Hühnchen Scarpariello: Einfach und voller Geschmack

Hühnchen Scarpariello recipe

Die Erinnerung ist so lebendig, als wäre es gestern gewesen. Ein grauer, nieseliger Nachmittag in einem kleinen Trattoria in Neapel, wo der Duft von Braten, Kräutern und einem Hauch von Essigsäure aus der offenen Küche drang. Dort saß ich, allein mit einer kleinen Schüssel Hühnchen Scarpariello, und die Welt um mich herum verschwand. Jede Gabel war eine Symphonie aus zartem Fleisch, würziger Wurst und dieser unwiderstehlichen, leicht säuerlichen Soße, die wie ein warmer Mantel um die Aromen lag.

Es war mehr als nur ein Gericht; es war ein Gefühl von Heimat, von Lebensfreude und der tiefen Verbundenheit, die gutes Essen hervorruft. Dieser Moment hat mich so tief beeindruckt, dass ich ihn seitdem immer wieder suche und nachzukochen versuche. Heute teile ich dieses Stück italienischer Seele mit euch, in der Hoffnung, dass es auch in euren Küchen ähnliche Momente des Glücks zaubern wird.

Hühnchen Scarpariello

Hühnchen Scarpariello

Ein authentisches italienisches Gericht mit zarten Hühnchenschenkeln und würziger Wurst, geschmort in einer aromatischen Sauce mit einem Hauch von Essig und Kirschen. Schnell, einfach und voller Geschmack!

4.8 from 742 reviews
Prep Time 15 Minuten
Cook Time 1 Stunde
Total Time 1 Stunde 15 Minuten
Servings 4 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch Calories:480 kcal By:ELENA
Servings
  • 4 Stück Hühnchenschenkel mit Haut und Knochen
  • 1 Teelöffel koscheres Salz
  • 1 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 Esslöffel extra-natives Olivenöl
  • 250 g italienische Wurst (scharf oder mild)
  • 1 große gelbe Zwiebel
  • 1 Stück rote Paprika
  • 3 Stück Knoblauchzehen
  • 200 ml trocken Weißwein
  • 100 g eingelegte Kirschen oder Pepperoncini
  • 500 ml niedrig natriumhaltige Hühnerbrühe
  • 2 Esslöffel Weißweinessig
  • 1 Teelöffel getrockneter Oregano
  • Backen
  1. 1Hühnchenschenkel mit koscherem Salz und Pfeffer würzen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Hühnchenschenkel goldbraun anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  2. 2Italienische Wurst in derselben Pfanne anbraten, bis sie braun ist. Zwiebel und Paprika hinzufügen und weich dünsten.
  3. 3Knoblauch hinzufügen und eine weitere Minute anbraten.
  4. 4Mit Weißwein ablöschen und reduzieren lassen.
  5. 5Hühnchenschenkel, Kirschen/Pepperoncini, Hühnerbrühe, Essig und Oregano hinzufügen. Zum Simmern bringen.
  6. 6Pfanne abdecken und 45-60 Minuten bei niedriger Hitze schmoren lassen, bis das Hühnchen durchgegart ist (74°C Kerntemperatur).
Category:Dinner Cuisine:German Vegetarisch
Carbohydrates 10g
Protein 35g
Fat 30g
Saturated Fat 8g
Fiber 2g
Sugar 3g
Sodium 800mg
Cholesterol 120mg

Keywords: Hühnchen, Italienisch, Abendessen, Einfach, Herzhaft, Wurst, Paprika, Wein

