Bärlauch Kartoffel Lasagne | Fritz Kocht

Der Duft von frisch gehacktem Bärlauch, das leichte Knistern von gerösteten Pinienkernen, die erdige Süße von Kartoffeln, die im Ofen sanft weich werden – diese Aromen sind für mich Heimat. Sie wecken Erinnerungen an lange Sonntage, an Omas Küche, in der immer etwas Wunderbares brutzelte, und an das Gefühl purer Zufriedenheit, wenn die ganze Familie am Tisch saß. Es sind diese Momente, die einfache Zutaten in ein kulinarisches Erlebnis verwandeln und die Seele speisen.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich zum ersten Mal versuchte, Bärlauch Kartoffel Lasagne nachzukochen. Meine Erwartungen waren fast so hoch wie die Lasagne selbst, doch das Ergebnis? Eine wässrige, geschmackslose Angelegenheit, die eher an einen teigigen Auflauf erinnerte. Es war ein lehrreicher Moment, der mich lehrte, dass Authentizität und Liebe zum Detail den Unterschied ausmachen.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Hauch von Frühling: Sobald der Bärlauch seine intensive, würzige Note freigibt, erwacht jedes Gericht zum Leben. Es ist pure Essenz der Natur auf deinem Teller.
  • Cremigkeit trifft Biss: Die weichen Kartoffelscheiben schmiegen sich an die cremige Ricotta-Bärlauch-Mischung, während die Pinienkerne für einen dezenten Biss sorgen – eine himmlische Texturkombination.
  • Vielseitigkeitsmonster: Ob als leichte Mahlzeit, herzhafte Beilage oder sogar kalt am nächsten Tag – diese Lasagne passt sich deinem Leben an.
  • Einfache Eleganz: Trotz ihrer Raffinesse ist die Zubereitung erfreulich unkompliziert. Du brauchst kein Sternekoch zu sein, um diesen Gaumenschmaus zu zaubern.
  • Die Kraft der Einfachheit: Wenige, aber dafür erstklassige Zutaten entfalten ein harmonisches Geschmacksbild, das dich immer wieder begeistern wird.

Das brauchst du

Die Qualität der Zutaten ist hier das A und O, denn bei so wenigen Komponenten kann sich jede einzelne voll entfalten und zum Geschmackserlebnis beitragen. Wenn du zu wirklich frischem, aromatischem Bärlauch greifst, verdoppelt sich das geschmackliche Potenzial deiner Lasagne. Hochwertige Kartoffeln mit einem guten Biss, cremiger Ricotta und knackige Pinienkerne sind das Fundament für diesen besonderen Genuss. Auch eine gute Prise Salz und frisch gemahlener Pfeffer sind entscheidend, um die Aromen abzurunden und zu intensivieren.

  • Bärlauch: Das grüne Gold des Frühlings, das deinem Gericht seine unverkennbare, würzige Frische verleiht. Achte auf knackige, tiefgrüne Blätter.
  • Kartoffeln: Festkochende Sorten eignen sich am besten, da sie beim Garen ihre Form behalten und eine angenehme Textur bieten.
  • Ricotta: Sorgt für eine sanfte Cremigkeit und bindet die Aromen der anderen Zutaten zu einer harmonischen Masse.
  • Pinienkerne: Geröstet entfalten sie ein nussiges, leicht rauchiges Aroma und sorgen für den nötigen Biss in der sonst so weichen Lasagne.
  • Eier: Unterstützen die Bindung der Ricottamasse und geben ihr Halt.
  • Öl: Ein mildes Olivenöl oder Rapsöl ist ideal, um den Bärlauch zu einer feinen Paste zu verarbeiten und die obersten Kartoffelscheiben für die Kruste zu verfeinern.
  • Salz & Pfeffer: Die Grundpfeiler jeder Küche, die hier helfen, die einzelnen Geschmacksnuancen hervorzuheben und auszubalancieren.
  • Eine Prise Zucker: Ein kleiner, oft vergessener Helfer, der die Süße der Kartoffeln sanft unterstreicht und den Bärlauchgeruch abrundet.

