, um Gefrierbrand zu vermeiden. So hält er sich mehrere Monate im Gefrierschrank und ist eine wunderbare Grundlage für eine schnelle, herzhafte Mahlzeit.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Das Aufwärmen erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Lass den Sauerbraten idealerweise über Nacht im Kühlschrank auftauen. Erhitze ihn dann sanft im Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze, gib eventuell einen kleinen Spritzer Wasser oder Brühe hinzu, damit die Sauce nicht zu zäh wird. Alternativ funktioniert auch die Mikrowelle, hier aber auf niedrigerer Stufe und zwischendurch umrühren, um eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen
- Wie wähle ich die richtigen Zutaten aus?
Für einen perfekten Sächsischen Sauerbraten sind qualitativ hochwertige Zutaten das A und O. Beim Rinderbraten rate ich zu einem Stück mit guter Marmorierung, wie dem Rinderbug oder der falschen Lende. Diese Stücke sind durchzogen von feinen Fettäderchen, die beim langen Garen für unerreichbare Zartheit und Saftigkeit sorgen. Achte darauf, dass das Fleisch frisch aussieht und gut riecht. Beim Rotwein ist ein trockener, kräftiger Tropfen wie ein Merlot oder ein Dornfelder ideal – er soll aromatisch sein, aber nicht zu süß. Die Gewürze – Lorbeer, Wacholder, Piment, Nelken und Pfeffer – sollten frisch sein, um ihr volles Aroma zu entfalten. Dies gilt auch für Zwiebeln und Karotten; sie sollten fest und frei von faulen Stellen sein.
- Wie lagere ich Reste des Sächsischen Sauerbratens?
Reste des Sächsischen Sauerbratens sind ein wahrer Schatz! Du kannst sie problemlos für bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bewahre das Gericht am besten in einem luftdichten Behälter auf, um zu verhindern, dass es austrocknet oder unerwünschte Gerüche annimmt. Wenn du feststellst, dass du mehr Reste hast, als du schnell verbrauchen kannst, ist das Einfrieren eine ausgezeichnete Option. Wickle das Fleisch gut in Frischhaltefolie oder lege es in spezielle Gefrierbeutel und bewahre es so für bis zu 3 Monate auf. Die Trennung von Fleisch und Sauce vor dem Einfrieren kann helfen, die Textur beider Komponenten optimal zu erhalten.
- Kann ich Sächsischen Sauerbraten einfrieren?
Ja, absolut! Sächsischer Sauerbraten eignet sich hervorragend zum Einfrieren und ist eine brillante Möglichkeit, sich für zukünftige Mahlzeiten vorzubereiten. Lass das Gericht nach dem Kochen vollständig abkühlen, bevor du es portionierst und einfrierst. Du kannst entweder das gesamte Gericht zusammen oder das Fleisch und die Sauce getrennt einfrieren, je nachdem, wie du es später wiedererwärmen möchtest. Verwende gut schließende Gefrierbeutel oder gefriergeeignete Behälter, um Gefrierbrand zu vermeiden. Beschrifte die Behälter mit dem Datum, damit du immer den Überblick behältst.
- Welche häufigen Fehler sollte ich beim Kochen vermeiden?
Einer der häufigsten Fehler ist tatsächlich die Marinierzeit. Viele denken, 24 Stunden seien genug, aber gerade wenn du ein besonders zartes und aromatisches Ergebnis anstrebst, sind 48 Stunden Marinierzeit Gold wert. Ein weiterer kritischer Punkt ist das Anbraten. Wenn das Fleisch nicht scharf genug angebraten wird, fehlen die Röstaromen, die die Sauce so tief und geschmackvoll machen. Und vergiss nie: die saure Sahne darf auf keinen Fall kochen, sonst wirkt sie geronnen. Zuletzt, die Ungeduld beim Garen im Ofen. Zu hohe Temperaturen trocknen das Fleisch aus; das Fleisch muss auf niedriger Flamme langsam weich werden und sich quasi von selbst zerteilen lassen.
- Gibt es diätetische Überlegungen für Sächsischen Sauerbraten?