Perfekt zum Vorbereiten. Kann bis zu 3 Tage im Voraus zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Schmeckt hervorragend mit cremiger Polenta, knusprigem Brot oder einem frischen Salat.
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Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Duft, der Erinnerungen weckt: Schon beim Anbraten des Hühnchens und der Wurst entfaltet sich ein aromatisches Potpourri, das an sonnige Tage in Italien erinnert und jeden in seinen Bann zieht.
  • Die Magie der Einfachheit: Dieses Gericht beweist, dass wahre Gaumenfreuden oft in wenigen, gut gewählten Schritten liegen, ohne komplizierte Techniken oder exotische Zutaten.
  • Ein Spiel der Aromen: Die Harmonie aus herzhafter Wurst, saftigem Hühnchen, der leichten Schärfe der Pepperoncini und der pfeffrigen Säure des Essigs ist eine Offenbarung für jeden, der gute italienische Küche liebt.
  • Flexibilität für jeden Geschmack: Ob du es schärfer, milder, mit mehr Gemüse oder einer anderen Essignote magst – dieses Scarpariello lässt sich wunderbar an deine persönlichen Vorlieben anpassen und wird so zu deinem ganz eigenen Meisterwerk.
  • Die Kunst des Schmorens: Wenn das Hühnchen langsam in der würzigen Flüssigkeit gart, nimmt es alle Aromen auf, wird unglaublich zart und zerfällt förmlich auf der Zunge – ein wahrhaft befriedigendes Erlebnis.

Das brauchst du

Die Seele dieses Gerichts liegt in der Qualität der Zutaten, aber keine Sorge, du brauchst keine Sterne-Küche zu eröffnen. Achte einfach auf frisches Hühnchen, gute italienische Wurst und vielleicht ein paar Pepperoncini, die deinem Gaumen schmeicheln. Das ist die Basis für ein authentisches Erlebnis, das deine Geschmacksknospen auf eine Reise nach Italien mitnimmt.

  • Hühnchenschenkel mit Haut und Knochen: Sie sind das Herzstück und liefern durch die Haut und Knochen unvergleichlichen Geschmack und Saftigkeit. Das langsame Schmoren macht sie butterzart.
  • Italienische Wurst (scharf oder mild): Sie bringt die nötige Würze und eine herzhafte Tiefe in das Gericht. Wähle deine bevorzugte Schärfe, um die Intensität zu bestimmen.
  • Eingelegte Kirschen oder Pepperoncini: Diese kleinen Schätze steuern eine aufregende, leicht scharfe und säuerliche Note bei, die das Gericht wunderbar abrundet und für den typischen Scarpariello-Geschmack sorgt.
  • Trockener Weißwein: Er dient nicht nur zum Ablöschen der Pfanne, sondern bringt auch eine angenehme Säure mit, die die Aromen verbindet und dem Sud Komplexität verleiht.
  • Weißweinessig: Ein kleiner Spritzer am Ende hebt die Frische des Gerichts hervor und sorgt für die charakteristische, appetitanregende Säure, die das Hühnchen Scarpariello so einzigartig macht.

Die genauen Mengenangaben findest du natürlich weiter unten in der Rezeptkarte.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Hühnchen Scarpariello, wörtlich übersetzt “Schuster-Hühnchen”, ist ein Gericht, das seine Wurzeln in der rustikalen Küche Süditaliens hat, insbesondere in Kampanien. Man sagt, es sei ein Gericht für einfache Leute, für Schuster und Arbeiter, die nach einem langen Tag etwas Deftiges und dennoch schnell Zubereitetes brauchten, um sich zu stärken.

Ursprünglich war es wohl ein Gericht, das man mit den Resten vom Vortag zubereitete. Die Kombination aus zartem Hühnchen, den kräftigen Aromen der italienischen Wurst und der würzigen, leicht säuerlichen Soße macht es zu einem wahren Fest für den Gaumen. Es ist die Kunst, aus wenigen, bodenständigen Zutaten ein kulinarisches Erlebnis zu zaubern, das Generationen überdauert.

Im Laufe der Zeit hat sich das Rezept weiterentwickelt und ist in vielen italienischen Haushalten und Restaurants zu einem Klassiker geworden. Die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Vorlieben, sei es bei der Schärfe der Wurst oder der Zugabe von Gemüse, macht es zeitlos. Es ist ein Stück lebendige italienische Kulinarik, das die Wärme und Gastfreundschaft des Landes widerspiegelt.

So bereitest du Hühnchen Scarpariello zu

Schritt 1: Die Basis legen – Hühnchen vorbereiten und anbraten

Der erste und vielleicht wichtigste Schritt, um den Geschmack zu maximieren, ist das richtige Anbraten des Hühnchens. Nimm dir Zeit dafür; es ist keine Kunst, aber es erfordert Geduld und das richtige Timing. Salze und pfeffere die Hühnchenschenkel gut von allen Seiten – denk daran, dass sie später in einer reichhaltigen Soße schwimmen werden, daher darf die Grundwürzung ruhig kräftig sein.