Die genauen Mengenangaben und die präzise Zubereitung findest du, sobald wir die Schritte durchlaufen haben.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Diese Bärlauch Kartoffel Lasagne ist eine Hommage an den Frühling und die einfache, aber tiefgründige italienische Bauernküche. Ursprünglich stammen Lasagne-Gerichte aus der Region Emilia-Romagna, einer Hochburg italienischer Kochkunst, wo sie oft mit reichhaltigen Fleischsaucen oder cremigen Béchamels zubereitet werden. Doch die Idee, tief verwurzelte Produkte wie Kartoffeln mit saisonalen Köstlichkeiten wie Bärlauch zu kombinieren, ist ein Ausdruck der Kreativität, die in jeder Region Italiens lebendig ist.

Die Verwendung von Bärlauch, auch als “Bärenlauch” bekannt, hat eine lange Tradition. Schon unsere Vorfahren schätzten seine gesundheitlichen Vorzüge und seinen kräftigen Geschmack, der sich hervorragend zum Würzen eignet. Durch die Kombination mit Kartoffeln, einem Grundnahrungsmittel, das in vielen Kulturen zu Hause ist, entsteht ein Gericht, das sowohl bodenständig als auch raffiniert ist. Es ist ein Gericht, das die Seele wärmt und an die Freuden der Natur erinnert.

Was diese Variante der Lasagne zeitlos macht, ist ihre Fähigkeit, Tradition und Innovation zu vereinen. Sie verzichtet auf die oft schweren Saucen und konzentriert sich stattdessen auf die reine Aromatik der Hauptzutaten. Die Schichtung von rohen Kartoffelscheiben, die im Ofen garen, und die cremige Bärlauch-Ricotta-Füllung ist eine clevere Methode, die Kochzeit zu verkürzen und gleichzeitig eine wunderbare Textur zu erzielen. Sie ist ein Beweis dafür, dass Genuss oft in der Einfachheit liegt.

So bereitest du Bärlauch Kartoffel Lasagne zu

Schritt 1: Das grüne Herzstück – Bärlauchsalbe

Los geht es mit der Vorbereitung des Bärlauchs, dem Star dieses Gerichts. Ich verwende am liebsten frischen Bärlauch, der seine Saison im Frühling hat. Wenn du ihn nach der Ernte nach Hause bringst, achte darauf, dass die Blätter knackig und frei von welken Stellen sind. Grob klein gehackt – keine Sorge um Perfektion, es muss nicht feingehackt sein – wandert er in einen Mixer oder ein hohes Gefäß.

Hier kommt nun das gute Öl hinzu. Ich mag ein mildes Olivenöl, das den Geschmack des Bärlauchs untermalt, ohne ihn zu überdecken. Je nach Geschmack kannst du auch ein Rapsöl verwenden. Das Ganze wird nun zu einer feinen, leuchtend grünen Paste püriert. Diesen Schritt führe ich gerne in einem leistungsstarken Mixer durch, aber ein Pürierstab tut es auch. Fülle das Öl nicht komplett auf einmal hinein, sondern gib es schrittweise hinzu, bis du eine geschmeidige, gut vermischbare Konsistenz erreichst. Diese Bärlauchpaste ist wahres flüssiges Gold und lässt sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank ruhig ein paar Tage aufbewahren und für andere Gerichte verwenden.

Tipp: Wenn du keinen frischen Bärlauch findest, kannst du ihn auch im Sommer gefroren kaufen. Achte dann darauf, ihn gut abtropfen zu lassen, bevor du ihn pürierst.

Schritt 2: Goldene Wärme – Die gerösteten Pinienkerne

Jetzt widmen wir uns den Pinienkernen. Sie verleihen unserer Lasagne einen wunderbaren Nussgeschmack und einen dezenten Knusper-Effekt, der die cremige Füllung geschmacklich bereichert. Eine beschichtete Pfanne ist hier genau das Richtige, um sie ohne zusätzliches Fett zu rösten. Gib die Pinienkerne hinein und stelle die Herdplatte auf eine niedrige bis mittlere Stufe.

Das Geheimnis des perfekten Röstens liegt in der Geduld und ständigen Bewegung. Die Pinienkerne werden schnell braun und können bei zu hoher Hitze schnell verbrennen. Bleibe also unbedingt dabei, rühre sie regelmäßig um und beobachte sie genau. Nach etwa 5-8 Minuten, wenn sie goldbraun duften und eine intensive Farbe angenommen haben, nimmst du sie sofort aus der Pfanne, damit sie nicht nachbräunen. Sie schmecken jetzt schon himmlisch und sind bereit für ihren Einsatz in der Füllung. Das Rösten macht sie aromatischer und gibt ihnen die nötige Festigkeit.

