Rhubarb Cake with Hazelnut Meringue | Crazy Kitchen
Es war dieser eine Nachmittag, an dem der Duft von gebutterten Haselnüssen und spritzigem Rhabarber durch das Haus zog, der mich sofort in meine Kindheit zurückversetzte. Ein warmer Zuckerdunst vermischte sich mit der säuerlichen Frische der Frucht, ein olfaktorisches Versprechen auf eine süße Überraschung, das selbst den grauesten Regentag erhellen konnte.
Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Rezept; er ist eine Umarmung, eine Erinnerung an Omas geschickte Hände und das leise Klingeln der Kaffeetassen, wenn die Familie sich zu Kaffee und Kuchen versammelte. Dieses Gefühl von Geborgenheit und purer Freude ist es, was ich mit jeder Schicht dieses Rhabarberkuchens mit Haselnuss-Baiser teile.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Spiel der Texturen: Stell dir vor, wie deine Gabel sanft in die goldbraune, knusprige Baiserschicht eindringt, nur um dann auf die saftigen, leicht säuerlichen Rhabarberstücke darunter zu stoßen, bevor sie schließlich auf den zarten, feuchten Kuchenboden trifft – ein Fest für die Sinne.
- Unwiderstehlicher Duft: Sobald die Pfanne heiß wird, füllt sich die ganze Küche mit einem Aroma, das alle aus ihren Zimmern lockt – eine köstliche Mischung aus karamellisierten Haselnüssen und dem unverwechselbaren, frischen Duft von gekochtem Rhabarber.
- Der perfekte Kontrast: Die Süße des zuckrigen Baisers tanzt einen aufregenden Tango mit der natürlichen Säure des Rhabarbers. Dieses Zusammenspiel ist der Schlüssel, der diesen Kuchen so erfrischend und dennoch tiefgründig macht.
- Einfachheit, die begeistert: Obwohl er luxuriös und anspruchsvoll wirkt, ist dieser Kuchen überraschend unkompliziert zuzubereiten. Er beweist, dass man keine Magierin sein muss, um ein wahrhaft besonderes Dessert zu zaubern.
- Ein Fest für die Augen: Die schimmernde, goldbraune Oberfläche des geschmolzenen Baisers, gesprenkelt mit den leuchtend roten Rhabarberakzenten, macht diesen Kuchen zu einem wahren Blickfang auf jeder Kaffeetafel.
Das brauchst du
Die Qualität deiner Zutaten ist hier das Fundament für den unwiderstehlichen Geschmack. Besonders bei den Eiern ist es wichtig, dass sie frisch sind, denn ihr Eiweiß bildet die Grundlage für das luftig-leichte Baiser, das dem Ganze die Krone aufsetzt.
- Butter: Cremig und mit einem nussigen Unterton, sie liefert die zarte Textur für den Teig.
- Zucker: Sowohl weißer als auch brauner Zucker spielen ihre Rollen, der eine für Süße und Struktur, der andere für eine leicht karamellige Note im Rhabarberbett.
- Vanillezucker: Ein Hauch von klassischer Süße, der die Aromen verbindet und abrundet.
- Eier: Das A und O – die trennen sich in Eigelb für den saftigen Teig und Eiweiß für das luftige Baiser.
- Mehl: Sorgt für die Bindung und Struktur des Kuchens, hält alles zusammen.
- Salz: Ein kleiner Helfer, der die Süße ausbalanciert und die Aromen hervorhebt.
- Backpulver: Sorgt für die Lockerheit, damit der Kuchen nicht zu dicht wird.
- Rhabarber: Die Hauptrolle, its kräftige Säure ist der perfekte Gegenpol zur Süße.
- Haselnüsse: Geröstet und gemahlen, bringen sie einen herrlich nussigen Geschmack und eine leichte Knusprigkeit ins Baiser.
Die genauen Mengenangaben findest du wie immer im detaillierten Rezept unten.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Dieser Kuchen hat seine Wurzeln tief in den traditionellen Kuchenkreationen des Alpenvorlandes. Die Kombination aus fruchtiger Säure und süßem Baiser ist eine klassische Paarung in vielen Regionen Europas, ein Zeugnis der kulinarischen Weisheit, die süße und saure Elemente elegant zu vereinen.