Erhitze dein bestes Olivenöl in einer schweren Pfanne, am besten Gusseisen, bei mittlerer bis hoher Hitze. Das Öl sollte heiß sein, aber nicht rauchen. Lege die Hühnchenschenkel vorsichtig hinein, die Hautseite nach unten, und lass sie in Ruhe brutzeln. Gib ihnen genug Platz, damit sie nicht dämpfen, sondern tatsächlich braten und eine wunderbare, goldbraune Kruste entwickeln. Das dauert etwa 4-5 Minuten pro Seite, je nach Dicke der Schenkel. Wenn sie diese appetitliche Farbe haben, nimmst du sie aus der Pfanne und legst sie kurz beiseite.

Tipp: Nicht zu viele Hühnchenschenkel auf einmal in die Pfanne geben. Wenn die Pfanne überladen ist, sinkt die Temperatur, und das Hühnchen wird eher gedämpft als angebraten. Lieber in zwei Chargen arbeiten, das Ergebnis ist es wert.

Schritt 2: Aromen entfesseln – Wurst und Gemüse anbraten

Jetzt kommt der Teil, der die Pfanne mit köstlichen Aromen füllt. Gib die italienische Wurst – ob scharf oder mild, das ist ganz dir überlassen – direkt in die noch heiße Pfanne, in der das Hühnchen gebraten wurde. Lass sie für etwa 5-7 Minuten anbraten, bis sie schön gebräunt ist und ihr Fett abgibt. Dieses Fett ist pures Gold für die nächste Phase des Kochens.

Wenn die Wurst bereit ist, füge die grob gehackte gelbe Zwiebel und die rote Paprika hinzu. Rühre alles gut um, sodass die Zwiebeln und Paprika das ausgelassene Wurstfett aufsaugen. Lass sie für weitere 4-5 Minuten weich dünsten, bis sie leicht glasig werden. Die Zwiebeln werden süßlich, die Paprika wird weicher und gibt ihre Farbe und Süße ab. Dieser bunte Mix bildet die perfekte aromatische Basis.

Achtung: Achte darauf, dass die Zwiebeln und Paprika nicht verbrennen. Sie sollen weich werden und ihre Aromen entfalten, aber keine bitteren Noten entwickeln.

Schritt 3: Tiefe schaffen – Der Knoblauch-Moment

Jetzt ist es Zeit, die Aromen auf die nächste Stufe zu heben. Reduziere die Hitze auf mittel oder etwas darunter, um sicherzustellen, dass der Knoblauch nicht zu schnell verbrennt. Füge die gehackten Knoblauchzehen hinzu. Du wirst sofort merken, wie sich ein intensiver, würziger Duft in deiner Küche ausbreitet – das ist der Duft von authentischer italienischer Kochkunst.

Brate den Knoblauch nur für etwa eine Minute an, bis er duftet und gerade so anfängt, leicht zu schimmern. Längeres Braten würde ihn bitter machen. Diese kurze Zeit reicht aus, um seine ätherischen Öle freizusetzen und ihn mit den anderen Zutaten in der Pfanne zu verbinden. Es ist ein kleiner, aber entscheidender Schritt, der dem Gericht Tiefe verleiht.

Der entscheidende Moment: Wenn der Knoblauch duftet, aber noch keine Farbe angenommen hat, weißt du, dass du alles richtig machst. Dieser Duft ist ein Versprechen auf das, was noch kommt.

Schritt 4: Die Pfanne entzünden – Ablöschen mit Wein

Das Ablöschen der Pfanne ist ein magischer Moment, der die Grundlage für die köstliche Soße bildet. Gieße den trockenen Weißwein in die heiße Pfanne. Sei bereit für ein kleines Zischen und Dampfen – das ist die Chemie, die hier stattfindet. Nimm einen Holzlöffel oder Pfannenwender und kratze vorsichtig über den Boden der Pfanne. Alle angebratenen, karamellisierten Stückchen – das sind die Geschmacksträger – lösen sich und vermischen sich mit dem Wein.