Achtung: Verbrennte Pinienkerne schmecken bitter und ruinieren leicht das ganze Gericht. Sei hier lieber vorsichtig und nimm sie lieber zu früh als zu spät vom Herd.

Schritt 3: Die Seele der Füllung – Ricotta-Bärlauch-Masse

Nun kommen wir zur cremigen Seele unserer Lasagne. Nimm eine Schüssel und gib den Ricotta hinein. Achte darauf, dass der Ricotta nicht zu wässrig ist; falls er viel Flüssigkeit enthält, kannst du ihn kurz abtropfen lassen. Gib nun die vorbereitete Bärlauchpaste zu dem Ricotta. Füge auch die gerösteten Pinienkerne hinzu. Als Bindemittel kommen nun zwei Eier mit in die Schüssel.

Verrühre alles gründlich, bis eine homogene Masse entsteht. Die Farbe wird ein wunderschönes, appetitliches Grün sein, durchzogen von den kleinen goldbraunen Pinienkernen. Jetzt ist der Moment, die Masse sorgfältig abzuschmecken. Eine kleine Prise Zucker hebt die natürlichen süßen Noten der Kartoffeln und des Bärlauchs hervor und rundet den Geschmack ab. Eine gute Portion Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer sind unverzichtbar, um das Aroma zu intensivieren. Schmecke immer wieder ab, bis du den perfekten Ausgleich der Aromen für dich gefunden hast. Diese Füllung ist das Herzstück, das die Schichten verbindet.

Tipp: Wenn du es etwas kräftiger magst, kannst du auch einen kleinen Löffel geriebenen Parmesan unter die Ricottamasse mischen.

Schritt 4: Das Fundament – Die Kartoffelscheiben

Die Kartoffeln sind das Rückgrat unserer Lasagne und sorgen für die Substanz und eine angenehme Festigkeit. Ich empfehle, für dieses Rezept eher festkochende Kartoffeln zu wählen, da diese beim Backen nicht so leicht zerfallen. Waschen ist hier der erste Schritt. Ob du sie schälst oder nicht, ist letztendlich Geschmackssache. Ich lasse die Schale oft dran, da sie neben zusätzlichen Nährstoffen auch für eine leicht rustikale Note sorgt und die Kartoffeln besser zusammenhält.

Nun kommt der entscheidende Schnitt: Dünne Scheiben sind hier das Ziel. Wenn du sie von Hand schneidest, werden sie oft etwas unregelmäßiger und dicker, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Diese Unebenheiten sind sogar von Vorteil, da sie dazu beitragen, dass sich die heiße Luft und die Feuchtigkeit besser zwischen den Schichten verteilen können, was zu einem gleichmäßigeren Garen führt. Wenn du eine Küchenmaschine hast, kannst du sie auch hierfür benutzen, aber achte darauf, nicht zu dünn zu hobeln, damit sie nicht zerfallen. Die dicken, unebenen Scheiben sind oft die besten für dieses Gericht.

Achtung: Wenn du die Kartoffeln schälst, achte darauf, sie sofort zu verarbeiten oder in Wasser zu legen, damit sie nicht braun werden und anfangen zu oxidieren.

Schritt 5: Die Kunst des Schichtens – Aufbau der Lasagne

Jetzt wird es kreativ! Wir starten mit dem Schichten. Kleine, gut ausgebutterte oder geölte Förmchen sind hierbei mein klarer Favorit. Sie sorgen dafür, dass die Lasagne gut durchgart und sich später leicht stürzen lässt. Beginne auf dem Boden der Förmchen mit einer Schicht der rohen Kartoffelscheiben. Diese salzt du leicht. Darauf verteilst du nun großzügig die cremige Ricotta-Bärlauch-Füllung.

Danach folgen wieder Kartoffelscheiben, leicht gesalzen. Wiederhole diesen Vorgang, bis die Förmchen gut gefüllt sind oder du deine gewünschte Höhe erreicht hast. Achte darauf, dass die oberste Schicht aus Kartoffelscheiben besteht. Diese kannst du dann noch mit etwas Öl beträufeln. Das Öl sorgt dafür, dass die obersten Kartoffelscheiben während des Backens schön kross und leicht gebräunt werden, was einen tollen Kontrast zur cremigen Füllung bildet. Siehst du, wie sich die einzelnen Komponenten nun zu einem Ganzen zusammenfügen?