Sächsischer Sauerbraten ist von Natur aus kein Leichtgewicht, aber es gibt Anpassungsmöglichkeiten. Wer laktoseintolerant ist, kann die saure Sahne problemlos durch griechischen Joghurt ersetzen, der eine ähnliche Säure und Cremigkeit bietet, aber oft besser vertragen wird. Für glutenfreie Ernährung musst du darauf achten, dass deine Beilagen glutenfrei sind, das Gericht selbst ist in der Regel glutenfrei, sofern keine glutenhaltigen Verdickungsmittel verwendet werden. Wenn du empfindlich auf bestimmte Gewürze reagierst, sei es auch nur eine leichte Empfindlichkeit, ist es ratsam, die im Rezept aufgeführten Gewürze genau zu prüfen und bei Bedarf zu modifizieren.
- Wie kann ich sicherstellen, dass das Fleisch zart wird?
Zartheit ist das A und O bei einem guten Sauerbraten! Beginne mit der Wahl des richtigen Fleisches – ein gut marmoriertes Stück Rind ist unerlässlich. Sorge dafür, dass das Fleisch während der gesamten Marinierzeit vollständig von der Marinade bedeckt ist; wenn nötig, füge etwas mehr Flüssigkeit hinzu. Das scharfe Anbraten zu Beginn sorgt für eine schöne Kruste, die den Saft im Inneren hält. Im Ofen ist Geduld gefragt: Niedrige bis moderate Temperaturen (ca. 150-160°C) und eine lange Garzeit sind der Schlüssel. Wenn du ein Fleischthermometer verwendest, sollte die Kerntemperatur etwa 77°C erreichen, aber noch wichtiger ist die Probe mit der Gabel – das Fleisch sollte leicht zerfallen.
Sächsischer Sauerbraten – Herzhaftes Rezept für Genussmomente
Sächsischer Sauerbraten ist ein herzhaftes, traditionelles Rezept, das durch aromatische Marinade und zarten Rinderbraten überzeugt. Ein Klassiker der deutschen Küche, der Erinnerungen weckt und die Seele wärmt.
- Für die Marinade: 200 ml Rotweinessig, 1 l Rotwein (trocken), 500 ml Wasser, 2 EL Zucker, 1 TL Salz (Meersalz oder koscheres Salz), 3 Lorbeerblätter, 5 Wacholderbeeren (optional), 5 Pimentkörner (oder gemahlen), 5 Nelken (gemahlen), 10 Pfefferkörner (frisch gemahlen)
- Für das Fleisch: 1.5 kg Rinderbraten (zarter Schnitt)
- Für die Beigaben: 2 große Zwiebeln (oder Schalotten), 3 Karotten (oder Pastinaken)
- Für die Sauce: 2 EL Tomatenmark, 200 ml Saure Sahne (oder griechischer Joghurt), 3 EL Sonnenblumenöl (zum Anbraten)
- Kochen
- 1Marinade vorbereiten: Rotweinessig, Rotwein, Wasser und alle Gewürze in einem Topf kombinieren. Leicht erhitzen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren.
- 2Fleisch marinieren: Rinderbraten in einem Behälter mit der Marinade bedecken und mindestens 12, besser 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.
- 3Vorbereitung zum Kochen: Fleisch aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und großzügig mit Pfeffer würzen. Marinade abseihen.
- 4Gemüse vorbereiten: Zwiebeln und Karotten in große Stücke schneiden.
- 5Anbraten: Backofen auf 200°C vorheizen. Sonnenblumenöl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Zwiebeln und Karotten hinzufügen und 3 Minuten mitdünsten.
- 6Schmoren: Tomatenmark unterrühren, dann die Marinade über das Fleisch gießen. Bräter abdecken und den Sauerbraten 2 Stunden oder bis zur Zartheit im Ofen braten.
- 7Sauce fertigstellen: Fleisch herausnehmen, die verbliebene Flüssigkeit pürieren und die Konsistenz bei Bedarf mit Wasser oder Wein anpassen. Kurz vor dem Servieren die saure Sahne unterrühren.
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