Lass den Wein für 2-3 Minuten kräftig köcheln. Du wirst sehen, wie sich die Flüssigkeit um etwa die Hälfte reduziert. Das ist wichtig, um den Alkoholgeruch zu verlieren und den konzentrierten Wein-Aromen zu erlauben, sich zu entfalten und mit den anderen Zutaten zu verschmelzen. Dieser Prozess intensiviert den Geschmack der gesamten Soße und bindet alle Aromen zusammen.

Ein ehrlicher Tipp: Wenn du keinen Wein verwenden möchtest oder kannst, ersetzt ihn durch eine gute Hühnerbrühe. Das Ergebnis ist dann alkoholfrei, aber immer noch sehr geschmackvoll.

Schritt 5: Alles kommt zusammen – Hühnchen und Flüssigkeiten hinzufügen

Jetzt legen wir die angebratenen Hühnchenschenkel wieder in die Pfanne, auf das Bett aus Wurst, Zwiebeln und Paprika. Sie sind bereit, all die wunderbaren Aromen aufzusaugen, die sich in der Soße angesammelt haben. Nun kommen die weiteren flüssigen und geschmacksintensiven Komponenten hinzu: die eingelegten Kirschen oder Pepperoncini, die du nach deinem Geschmack ausgewählt hast, die niedrig natriumhaltige Hühnerbrühe, der Weißweinessig für die nötige Säure und der getrocknete Oregano für das typisch italienische Aroma.

Rühre alles gut um, damit sich alle Zutaten verteilen. Bringe die Mischung sanft zum Simmern. Das ist der Zeitpunkt, an dem sich die Aromen beginnen zu harmonisieren und die Soße langsam ihre Textur entwickelt. Achte darauf, dass das Hühnchen gut bedeckt ist und die Flüssigkeit bis etwa zur Hälfte der Hühnchenschenkel reicht.

Was ich dabei gelernt habe: Die Kombination aus der leichten Süße der Kirschen oder der Schärfe der Pepperoncini, der herzhaften Brühe und der pfeffrigen Säure des Essigs ist das, was Hühnchen Scarpariello so einzigartig macht. Scheue dich nicht, die Pepperoncini oder Kirschen nach deinem Geschmack anzupassen!

Schritt 6: Die Geduldsprobe – Schmoren und Genießen

Nun kommt die Phase, in der die Magie des langsamen Kochens zum Tragen kommt. Decke die Pfanne fest mit einem Deckel ab. Reduziere die Hitze auf die niedrigste Stufe, sodass die Flüssigkeit nur noch sanft simmert. Das ist entscheidend, um das Hühnchen zart und saftig zu halten und ein Austrocknen zu verhindern.

Lass das Hühnchen nun für 45 bis 60 Minuten schmoren. In dieser Zeit nehmen die Hühnchenschenkel alle köstlichen Aromen der Soße auf, werden butterzart und zerfallen fast auf der Zunge. Die Soße dickt leicht ein und wird noch intensiver. Um sicherzugehen, dass das Hühnchen perfekt gegart ist, benutze ein Fleischthermometer: Die Kerntemperatur sollte 74°C erreichen.

Das Warten lohnt sich: Der Duft, der aus der Pfanne strömt, wird unwiderstehlich sein. Wenn die Zeit um ist, nimm das Hühnchen heraus und serviere es warm, übergossen mit der köstlichen, aromatischen Soße.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Das Hühnchen nicht richtig anbraten. Viele überspringen diesen Schritt oder braten das Hühnchen nur kurz an. Das ist aber essenziell für die Kruste und den Geschmack. Eine gute Bräunung sorgt für Röstaromen, die sich später in der Soße wiederfinden. Nimm dir die Zeit und brate es goldbraun an!

Fehler 2: Die Pfanne überladen. Wenn zu viel Hühnchen oder zu viele Zutaten auf einmal in die Pfanne kommen, sinkt die Temperatur. Das Hühnchen dämpft statt zu braten und verliert an Geschmack. Lieber in mehreren Portionen arbeiten, auch wenn es länger dauert. Die Qualität rechtfertigt den Aufwand.