Tipp: Wenn du größere Portionen für mehr Personen zubereitest, kannst du auch eine normale Auflaufform verwenden. Achte dann aber darauf, dass die Kartoffelscheiben nicht zu dick sind, damit sie auch im Inneren gut garen.

Schritt 6: Die magische Transformation – Backen

Jetzt kommt der Moment, auf den wir hingearbeitet haben: das Backen im Ofen. Heize den Backofen auf 160°C Umluft vor. Die moderate Temperatur und die Umluft sorgen dafür, dass die Hitze gleichmäßig zirkuliert und die Kartoffeln im Inneren sanft garen können, während die Oberfläche Farbe annimmt. Die kleinen Förmchen platzierst du am besten in der Mitte des vorgeheizten Ofens.

Die Backzeit beträgt etwa 35 Minuten. Diese Zeit kann je nach Größe und Dicke deiner Förmchen und Kartoffelscheiben leicht variieren. Du erkennst, dass die Lasagne fertig ist, wenn die Kartoffeln weich sind – du kannst leicht mit einer Gabel hineinstechen – und die Oberfläche goldbraun und leicht knusprig aussieht. Der Duft, der dann aus dem Ofen strömt, ist einfach unwiderstehlich. Lass die frisch gebackene Lasagne kurz abkühlen, bevor du sie aus den Förmchen stürzt; das erleichtert das Herauslösen und verhindert, dass sie zerfällt.

Achtung: Jede Küche ist anders, kontrolliere die Lasagne gegen Ende der Backzeit lieber einmal zu viel als zu wenig. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, kannst du sie locker mit etwas Alufolie abdecken.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Wässrige Bärlauchpaste
Wenn du zu viel flüssiges Öl auf einmal zum Bärlauch gibst oder der Bärlauch noch sehr feucht ist, kann die Paste zu flüssig werden. Das macht die Füllung letztendlich zu wässrig und die Lasagne verliert an Bindung. Wenn du bemerkst, dass deine Paste zu flüssig ist, versuche, sie mit etwas mehr Ricotta oder wenigen gerösteten Pinienkernen etwas einzudicken.

Fehler 2: Zu dicke Kartoffelscheiben
Wenn die Kartoffelscheiben zu dick geschnitten sind, insbesondere in größeren Auflaufformen, können sie im Inneren noch roh bleiben, während die Oberseite bereits sehr braun wird. Der Schlüssel ist, die Kartoffeln dünn genug zu schneiden, damit die Hitze gut eindringen kann. Bei der Lasagne in kleinen Förmchen ist dieses Risiko geringer, aber auch hier gilt: Dünner ist oft besser für die Garzeit.

Fehler 3: Zu hohe Backtemperatur
Da die Kartoffeln roh sind und die Füllung bereits gar ist, handelt es sich um ein Gericht, das eher ein sanftes Garen benötigt, um die Aromen zu entwickeln und die Kartoffeln weich werden zu lassen, ohne die gesamte Lasagne auszutrocknen oder zu verbrennen. Eine zu hohe Temperatur führt dazu, dass die äußeren Schichten schnell bräunen, während das Innere noch nicht richtig durch ist.

Fehler 4: Keine oder zu wenig Würze
Bärlauch hat zwar einen intensiven Geschmack, aber er braucht Unterstützung. Wenn du beim Abschmecken der Ricottamasse zu sparsam mit Salz und Pfeffer bist, schmeckt das Endergebnis flach und eindimensional. Trau dich, die Masse gut zu würzen – die Kartoffeln nehmen viel Geschmack auf, und das Salz hebt die Süße hervor.

Variationen für jeden Geschmack

Vegan ist hier kein Hexenwerk. Ersetze den Ricotta durch eine Mischung aus seidentofu und Cashewcreme, die du mit den gleichen Gewürzen abschmeckst. Die Eier kannst du weglassen oder durch ein wenig mehr Tofu und vielleicht etwas Speisestärke ersetzen, um die Bindung zu gewährleisten.

Für eine festliche Variante kannst du die Bärlauch-Ricotta-Masse mit ein paar getrockneten Tomaten verfeinern oder eine Schicht sautierte Pilze zwischen die Kartoffelschichten geben. Auch ein Hauch von Trüffelöl über der fertigen Lasagne verleiht ihr sofort eine luxuriöse Note.

Wenn du es etwas leichter magst, reduziere die Menge des Ricottas und ersetze einen Teil durch Hüttenkäse oder Quark. Eine zusätzliche Schicht dünn geschnittener Zucchini zwischen den Kartoffeln fügt Frische hinzu und macht die Lasagne noch leichter.