Im Laufe der Zeit hat sich das Rezept weiterentwickelt, mit verschiedenen Nüssen oder Gewürzen, die verfeinert wurden. Die Grundidee jedoch, die fruchtige Frische mit einer himmlischen süßen Kruste zu krönen, ist zeitlos geblieben und zelebriert die saisonale Fülle des Rhabarbers.
Es ist ein Kuchen, der die Transformation von der sauren, etwas sperrigen Frucht zur süßen, gebackenen Köstlichkeit feiert. Dieses Zusammenspiel macht ihn zu einem perfekten Beispiel dafür, wie einfache Zutaten, mit der richtigen Technik und ein wenig Liebe, zu etwas Außergewöhnlichem werden können.
So bereitest du Rhabarberkuchen mit Haselnuss Baiser zu
Schritt 1: Die Basis legen – Der Kuchenteig
Hier beginnt die Magie mit Butter, Zucker und den Eigelben. Das langsame Aufschlagen der Butter mit den Zuckern schafft eine luftige Basis, auf der der weitere Geschmack aufbaut. Denk daran, die Butter darf nicht zu kalt sein, sonst wird sie nicht richtig cremig.
Wenn die Masse hell und schaumig ist, gibst du nacheinander die Eigelbe hinzu. Jedes Eigelb wird gut untergeschlagen, bis es vollständig in die Masse eingearbeitet ist. Das sorgt für eine wunderbare Bindung und gibt dem Kuchen eine samtige Textur.
Nun kommen Mehl, Salz und Backpulver dazu. Vermische alles kurz, bis gerade eben ein Teig entsteht. Übermäßiges Rühren macht den Kuchen zäh, und das wollen wir auf keinen Fall. Die Konsistenz sollte eher fest sein, fast ein wenig wie ein Keks- oder Mürbeteig. Diese Dichte ist wichtig, damit der Teig die fruchtige Füllung gut tragen kann.
Tipp: Wenn du eine Springform nimmst, achte darauf, den Rand gut einzufetten und mit Mehl oder Semmelbröseln auszukleiden. Das verhindert, dass der Kuchen später kleben bleibt und er lässt sich leichter stürzen.
Schritt 2: Die Vorbereitung des Rhabarbers – Saure Frische bändigen
Nun widmen wir uns dem Star: dem Rhabarber. Wasche die Stangen gründlich ab und entferne die faserigen Enden. Bei dickeren Stangen ist es ratsam, die äußerste Haut mit einem scharfen Messer abzuziehen. Das mag anfangs etwas mühsam wirken, aber es verhindert, dass der Kuchen nach dem Backen unangenehme Fäden zieht.
Schneide den Rhabarber anschließend in mundgerechte Stücke. Denk an die Größe eines Daumennagels – nicht zu klein, damit er beim Backen nicht komplett zerfällt, aber auch nicht zu groß, um gut darauf beißen zu können. Die Farbe des Rhabarbers spielt eine Rolle: Je kräftiger das Rot, desto süßer ist oft die Frucht selbst.
Gib die Rhabarberstücke in eine Schüssel und bestreue sie mit zwei Esslöffeln braunem Zucker. Der braune Zucker verleiht den Rhabarberstücken eine leicht karamellige Note und hilft, die natürliche Säure etwas abzumildern. Mische alles vorsichtig.
Schritt 3: Den Kuchen formen – Der Teig trifft die Frucht
Nimm deine vorbereitete Kuchenform, idealerweise eine runde Springform mit etwa 24 cm Durchmesser. Drücke den vorbereiteten Teig gleichmäßig in die Form. Achte darauf, dass du den Teig nicht nur auf den Boden drückst, sondern auch einen kleinen Rand hochziehst. Dies bildet eine Art „Schüssel“ oder Mulde, die später den Rhabarber aufnehmen wird.
Dieser Rand ist wichtig, damit die saftigen Rhabarberstücke nicht einfach vom Kuchen herunterlaufen, sondern schön in der Mitte bleiben. Verwende deine Finger oder den Rücken eines Löffels, um den Teig fest und gleichmäßig anzudrücken.
