Rezept: Bärlauchbrot – The inspiring life
Der erste zaghafte Sonnenstrahl, der den hartnäckigen Winter endgültig verdrängt, trägt oft einen ganz bestimmten Duft mit sich. Es ist die olfaktorische Ouvertüre des Frühlings, ein Versprechen auf frische Kräuter und das Leben, das nach der langen Stille neu erwacht. Für mich sind es die ersten Anzeichen von Bärlauch, die diesen Duft am intensivsten verkörpern.
Ich erinnere mich an jene Momente, als die ersten warmen Tage im April ankamen und ein heimliches Wissen in der Luft lag: Bärlauchzeit ist gekommen. Egal, wo ich gerade war, ein Spaziergang durch den Wald wurde zur Schatzsuche, zum aufgeregten Suchen nach den breitblättrigen, intensiv duftenden Blättern, die wie grüne Juwelen aus dem feuchten Waldboden sprossen. Dieser Geschmack, diese Frische – sie hat die Kraft, das ganze Jahr über die grauesten Tage aufzuhellen.
Knuspriges Bärlauchbrot
Frühlingszeit ist Bärlauchzeit – leckeres, knuspriges Bärlauchbrot auf Hefeteigbasis!
- 500 g Weizenmehl /Typ 550
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 4 EL Olivenöl
- 60 g Bärlauch
- 3 EL Wasser
- Backen
- 1Mehl, Salz, Hefe, Zucker und lauwarmes Wasser miteinander vermischen.
- 2Olivenöl unterrühren.
- 3Masse zu einem weichen Teig kneten.
- 4An einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
- 5Bärlauch gründlich waschen, Stiele entfernen und klein schneiden.
- 6Nach 30 Minuten den Bärlauch in den Teig einkneten.
- 7Teig erneut 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- 8Backofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
- 9Masse zu einem Brotlaib formen.
- 10Auflaufform, Bräter oder Brotbackschale mit Mehl bestäuben.
- 11Brotlaib in die Form geben.
- 12Mit einem Messer an 5-6 Stellen einschneiden.
- 13Brot mit 3 EL Wasser einpinseln.
- 1455-60 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe kontrollieren, ob das Brot durchgebacken ist.
Keywords: Brot & Brötchen, Frühling, Bärlauch, Hefeteig
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Hauch von Wald: Sobald du den Teig mit dem frisch gehackten Bärlauch vermengst, entfaltet sich ein Aroma, das sofort an einen Spaziergang durch den erwachenden Wald erinnert. Es ist die Essenz des Frühlings in Rohform.
- Knusper trifft auf Weichheit: Außen hat dieses Brot den perfekten, leicht gebräunten Crunch, der bei jedem Biss angenehm aufplatzt. Innen ist es unerwartet zart und luftig, ein wunderbarer Kontrast, der begeistert.
- Einfachheit mit Tiefgang: Keine komplizierten Techniken oder exotischen Zutaten. Dieses Brot ist eine Hommage an die pure Kraft weniger, aber geschmacklich dichter Komponenten, die zusammen etwas Magisches schaffen.
- Ein Duft, der verbindet: Wenn dieses Brot im Ofen bäckt, breitet sich im ganzen Haus ein unwiderstehlicher Duft aus. Er lockt Nachbarn an die Tür und lässt die Familie vom Esstisch träumen.
- Die Farbe des Frühlings: Kleine, grüne Tupfer von Bärlauch durchziehen den Teig und machen jedes Stück zu einem kleinen Kunstwerk. Es ist ein Brot, das nicht nur schmeckt, sondern auch optisch Freude bereitet.
Das brauchst du
Die Qualität der Zutaten bestimmt maßgeblich das Endergebnis, besonders bei einem Gericht, das so sehr von seinen Basiskomponenten lebt. Für dieses Bärlauchbrot bedeutet das: Gutes Mehl ist die Seele des Teigs, frischer Bärlauch das lebendige Herzstück. Wenn du die Möglichkeit hast, nutze ein gutes Weizenmehl vom Typ 550, das gibt dem Brot eine schöne Textur. Bei Bärlauch rate ich dir: Je frischer, desto intensiver der Geschmack. Wenn du ihn selbst gesammelt hast, umso besser – du weißt dann genau, woher er kommt.