Profi-Tipps für Bärlauch Kartoffel Lasagne

Kleine Formen sind dein Freund: Wie bereits erwähnt, empfehlen sich kleine, individuelle Förmchen. Sie garen gleichmäßiger, und die Lasagne lässt sich leichter stürzen und anrichten. Das ist der Schlüssel zu perfekt gegarten Kartoffeln und einer stabilen Form.

Qualität beim Öl: Ein gutes, natives Olivenöl extra verleiht der Bärlauchpaste nicht nur eine schöne Textur, sondern auch ein feines Aroma. Wenn du es magst, kannst du auch ein Knoblauchöl verwenden, um dem Ganzen eine zusätzliche Note zu verleihen.

Die richtige Kartoffelsorte: Festkochende Kartoffeln sind entscheidend. Sie behalten ihre Form und werden wunderbar zart, ohne zu zerfallen. Mehlige Kartoffeln würden in der Lasagne schnell zerfallen und die Konsistenz beeinträchtigen.

Experimentiere mit Kräutern: Neben dem dominanten Bärlauch kannst du auch feine Akzente mit anderen Kräutern setzen. Ein Hauch von Petersilie oder Schnittlauch in der Ricottamasse kann dem Gericht eine zusätzliche Dimension verleihen. Achte aber darauf, den Bärlauchgeschmack nicht zu überdecken.

Vorfreude genießen: Diese Lasagne schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt oft sogar noch besser, da sich die Aromen weiter verbunden haben. Plane also für den Fall, dass Reste bleiben, bewusst ein.

Servier-Ideen für Bärlauch Kartoffel Lasagne

Anrichten & Dekoration

Das Stürzen der Lasagne aus kleinen Förmchen ist ein kleiner Moment der Magie. Wenn sie perfekt herausgleitet, hast du eine kleine, runde Lasagne mit goldbrauner Kruste. Beträufle sie optional noch mit einem weiteren feinen Strahl Olivenöl oder garniere die Oberseite mit ein paar frischen Bärlauchspitzen oder einer kleinen Blüte, falls verfügbar. Ein Hauch von frisch gemahlenem Pfeffer rundet das Bild ab.

Passende Beilagen

Diese Lasagne ist ein wunderbares Hauptgericht, das aber auch hervorragend neben einem saftigen Stück Fleisch, Fisch oder als Teil eines vegetarischen Buffets passt. Ein leichter grüner Salat mit einem spritzigen Zitronen-Dressing ergänzt die erdigen und würzigen Aromen wunderbar. Wer es etwas herzhafter mag, kann auch ein gegartes Hähnchen oder eine leichte Fischsuppe dazu reichen.

Für besondere Anlässe

Diese Bärlauch Kartoffel Lasagne ist perfekt für den Übergang vom Winter zum Frühling. Sie eignet sich hervorragend für ein Oster-Brunch, ein gemütliches Abendessen mit Freunden oder als Teil eines festlichen Osteressens. Ihre elegante Einfachheit macht sie zu einer überlegten Wahl, wenn du deinen Gästen etwas Besonderes bieten möchtest, das gleichzeitig unkompliziert in der Zubereitung ist.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Wenn du Reste hast, lass die Lasagne vollständig abkühlen, bevor du sie in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank lagerst. Sie hält sich so gut verschlossen für etwa 2-3 Tage. Achte darauf, dass der Behälter gut schließt, um Feuchtigkeitsverlust oder die Aufnahme anderer Gerüche zu verhindern.

Einfrieren

Das Einfrieren von Bärlauch Kartoffel Lasagne ist möglich, aber die Textur der Kartoffeln kann sich nach dem Auftauen leicht verändern. Am besten frierst du die Lasagne in einzelnen Portionen in gut verschließbaren Behältern oder Gefrierbeuteln ein. Lass sie vollständig abkühlen, bevor du sie einfrierst, um die Bildung von Eiskristallen zu minimieren.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um die Lasagne aufzuwärmen, kannst du sie entweder kurz im Ofen bei ca. 150°C erwärmen, bis sie durch und durch heiß ist, oder – wenn es schnell gehen muss – in der Mikrowelle. Bei der Mikrowellenmethode empfehle ich, die Portion etwas abzudecken, um ein Austrocknen zu vermeiden. Wenn du eingefrorene Lasagne aufwärmst, lass sie am besten erst langsam im Kühlschrank auftauen und erwärme sie dann wie frische Reste.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich statt Ricotta auch Quark oder Frischkäse verwenden?