Nun fülle die vorbereiteten Rhabarberstücke vorsichtig in die Mulde. Verteile sie gleichmäßig, sodass der Boden gut bedeckt ist. Streue den braunen Zucker darüber, wie du es im vorherigen Schritt vorbereitet hast. Nun ist der Kuchen bereit für die erste Backphase.
Achtung: Achte darauf, dass der Teigrand nicht zu dünn ist, sonst könnte er beim Backen brechen.
Schritt 4: Der erste Backgang – Der Teig wird fest
Heize deinen Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (oder 160°C Umluft) vor. Stelle die gefüllte Kuchenform auf den mittleren Rost des vorgeheizten Ofens.
Backe den Kuchen nun für etwa 40 Minuten. Während dieser Zeit wird der Teig fest und goldbraun, und der Rhabarber beginnt weicher zu werden und seinen Saft abzugeben. Die Küche beginnt nun langsam, diesen unwiderstehlichen Duft zu verströmen.
Es ist wichtig, die 40 Minuten nicht zu unterschreiten, damit der Boden gut durchbackt und eine solide Basis für das Baiser bildet. Du wirst merken, dass die Ränder des Kuchens beginnen, sich leicht vom Formrand zu lösen – ein gutes Zeichen dafür, dass er bald bereit für den nächsten Schritt ist.
Zwischenschritt: Genau jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um mit der Vorbereitung des Baisers zu beginnen. So sind die Zutaten bereit, sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt.
Schritt 5: Das Haselnuss-Baiser – Himmlische Krönung
Während die letzten 10 Minuten der ersten Backphase laufen, bereiten wir das Baiser vor. Nimm hierfür drei frische Eiweiße. Der Trick für ein perfektes Baiser liegt in der Reinheit: Die Schüssel und der Schneebesen müssen absolut fettfrei sein. Selbst kleinste Spuren von Eigelb können verhindern, dass das Eiweiß steif wird.
Schlage die Eiweiße in der fettfreien Schüssel auf höchster Stufe, bis sie schaumig werden. Nun beginnst du langsam, den weißen Zucker (110 g) einzrieseln zu lassen, während du weiter schlägst. Gib den Zucker wirklich nur nach und nach hinzu. Dies ist entscheidend, damit sich der Zucker gut auflöst und eine glänzende, feste Masse entsteht.
Schlage so lange, bis du einen festen Eischnee hast, der steife Spitzen bildet. Wenn du den Schneebesen heraushebst, sollte die Spitze aufrecht stehen bleiben und nicht umknicken. Nun faltest du vorsichtig die 100 g gemahlenen Haselnüsse mit einem Spatel unter. Nicht zu viel rühren, nur sanft unterheben, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.
Wichtig: Wenn dein Baiser nach dem Unterheben der Nüsse noch ein wenig zu flüssig ist, schlage es noch kurz weiter, solange bis es wieder steif ist. Die Konsistenz sollte fest genug sein, um auf dem Kuchen zu bleiben, ohne sofort herunterzulaufen.
Schritt 6: Das Finale – Baiser und zweite Backrunde
Nach genau 40 Minuten Backzeit nimmst du den Kuchen vorsichtig aus dem Ofen. Die Kuchenbasis sollte nun schon gut aufgegangen und leicht gebräunt sein, der Rhabarber weich und seine Farbe intensiver geworden.
Verteile nun das vorbereitete Haselnuss-Baiser zügig und gleichmäßig über die Rhabarberfüllung. Versuche, eine möglichst ebene Fläche zu schaffen, damit sich das Baiser gleichmäßig bräunen kann. Scheue dich nicht, es ein wenig hochschichten, das verleiht dem fertigen Kuchen später eine schöne Textur.
Schiebe den Kuchen nun zurück in den Ofen. Dort verbringt er weitere 20 Minuten bei denselben 180°C (160°C Umluft). In dieser Zeit wird das Baiser goldbraun und wunderbar knusprig, und die Aromen von Haselnuss und Rhabarber verschmelzen perfekt miteinander.
Tipp: Behhalte das Baiser in den letzten Minuten gut im Auge. Jeder Ofen ist anders, und die Bräunung kann schnell gehen. Wenn es zu schnell dunkel wird, kannst du die Temperatur leicht reduzieren oder den Kuchen mit einem Stück Alufolie abdecken.