- Weizenmehl (Typ 550): Die Grundlage für ein luftiges und dennoch stabiles Brot. Es sorgt für die gewünschte Krumenstruktur und die Fähigkeit, die feinen Aromen aufzunehmen.
- Bärlauch: Das grüne Gold des Frühlings, dessen intensiver Knoblauchgeschmack und dezente Schärfe das Brot erst zu etwas Besonderem machen.
- Hefe: Der stille Arbeiter, der den Teig aufgehen lässt, ihm seine zauberhafte Leichtigkeit und die typische Brottextur verleiht.
- Salz & Zucker: Keine bloßen Geschmacksverstärker; sie balancieren die Aromen, beeinflussen die Krustenbildung und unterstützen die Hefeaktivität.
- Olivenöl: Bringt eine unterschwellige Fruchtigkeit und Geschmeidigkeit in den Teig, was ihn besser formbar macht und zur zarten Krume beiträgt.
Die genauen Mengenangaben für alle weiteren Zutaten findest du wie immer in der praktischen Rezeptkarte weiter unten.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Bärlauch hat eine lange und reiche Geschichte, die tief in der europäischen Volksmedizin und Küche verwurzelt ist. Schon unsere Vorfahren erkannten die Kraft und den unverwechselbaren Geschmack dieses Wildgemüses, das im Frühjahr die Wälder in ein grünes Meer verwandelt. Seine antioxidativen und entgiftenden Eigenschaften sind seit Jahrhunderten bekannt und geschätzt. In vielen Regionen Mitteleuropas ist der Bärlauch fester Bestandteil der saisonalen Küche, ein wilder Botschafter des Frühlings.
Dieses spezielle Rezept für Bärlauchbrot ist eine moderne Interpretation der traditionellen Verwendung von Bärlauch. Früher fand man ihn vielleicht eher in deftigen Eintöpfen oder einfach nur zu Butter verarbeitet. Heute ermutigt uns die kreative Küche, dieses kostbare Kraut in vielfältigeren Formen zu genießen. Die Idee, Bärlauch in einen einfachen Hefeteig einzubacken, ist eine wunderbare Möglichkeit, seinen Geschmack festlich zu präsentieren und ihn auf eine Art und Weise zu genießen, die sowohl rustikal als auch raffiniert ist.
Was dieses Brot zeitlos macht, ist die pure und unverfälschte Freude am Geschmack. Es ist kein Gericht, das aufwendige Erklärungen braucht. Der Duft allein erzählt die Geschichte von Wäldern, von Frühlingswiesen und von der unkomplizierten Freude am selbstgemachten Genuss. Es ist ein Stück Backkunst, das die Seele wärmt und das Herz erfreut, ganz ohne Schnörkel, aber mit viel Charakter.
So bereitest du Bärlauchbrot Rezept zu
Schritt 1: Der Teig – Die Basis für den Bärlauchtraum
Alles beginnt mit dem Teig, und hier ist Geduld der erste Schlüssel. In eine große Schüssel gibst du das Mehl, das Salz, den Zucker und das Päckchen Trockenhefe. Ich rühre zuerst die trockenen Zutaten kurz durch, damit sich alles gut verteilt und die Hefe gleichmäßig wirken kann.
Dann kommt das lauwarme Wasser hinzu. Ich verwende immer lieber leicht erwärmtes Wasser, da zu heißes die Hefe töten und zu kaltes sie träge machen kann. Nun knete ich alles mit den Händen oder dem Knethaken meiner Küchenmaschine zu einem weichen, elastischen Teig. Das Kneten ist entscheidend, denn hier entwickelt sich das Gluten, das dem Brot seine Struktur gibt und es später luftig werden lässt.