Fehler 3: Den Knoblauch verbrennen. Knoblauch ist fantastisch, aber auch empfindlich. Wird er zu heiß angebraten, entwickelt er eine bittere Note, die das ganze Gericht ruinieren kann. Halte die Hitze niedrig, wenn der Knoblauch dazukommt, und gib ihm nur kurz Zeit, sein Aroma zu entfalten.

Fehler 4: Die Soße zu wässrig lassen. Die Soße ist ein wichtiger Bestandteil des Scarpariello. Wenn sie zu flüssig bleibt, wirkt das Gericht nicht abgerundet. Achte darauf, dass der Wein gut reduziert und die Soße beim Schmoren eine schöne Konsistenz entwickelt. Falls sie zu dünn ist, kannst du sie am Ende kurz offen aufkochen lassen.

Variationen für jeden Geschmack

Festlich & Raffiniert: Mit Oliven und Kapern. Für einen Hauch von Mittelmeer-Eleganz kannst du zusätzlich eine Handvoll schwarzer Oliven und einen Esslöffel Kapern zur Soße geben. Die salzig-würzige Note passt wunderbar zum Hühnchen und zur leichten Säure des Essigs.

Leicht & Frisch: Zitronen-Kick für den Sommer. Wenn du es etwas leichter magst oder an einem warmen Abend kochst, füge kurz vor dem Servieren den Saft einer halben Zitrone hinzu. Das gibt dem Gericht eine wunderbare Frische und belebt die Aromen. Frisch gehackte Petersilie rundet das Ganze ab.

Herzhaft & Rustikal: Mit gebratenen Pilzen. Erweitere das Gemüse um eine Auswahl an Pilzen wie Champignons oder Kräuterseitlinge. Brate sie kurz mit den Zwiebeln und Paprika an. Sie nehmen die Soße wunderbar auf und bringen eine zusätzliche erdige Tiefe und Textur.

Profi-Tipps für Hühnchen Scarpariello

Das Geheimnis der braunen Butter: Für eine noch tiefere Geschmacksnote kannst du das Hühnchen nicht nur anbraten, sondern die Butter in der Pfanne leicht bräunen lassen, bevor du das Hühnchen hineingibst. Das verleiht eine nussige Komponente.

Die richtige Wurstwahl: Nicht jede italienische Wurst eignet sich gleich gut. Suche nach einer Wurst mit guter Fleischqualität und einem ausgewogenen Verhältnis von Fett und Gewürzen. Eine Salsiccia kann hier oft eine ausgezeichnete Wahl sein.

Die Säure-Balance ist entscheidend: Verkoste die Soße am Ende. Wenn sie dir zu säuerlich erscheint, kannst du einen Teelöffel Honig oder eine Prise Zucker hinzufügen, um die Säure auszugleichen. Umgekehrt, wenn sie zu mild ist, einfach noch einen Hauch Essig dazu.

Geduld beim Schmoren: Unterschätze nicht die Kraft des langsamen Kochens. Das Hühnchen wird umso zarter und aromatischer, je länger es bei niedriger Hitze schmoren kann. Wenn du Zeit hast, lass es auch mal 70-75 Minuten köcheln.

Die Wirkung von frischen Kräutern: Auch wenn getrockneter Oregano verwendet wird, lohnt es sich, das Gericht kurz vor dem Servieren mit frischer gehackter Petersilie oder sogar einem Hauch frischem Basilikum zu bestreuen. Das bringt Frische und Farbe auf den Teller.

Servier-Ideen für Hühnchen Scarpariello

Anrichten & Dekoration

Serviere das Hühnchen Scarpariello direkt aus der Pfanne oder in einer tiefen Schüssel. Achte darauf, dass die köstliche Soße das Fleisch und das Gemüse bedeckt. Ein paar frische Petersilienblätter als Garnitur bringen Farbe und einen Hauch von Frische. Auch ein paar kleine, rote Chiliflocken können optisch ansprechend sein und die leichte Schärfe andeuten.