Schritt 7: Abkühlen und Genießen – Das Warten hat ein Ende
Nach weiteren 20 Minuten im Ofen ist dein Rhabarberkuchen mit Haselnuss-Baiser fertig! Nimm ihn vorsichtig aus dem Ofen und lass ihn etwa 10-15 Minuten in der Form abkühlen. Dies ist wichtig, damit er sich stabilisiert und nicht bricht, wenn du ihn aus der Form löst.
Nach dieser kurzen Wartezeit löse vorsichtig den Rand der Springform. Der Kuchen sollte nun im Ganzen stehen und du kannst seine prächtige, goldbraune Oberfläche bewundern. Lass ihn anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das ist entscheidend, damit sich die Aromen voll entfalten können und das Baiser seine knusprige Konsistenz behält.
Der Kuchen schmeckt am besten bei Raumtemperatur. Wenn du magst, kannst du ihn nach dem vollständigen Auskühlen noch mit etwas Puderzucker bestäuben oder mit einer guten Portion geschlagener Sahne servieren.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Das Baiser wird nicht steif.
Das passiert oft, wenn die Schüssel oder der Schneebesen nicht absolut sauber und fettfrei sind, oder wenn auch nur ein Tropfen Eigelb ins Eiweiß gelangt. Achte penibel auf Sauberkeit und trenne die Eier sorgfältig. Manchmal kann ein winziger Spritzer Zitronensaft oder eine Prise Salz helfen, das Eiweiß schneller steifer zu bekommen.
Fehler 2: Der Rhabarber wird matschig oder wässrig.
Das kann passieren, wenn der Rhabarber zu jung oder zu nass ist, oder wenn ihn zu lange kocht, bevor er in den Kuchen kommt. Schneide den Rhabarber in gleichmäßige Stücke und bestreue ihn erst kurz vor dem Backen mit dem braunen Zucker, damit er nicht zu viel Saft verliert. Die zweite Backphase hilft ebenfalls, überschüssige Feuchtigkeit zu verdampfen.
Fehler 3: Der Kuchenboden bleibt feucht oder mehlig.
Wenn der Teig zu dick ist oder die Backzeit zu kurz, wird der Boden nicht richtig durch. Stelle sicher, dass du die 40 Minuten erste Backzeit einhältst und den Teig gleichmäßig in der Form verteilst. Ein leicht zu hoher Rand verhindert auch, dass der Boden zu schnell durchweicht.
Variationen für jeden Geschmack
Fruchtige Abwandlung: Statt Rhabarber kannst du auch gemischte Beeren wie Himbeeren oder Erdbeeren verwenden, oder eine Kombination aus Rhabarber und Erdbeeren für eine noch frühlingshaftere Note. Auch Aprikosen oder Pflaumen eignen sich hervorragend, besonders im Spätsommer.
Nussfreie Variante: Wenn du keine Haselnüsse magst oder verträgst, kannst du das Baiser auch einfach ohne Nüsse machen. Eine Variante wäre, Mandelsplitter unterzuheben oder das Baiser einfach pur zu lassen. Das Ergebnis ist dann ein klassischer Rhabarberkuchen mit einem luftig-süßen Abschluss.
Festlicher Anlass: Für eine besondere Note kannst du dem Rhabarber vor dem Backen etwas Vanilleextrakt oder einen Schuss Kirschwasser hinzufügen. Das Baiser lässt sich mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe leicht rosa einfärben, um den Kuchen noch festlicher zu gestalten.
Profi-Tipps für Rhabarberkuchen mit Haselnuss Baiser
Der Trick mit dem Salz: Eine winzige Prise Salz im Eiweiß, bevor du es aufschlägst, stabilisiert den Eischnee und lässt ihn schneller fest werden. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Zimmertemperatur ist Trumpf: Sowohl Butter für den Teig als auch die Eier für das Baiser sollten unbedingt Zimmertemperatur haben. Nur so verbinden sich die Zutaten optimal und du erzielst die besten Ergebnisse.
Vorbereitung ist alles: Miss alle Zutaten für das Baiser ab, bevor du mit dem Aufschlagen der Eiweiße beginnst. Wenn alles griffbereit ist, kannst du das Baiser schnell zubereiten und direkt auf den heißen Kuchen geben.