Das ist der Moment, um das Olivenöl unterzurühren. Es macht den Teig geschmeidiger und gibt ihm eine feine Note. Anschließend decke ich die Schüssel mit einem feuchten Tuch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort für etwa 30 Minuten ruhen. Du wirst sehen, wie er sich verdoppelt und richtig lebendig wird.
Schritt 2: Bärlauch vorbereiten – Das grüne Herzstück
Während der Teig seine erste Ruhepause genießt, widmen wir uns dem Hauptdarsteller: dem Bärlauch. Zuerst wird er gründlich gewaschen, um jeglichen Waldboden zu entfernen. Ich achte darauf, dass die Blätter komplett sauber sind, denn wir wollen ja nur das reine Aroma und nicht die Erde im Brot haben. Dann ziehe ich die oft etwas derben Stiele ab, sodass nur die zarten Blätter übrigbleiben.
Nun kommt die Frage der Textur: Grob gehackt oder fein? Das ist reine Geschmackssache und hängt davon ab, wie präsent du die Bärlauchstückchen im Brot möchtest. Ich persönlich mag es, wenn man die grünen Tupfer deutlich sieht und spürt, also hacke ich ihn eher grob. Für ein feineres Aroma kann er auch durch den Fleischwolf oder sehr fein geschnitten werden.
Der Duft-Check: Wenn du dir unsicher bist, ob es wirklich Bärlauch ist, reibe ein Blatt zwischen den Fingern. Der markante Knoblauchgeruch ist das eindeutigste Erkennungsmerkmal. Ein kleiner Tipp für die Sammlung: Bärlauch wächst oft in Bodennähe, achte darauf, keine giftigen Doppelgänger wie Maiglöckchen zu erwischen, die diesen Geruch nicht haben.
Schritt 3: Bärlauch unterkneten – Die Aromen verschmelzen
Nach der ersten Ruhepause hole ich den aufgegangenen Teig aus der Schüssel. Er sollte jetzt deutlich größer und luftiger sein. Du kannst ihn kurz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, um die Luft herauszudrücken.
Jetzt ist es soweit: Gib den vorbereiteten, gehackten Bärlauch zum Teig. Anfangs mag es ein bisschen wild aussehen, mit den grünen Blättern, die sich wehren. Aber mit sanftem Druck knetest du den Bärlauch langsam und gleichmäßig in den Teig ein. Hier siehst du, wie das Grün sich verteilt und dem Teig seine besondere Farbe verleiht.
Die Magie des Einarbeitens: Achte darauf, den Bärlauch nicht zu zermahlen, sondern wirklich gleichmäßig zu verteilen. So stellst du sicher, dass jede Scheibe Brot den wunderbaren Bärlauchgeschmack bekommt und die grünen Sprenkel dekorativ zur Geltung kommen.
Schritt 4: Zweite Ruhephase – Die Entfaltung
Nachdem der Bärlauch gut in den Teig eingearbeitet ist, forme ich ihn wieder zu einer schönen Kugel. Ich lege ihn zurück in die leicht geölte Schüssel, decke ihn wieder mit dem feuchten Tuch ab und lasse ihn erneut an einem warmen Ort ruhen. Diesmal braucht er auch wieder etwa 30 Minuten.
Warum diese zweite Pause so wichtig ist: Diese zweite Ruhezeit erlaubt es der Hefe, ihre Arbeit fortzusetzen und weitere Gase zu produzieren, die das Brot locker machen. Gleichzeitig können sich die Aromen des Bärlauchs besser im Teig verteilen und intensiver werden. Die Geduld zahlt sich hier geschmacklich aus.
Während der Teig ruht, heize ich den Backofen vor. 200 Grad Ober-/Unterhitze sind ideal. Aber nicht nur das: Ich bereite auch meine Backform vor. Eine Auflaufform, ein Bräter mit Deckel oder eine spezielle Brotbackschale sind perfekt. Wichtig ist, dass sie hoch genug ist. Diese Form bestäube ich großzügig mit Mehl, damit das Brot später nicht kleben bleibt. Der mehlige Boden sorgt für eine schöne, rustikale Kruste.