Passende Beilagen

Zu diesem würzigen Gericht passen hervorragend einfache, aber geschmacksintensive Beilagen. Cremige Polenta ist ein Klassiker, da sie die reichhaltige Soße wunderbar aufsaugt. Frisch gebackenes Brot, wie ein knuspriges Ciabatta, ist unverzichtbar, um jeden Tropfen der Sauce aufzufangen. Ein einfacher grüner Blattsalat mit einem leichten Vinaigrette-Dressing bietet einen erfrischenden Kontrast zur Würze des Scarpariello. Für ein vollständigeres Mahl kannst du auch geröstetes saisonales Gemüse wie Brokkolini oder grüne Bohnen dazu reichen.

Für besondere Anlässe

Hühnchen Scarpariello ist perfekt für ein gemütliches Abendessen mit Freunden oder Familie. Es ist ein Gericht, das Herzlichkeit ausstrahlt und oft zu Gesprächen am Tisch anregt. An einem kühlen Herbst- oder Winterabend wärmt es von innen und bringt italienisches Flair in deine vier Wände. Es eignet sich auch wunderbar, wenn du Gäste hast, da es relativ einfach zuzubereiten ist, aber einen beeindruckenden Eindruck hinterlässt.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Wenn vom köstlichen Hühnchen Scarpariello etwas übrig bleibt, ist das kein Problem. Lass das Gericht vollständig abkühlen, bevor du es in einen luftdichten Behälter gibst. Im Kühlschrank hält es sich so problemlos für 2-3 Tage. Die Aromen können sich über Nacht sogar noch weiter entwickeln, was es am nächsten Tag oft noch besser schmecken lässt.

Einfrieren

Hühnchen Scarpariello lässt sich auch sehr gut einfrieren, was es zu einer großartigen Option für Meal Prep macht. Fülle das abgekühlte Gericht in gefriergeeignete Behälter oder Gefrierbeutel. Achte darauf, möglichst viel Luft herauszudrücken, um Gefrierbrand zu vermeiden. So kannst du es bis zu 3 Monate im Gefrierschrank aufbewahren.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Das Aufwärmen ist denkbar einfach. Am besten erhitzt du das Hühnchen Scarpariello sanft in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib bei Bedarf einen kleinen Schuss Hühnerbrühe oder Wasser hinzu, um die Konsistenz der Soße zu erhalten und ein Austrocknen zu verhindern. Alternativ kannst du es auch in der Mikrowelle aufwärmen, aber achte darauf, zwischendurch umzurühren, um eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie wähle ich die besten Hühnchenschenkel aus?

    Für das beste Hühnchen Scarpariello sind Hühnchenschenkel mit Haut und Knochen unverzichtbar. Die Haut wird beim Anbraten wunderbar knusprig und liefert Geschmack, während der Knochen beim Schmoren Aroma an die Soße abgibt. Achte auf frisches Fleisch mit einer rosafarbenen Farbe und ohne unangenehmen Geruch. Kaufe möglichst bei einem Metzger deines Vertrauens, der dir Auskunft über die Herkunft geben kann.

  2. Kann ich das Gericht auch ohne Weißwein zubereiten?

    Ja, absolut! Wenn du keinen Alkohol verwenden möchtest oder kannst, kannst du den Weißwein problemlos durch Hühnerbrühe ersetzen. Achte darauf, dass die Brühe eine gute Qualität hat, da sie einen wesentlichen Teil des Geschmacks ausmacht. Du könntest auch einen Schuss Weißweinessig hinzufügen, um die fehlende Säure des Weins auszugleichen und die Aromen besser zu verbinden.

  3. Wie kann ich die Schärfe des Gerichts anpassen?

    Die Schärfe des Hühnchen Scarpariello lässt sich ganz einfach durch die Wahl der italienischen Wurst steuern. Wenn du es mild magst, wähle eine milde Salsiccia. Für mehr Schärfe greife zu einer scharfen Variante oder füge am Ende zusätzlich eine Prise Chiliflocken oder fein gehackte frische Chili hinzu. Die eingelegten Pepperoncini in der Soße tragen ebenfalls zur Schärfe bei – du kannst mehr oder weniger davon verwenden, je nach deinem persönlichen Empfinden.

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