Geduld beim Abkühlen: Auch wenn es schwerfällt, lass den Kuchen vollständig abkühlen, bevor du ihn anschneidest. Die Textur und der Geschmack entwickeln sich beim Abkühlen am besten. Der warme, noch leicht feuchte Kuchen bricht eher.
Fruchtiger Tipp: Wenn du sehr reifen Rhabarber hast, der von Natur aus süßer ist, reduziere die Zuckermenge im Teig und auf dem Rhabarber leicht. Umgekehrt, wenn dein Rhabarber extrem sauer ist, kannst du hier auch mit etwas mehr Zucker gegensteuern.
Servier-Ideen für Rhabarberkuchen mit Haselnuss Baiser
Anrichten & Dekoration
Der Kuchen besticht bereits durch seine natürliche Schönheit. Die goldbraune Baiserkappe mit den charakteristischen Spitzen und die leicht durchscheinenden Rhabarberstücke darunter sind ein wahrer Hingucker. Ein leichtes Bestäuben mit Puderzucker kurz vor dem Servieren verleiht ihm eine elegante Note, ohne die Textur des Baisers zu beeinträchtigen.
Passende Beilagen
Dieser Kuchen harmoniert wunderbar mit einer Kugel cremigen Vanilleeis, das die süßen und säuerlichen Noten perfekt ausbalanciert. Auch ein Klecks frisch geschlagene Sahne, naturbelassen oder leicht gesüßt, ist eine klassische und köstliche Begleitung. Für Liebhaber von Frische passt auch eine Kugel Zitronensorbet exzellent.
Für besondere Anlässe
Dieser Rhabarberkuchen mit Haselnuss-Baiser ist der perfekte Abschluss für ein Sonntagsessen, ein Ostermenü oder ein frühlingshaftes Kaffeekränzchen. Seine Eleganz macht ihn auch zu einer wunderbaren Wahl für Geburtstage oder als Dessert für ein festliches Abendessen.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn etwas vom Kuchen übrig bleibt, bewahre ihn am besten bei Raumtemperatur auf, abgedeckt mit einer Kuchenhaube oder Frischhaltefolie. So bleibt das Baiser möglichst knusprig. Kühle Lagerung kann das Baiser leider weich machen.
Einfrieren
Dieser Kuchen eignet sich weniger gut zum Einfrieren, da das Baiser beim Auftauen seine knusprige Textur verlieren würde. Der Kuchenboden und die Rhabarberfüllung würden zwar überleben, aber das Besondere – das knusprige Baiser – ginge verloren.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Da dieser Kuchen am besten bei Raumtemperatur schmeckt, ist Aufwärmen meist nicht nötig. Sollte er doch einmal zu lange gestanden haben oder etwas zu kühl geworden sein, kannst du ihn für wenige Minuten bei sehr niedriger Temperatur im Ofen erwärmen (nicht mehr als 50°C), um ihn wieder auf Wohlfühltemperatur zu bringen. Das Baiser wird dadurch nicht aufgeweicht, aber auch nicht knuspriger.
Häufig gestellte Fragen
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Warum wird mein Rhabarberkuchen nach dem Backen oft wässrig?
Das liegt meist an der Zubereitung des Rhabarbers. Wenn du ihn zu lange vor dem Backen vorbereitest und er anfängt, Saft zu ziehen, kann dieser Saft beim Backen ins Kucheninnere gelangen. Schneide den Rhabarber erst kurz vor dem Einfüllen in den Teig und bestreue ihn dann mit dem braunen Zucker. Die zweite Backphase des Kuchens, nachdem das Baiser aufgetragen ist, hilft zudem, überschüssige Flüssigkeit zu verdampfen und den Kuchen durchzugaren.
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Kann ich statt Rhabarber auch andere Früchte verwenden? Wenn ja, welche und was muss ich beachten?
Ja, absolut! Dieser Kuchen ist sehr vielseitig. Saure oder leicht säuerliche Früchte eignen sich am besten. Denk an reife Aprikosen, Kirschen (entsteint), grüne oder gelbe Pflaumen, oder auch eine Mischung aus Beeren wie Himbeeren und Erdbeeren. Bei süßeren Früchten wie reifen Pflaumen kannst du die Zuckermenge im Teig eventuell etwas reduzieren und ggf. einen Teelöffel Zitronensaft hinzufügen, um eine leichte Säure zu erhalten. Die Zubereitung – waschen, schneiden und eventuell entkernen – bleibt gleich.