Schritt 5: Formen, Einschneiden und Auf geht’s in den Ofen
Wenn der Teig seine zweite Ruhephase beendet hat und wieder schön aufgegangen ist, nehme ich ihn vorsichtig aus der Schüssel. Ich forme ihn sanft zu einem Brotlaib. Je nachdem, welche Form ich verwende, passe ich die Form an. Eine ovale Form für einen Bräter oder eine runde für eine Brotbackschale.
Dann lege ich den geformten Teiglaib in die vorbereitete, bemehlte Form. Jetzt kommt ein weiterer wichtiger Schritt, der nicht nur optisch etwas hermacht, sondern auch das Backergebnis beeinflusst: Das Einschneiden. Mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge setze ich 5 bis 6 tiefe Schnitte auf der Oberfläche. Dies erlaubt dem Brot, beim Backen kontrolliert aufzugehen und verhindert, dass die Kruste unkontrolliert aufplatzt.
Der Dampfstoß: Bevor das Brot in den Ofen kommt, pinsle ich die Oberfläche mit etwa 3 Esslöffeln Wasser ein. Das sorgt für eine schön glänzende Kruste und hilft, dass die Kruste während des Backens elastisch bleibt, bevor sie dann richtig knusprig wird. Nun kommt der Laib in den vorgeheizten Ofen.
Schritt 6: Backen – Die Verwandlung
Das Brot backt nun für etwa 55 bis 60 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze. Während dieser Zeit breitet sich der unwiderstehliche Duft von frischem Brot und Bärlauch im ganzen Haus aus. Es ist ein Geruch, der Heimatgefühle weckt und die Vorfreude steigert.
Wie erkenne ich, ob es fertig ist? Der Klassiker ist die Stäbchenprobe. Nach etwa 50 Minuten kannst du vorsichtig mit einem langen Holzspieß oder einem dünnen Messer in die Mitte des Brotes stechen. Wenn beim Herausziehen keine feuchten Teigkrümel daran haften bleiben, ist das Brot perfekt durchgebacken. Klingt es hohl, wenn du auf die Unterseite klopfst, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen.
Wenn das Brot goldbraun und herrlich duftend aus dem Ofen kommt, ist der Moment der Ernte gekommen. Nimm es vorsichtig aus der Form und lass es auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das ist wichtig, denn nur so kann sich die Krumenstruktur vollständig entwickeln und der Geschmack abrunden. Ungeduld mag hier groß sein, aber das Warten lohnt sich!
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu viel oder zu wenig Flüssigkeit im Teig. Wenn der Teig zu trocken ist, wird das Brot hart und zäh. Ist er zu feucht, verläuft er und wird flach. Die Menge des Wassers kann je nach Mehl und Luftfeuchtigkeit variieren. Ein guter Richtwert ist ein weicher, aber nicht klebriger Teig, der sich gut formen lässt. Tast dich lieber langsam heran und füge bei Bedarf noch einen Löffel Wasser hinzu.
Fehler 2: Bärlauch wird faserig oder schmeckt bitter. Das passiert oft, wenn man zu viel vom unteren, faserigen Stiel mit verarbeitet oder wenn der Bärlauch schon sehr alt ist. Immer den unteren, harten Teil des Stiels entfernen und nur die zarten Blätter verwenden. Frisch gesammelter Bärlauch, der jung geerntet wurde, ist am feinsten im Geschmack.
Fehler 3: Das Brot ist innen klitschig. Das geschieht meist, wenn das Brot nicht lange genug gebacken wurde oder die Temperatur im Ofen nicht stimmig war. Die Stäbchenprobe ist hier die Rettung. Achte auch darauf, dass du das Brot nach dem Backen auf einem Gitter vollständig auskühlen lässt. Die Restfeuchtigkeit entweicht so, ohne das Brot matschig werden zu lassen.
Fehler 4: Fehlen von Kruste oder zu harte Kruste. Eine richtige Kruste entsteht oft durch Dampf am Anfang des Backvorgangs und ausreichende Hitze. Das Einstreichen mit Wasser vor dem Backen hilft. Wenn die Kruste zu hart wird, kann es sein, dass das Brot zu lange gebacken wurde oder der Ofen zu heiß eingestellt war. Wenn du einen Bräter mit Deckel verwendest, sorgt der Deckel am Anfang für viel Dampf.