    Ja, das ist definitiv möglich! Quark und Frischkäse können eine gute Ergänzung oder ein Ersatz für Ricotta sein. Quark, besonders eine gut abgetropfte Magerquark-Variante, bringt eine angenehme Säure mit, die gut zum Bärlauch passt. Frischkäse, besonders vollfett, kann eine noch cremigere Konsistenz erzeugen. Beachte jedoch, dass die Bindung etwas anders sein kann. Möglicherweise musst du die Menge der Eier leicht anpassen, um die gewünschte Festigkeit zu erreichen. Schmecke die Masse immer gut ab, da diese Zutaten unterschiedliche Grundgeschmäcker haben als Ricotta.

  2. Ich habe keinen frischen Bärlauch gefunden. Gibt es Alternativen?

    Wenn frischer Bärlauch nicht verfügbar ist, greife auf gefrorenen Bärlauch zurück, den du gut abtropfen lässt. Eine weitere Möglichkeit ist eine Mischung aus glatter Petersilie und einer kleinen Menge Knoblauch, ähnlich wie ein Pesto, um eine grüne, würzige Komponente zu erzeugen. Alternativ kannst du auch tiefkühlten Spinat verwenden, der fein gehackt und gut ausgedrückt wird, und diesen mit einer guten Portion Knoblauchpulver oder einem frischen Knoblauchzehe würzen. Der typische, intensive Bärlauchgeschmack lässt sich aber am besten mit frischem oder gutem gefrorenem Bärlauch erzielen.

  3. Warum werden meine Lasagne-Portionen schwer und zerfallen leicht?

    Das kann mehrere Gründe haben. Erstens, wenn die Kartoffelscheiben zu dick geschnitten sind, brauchen sie sehr lange zum Garen und die Füllung könnte ihre Bindung verlieren, während sie wartet. Zweitens, wenn die Ricottamasse zu flüssig ist – zum Beispiel durch sehr wässrigen Ricotta oder zu viel Öl in der Bärlauchpaste – kann sie die Stabilität nicht halten. Drittens ist die Backzeit entscheidend. Wenn die Lasagne nicht lange genug im Ofen war, konnte die Füllung nicht richtig stocken. Achte darauf, dass die Kartoffeln weich sind und die Füllung fest wirkt, bevor du sie aus dem Ofen nimmst. Auch das leichte Abkühlen vor dem Stürzen hilft enorm, die Form zu bewahren. Ein guter Tipp ist es auch, die Eier nicht zu vergessen, denn sie sind die Hauptbinder hier.

Bärlauch Kartoffel Lasagne

Bärlauch Kartoffel Lasagne

Bärlauch so geschichtet aus dem Ofen schmeckt warm oder kalt so lecker....

4.8 from 452 reviews
Prep Time 30 Minuten
Cook Time 45 Minuten
Total Time 75 Minuten
Servings 3 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch By:ELENA
Servings
  • 1 kg Kartoffeln
  • 500 Gramm Ricotta
  • 3 Eier
  • 60 Gramm Pinienkerne
  • 100 Gramm Bärlauch
  • 3-4 Esslöffel Öl
  • Prise Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl
  • Kochen
  1. 1Backofen auf Umluft 160°C vorheizen.
  2. 2Kleine Förmchen ausbuttern oder ölen.
  3. 3100 Gramm Bärlauch grob klein hacken und mit 3-4 Esslöffeln Öl pürieren.
  4. 460 Gramm Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei kleiner Hitze ca. 8 Minuten rösten.
  5. 5500 Gramm Ricotta mit dem Bärlauchmus, den Pinienkernen und 2 Eiern mischen.
  6. 6Diese Masse mit einer kleinen Prise Zucker, Pfeffer und Salz abschmecken.
  7. 71 kg Kartoffeln waschen und mit Schale in dünne Scheiben schneiden.
  8. 8Die Lasagne schichten: rohe Kartoffelscheiben (salzen), dann von der Ricottabärlauchfüllung und wieder Kartoffelscheiben.
  9. 9Etwas Öl über die obersten Kartoffelscheiben geben.
  10. 10In der Backofenmitte ca 35 Minuten backen.
Ihr solltet auf jeden Fall kleinere Formen nehmen. Die werden besser gar und fest.
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