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Wie schaffe ich es, dass das Baiser goldbraun und knusprig wird, ohne dass der Kuchen darunter verbrennt?
Die richtige Balance ist hier entscheidend. Die 40 Minuten erste Backzeit sind wichtig, damit der Kuchen eine gute Grundfestigkeit bekommt. Das Baiser wird erst in den letzten 20 Minuten des Backens aufgetragen. Heize den Ofen gut vor, aber behalte das Baiser immer im Auge. Jeder Ofen ist anders. Wenn du bemerkst, dass das Baiser zu schnell bräunt, kannst du die Temperatur der Oberhitze etwas reduzieren oder den Kuchen mit einem Stück Alufolie locker abdecken, damit er weiter durchbackt, ohne die Oberfläche zu verbrennen. Ein Umluftofen kann hierbei ein gleichmäßigeres Ergebnis erzielen.
Rhabarberkuchen mit Haselnuss-Baiserhaube
Dieser Rhabarberkuchen mit Haselnuss-Baiserhaube ist saftig und das perfekte erfrischende Frühlingsdessert. Wenn Sie Rhabarber bekommen, empfehle ich dringend, diesen einfachen Rhabarberkuchen auszuprobieren. Saftiger Rhabarberkuchen trifft auf knusprig-welliges Haselnuss-Baiser. Ein Genuss zum Nachmittagskaffee oder als erfrischendes Dessert.
- Rhabarberkuchen:
- 125 g Butter
- 125 g weißer Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eigelb
- 200 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Backpulver
- 700 g Rhabarber
- 2 EL brauner Zucker
- Haselnuss-Baiser:
- 3 Eiweiß
- 110 g weißer Zucker
- 100 g geriebene Haselnüsse
- Kochen
- 1Heizen Sie den Backofen auf 180°C Umluft vor.
- 2Fetten Sie eine runde Kuchenform (24 cm Durchmesser) ein und kleiden Sie sie mit Backpapier aus.
- 3Waschen Sie den Rhabarber, schneiden Sie die Enden ab und schälen Sie die äußerste Schicht ab. Die "Haut" ist recht dünn – achten Sie darauf, nicht zu viel abzuschälen.
- 4Würfeln Sie den Rhabarber. Die Stücke sollten etwa so groß wie ein Fingernagel sein. Beiseite stellen.
- 5Schlagen Sie Butter, Zucker und Eigelb schaumig.
- 6Geben Sie Mehl, Salz und Backpulver hinzu. Der Teig wird recht dick sein – eher teigartig.
- 7Drücken Sie den Teig in die vorbereitete Kuchenform. Formen Sie den Teig am Rand etwas höher, sodass in der Mitte des Kuchens eine kleine Mulde entsteht.
- 8Gießen Sie die Rhabarberstücke in die Mulde.
- 9Verteilen Sie die Rhabarberstücke gleichmäßig mit einem Spatel.
- 10Bestreuen Sie den Rhabarber mit den zwei Esslöffeln braunem Zucker.
- 11Backen Sie den Kuchen für 40 Minuten.
- 12Bereiten Sie während der letzten 10 Minuten der Backzeit das Haselnuss-Baiser vor.
- 13Schlagen Sie das Eiweiß steif. Geben Sie langsam den Zucker hinzu.
- 14Wenn das Eiweiß steif ist, heben Sie die geriebenen Haselnüsse mit einem Spatel unter.
- 15Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen, verteilen Sie das Baiser darauf und backen Sie ihn für weitere 20 Minuten.
- 16Lassen Sie den Kuchen etwa 10 Minuten abkühlen und nehmen Sie ihn dann aus der Form.
- 17Genießen Sie den Kuchen bei Raumtemperatur mit geschlagener Sahne.
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Der Kuchen backt insgesamt 60 Minuten. Nach 40 Minuten nehmen Sie den Kuchen heraus, um das Baiser aufzustreichen, und backen ihn weitere 20 Minuten.
Also: Nach etwa 30 Minuten Backzeit das Baiser zubereiten, damit es fertig ist, wenn nach 40 Minuten Backzeit das Austragen des Kuchens ansteht.