Variationen für jeden Geschmack
Veganes Bärlauchbrot: Dieses Grundrezept ist bereits fast vegan! Anstelle von etwas Wasser kannst du auch eine pflanzliche Milch wie Hafer- oder Sojamilch verwenden. Statt Olivenöl funktioniert auch jedes andere Pflanzenöl. Die Hefe sorgt ohnehin für die perfekte Lockerheit, und es bedarf keiner Eier.
Bärlauchbrot mit Kernen-Crunch: Wer es noch rustikaler und nussiger mag, kann dem Teig eine Handvoll Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder gehackte Walnüsse beimengen. Diese werden am besten zusammen mit dem Bärlauch unter den Teig geknetet. Sie sorgen für zusätzliche Textur und einen angenehmen Biss.
Festliches Bärlauchbrot mit Feta: Für einen besonderen Anlass kannst du gewürfelten Feta-Käse zusammen mit dem Bärlauch in den Teig einarbeiten. Der salzige, cremige Feta harmoniert wunderbar mit dem würzigen Bärlauch und verleiht dem Brot eine zusätzliche Dimension. Achte darauf, dass der Feta gut abgetropft ist, damit der Teig nicht zu feucht wird.
Profi-Tipps für Bärlauchbrot Rezept
Die Bärlauchbutter-Gefahr: Viele schwören auf Bärlauchbutter, die sie einfrieren. Das ist eine großartige Idee, um das ganze Jahr Bärlauch zu haben. Wenn du die gefrorene Bärlauchbutter verwendest, lass sie leicht antauen und drücke sie gut aus, damit sie nicht zu viel Flüssigkeit in den Teig bringt. Das Aroma ist dann aber genauso intensiv.
Die Geheimnis der Bemehlten Form: Wenn du keine spezielle Brotbackform hast, nutze einen schweren Topf mit Deckel oder einen gusseisernen Bräter. Das Mehl auf dem Boden bildet eine Art Schutzschicht und sorgt für eine herrlich knusprige Kruste. Alternativ funktioniert auch gutes Backpapier. Wichtig ist, dass nur die Oberfläche des Brotes direkten Kontakt mit der heißen Form hat.
Der richtige Zeitpunkt zum Einschneiden: Schneide das Brot erst kurz bevor es in den Ofen kommt ein. Wenn der Teig noch zu feucht ist, reißen die Schnitte ein und das Ergebnis wird unschön. Den Teig kurz ruhen lassen, bis er sich stabilisiert hat, dann sind die Einschnitte präziser.
Die Wärme-Trick für die zweite Ruhephase: Wenn dein Zuhause eher kühl ist, stell die Schüssel mit dem Teig für die zweite Ruhephase auf die leicht angewärmte Heizung (nicht heiß!) oder in den ausgeschalteten, aber leicht vorgewärmten Backofen. Die Hefe liebt es warm und geht dann viel schneller auf.
Servier-Ideen für Bärlauchbrot Rezept
Anrichten & Dekoration
Das Bärlauchbrot ist für sich schon ein Star auf dem Tisch. Schneide es in dicke, rustikale Scheiben und serviere es auf einem Holzbrett. Du kannst es klassisch pur genießen, vielleicht mit ein wenig selbstgemachter Bärlauchbutter, die den Geschmack noch intensiviert. Ein paar frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch als Garnitur unterstreichen die grüne Frühlingsnote. Auch ein paar feine Bärlauchblüten, falls vorhanden, sind ein echter Hingucker.
Passende Beilagen
Dieses Brot passt hervorragend zu vielen Gerichten. Es ist die perfekte Begleitung zu einer deftigen Linsensuppe oder einem cremigen Rhabarber-Holunder Limonade mit Minze. Auch zu einem leichten Fischgericht oder einem gebratenen Hähnchen wie bei unserem gebackenen Zitronenhähnchen Rezept macht es eine gute Figur. Für einen Grillabend ist es ein absolutes Muss – denk nur an die Kombination mit gegrilltem Gemüse oder würzig mariniertem Fleisch!
Für besondere Anlässe
Dieses Bärlauchbrot ist ideal für ein frühlingshaftes Brunch-Buffet, wo es neben klassischen Kuchen und Brötchen wie dem deutschen Pfannkuchen Rezept glänzen kann. Auch als Vorspeise für ein Osteressen oder ein geselliges Abendessen im Freien ist es bestens geeignet. Es strahlt eine gewisse Eleganz aus, ist dabei aber unkompliziert und herzlich, was es zum perfekten Begleiter für familiäre Zusammenkünfte macht, bei denen man sich gegenseitig kulinarisch verwöhnen möchte.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Wenn du Reste vom Bärlauchbrot hast, bewahre sie am besten luftdicht verpackt bei Raumtemperatur auf. Sie sind noch zwei bis drei Tage gut, wobei die Kruste mit der Zeit weicher wird. Ich wickle sie dafür gerne in ein sauberes Küchentuch und stecke sie dann in eine Brotdose oder einen wiederverschließbaren Beutel.
Einfrieren
Bärlauchbrot lässt sich auch hervorragend einfrieren. Schneide es dazu am besten in Scheiben, bevor du es einfrierst. So kannst du später einzelne Portionen entnehmen, ohne das ganze Brot auftauen zu müssen. Wickle die Scheiben fest in Frischhaltefolie und gib sie dann in einen Gefrierbeutel. So bleibt es bis zu drei Monate frisch und verliert kaum an Aroma.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Zum Aufwärmen gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Brot schmeckt am besten, wenn du es kurz im Toaster oder in einer Pfanne anröstest. Wenn du größere Mengen hast, kannst du es auch bei etwa 150 Grad im Backofen für 5–10 Minuten aufwärmen. Bei gefrorenen Scheiben empfehle ich, sie direkt im Toaster zu rösten, bis sie wieder angenehm warm und knusprig sind.
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich statt frischem Bärlauch auch gefrorenen Bärlauch verwenden?
Ja, das ist absolut möglich und eine tolle Option, wenn die Saison vorbei ist. Wenn du gefrorenen Bärlauch verwendest, achte darauf, ihn bei der Zubereitung gut auszudrücken, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Ein einfacher Weg ist, den gefrorenen Bärlauch in einem Sieb abtropfen zu lassen und dann mit den Händen kräftig auszupressen. Das Aroma bleibt erhalten, und du bekommst trotzdem ein schönes Ergebnis, ohne dass der Teig zu nass wird.
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Was, wenn ich Bärlauch nicht mag oder nicht daran komme?
Kein Problem! Bärlauch hat ein sehr spezifisches Aroma. Wenn du ihn nicht magst oder keinen findest, kannst du ihn sehr gut durch andere Kräuter ersetzen. Fein gehackte Petersilie und Schnittlauch geben eine frische Note. Eine Prise Knoblauchpulver kann den typischen Bärlauchgeschmack simulieren, auch wenn er nicht ganz dasselbe ist. Für eine herzhafte Variante kannst du auch getrocknete Kräuter wie Thymian oder Rosmarin verwenden, oder eine Mischung aus Schnittlauch und etwas Knoblauch.
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Ist dieses Bärlauchbrot auch als glutenfreie Variante möglich?
Für eine glutenfreie Variante musst du das Rezept anpassen. Verwende eine gute glutenfreie Mehlmischung für Brot. Achte darauf, dass diese bereits Xanthan oder eine ähnliche Zutat enthält, die dem Teig Struktur gibt, da Gluten fehlt. Der Teig wird wahrscheinlich etwas anders aussehen und sich anfühlen, also passe die Wassermenge gegebenenfalls an. Glutenfreier Teig braucht oft auch eine kürzere Gehzeit. Das Ergebnis wird eine andere Krume haben als ein klassisches Weizenbrot, aber der Geschmack von Bärlauch sollte sich trotzdem gut entfalten.
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