Rhabarber Tarte mit Mandelcreme – Rhabarber Frangipane Tarte
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als der erste frühe Rhabarber des Jahres seine knackigen, roten Stiele aus der Erde streckte. Es war ein Versprechen, ein kleiner Vorbote des Frühlings, der sich ungeduldig durch die noch kühle Luft drängte. Diese Zeit bringt eine ganz besondere Aromenvielfalt mit sich, eine Mischung aus der herben Frische des Rhabarbers und der süßen Vorfreude auf wärmere Tage.
Für mich ist Rhabarber weit mehr als nur ein Obst – er ist ein Gefühl. Es ist das Gefühl von Omas Küche, in der immer etwas Wunderbares im Ofen duftete, ein warmes, geborgenes Lächeln, das sich auf mein Gesicht legte, wenn ich den ersten Bissen nahm.
Rhabarber Tarte mit Mandelcreme – Rhabarber Frangipane Tarte
Diese köstliche Rhabarber Tarte mit Mandelcreme, auch bekannt als Rhabarber Frangipane Tarte, ist ein wahres Frühlingshighlight. Mit ihrem perfekten Zusammenspiel aus der säuerlichen Frische des Rhabarbers und der süßen, nussigen Mandelcreme wird sie nicht nur Ihre Geschmacksknospen erfreuen, sondern auch zum Blickfang auf jeder Kaffeetafel oder Festlichkeit. Das Rezept ist einfach zuzubereiten und eignet sich hervorragend für Backanfänger sowie erfahrene Bäcker. Die Tarte kann warm serviert oder kalt genossen werden und lässt sich wunderbar variieren.
- Für den Teig:
- 250 g Mehl
- 125 g Butter
- 75 g Puderzucker
- 1 Eigelb
- Für die Füllung:
- 100 g weiche Butter
- 75 g Puderzucker
- 150 g gemahlene Mandeln
- 1 TL Vanillepaste
- 2 Eier und
- 1 Eiweiß
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone
- ca. 4 Stangen Rhabarber
- Zum Garnieren: Mandelplättchen
- Backen
- 1Teig zubereiten: Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Die Butter in kleine Stücke schneiden. Mit den Knethaken schnell zu einem krümeligen Teig kneten. Eventuell noch 2 – 3 EL kaltes Wasser zufügen. Den Teig mit den Händen fertig kneten, in Backpapier packen und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
- 2Füllung vorbereiten: Während der Teig kühlt, den Rhabarber waschen und in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Die weiche Butter mit dem Puderzucker sehr gut aufschlagen. Nach und nach die Eier und das Eiweiß unterrühren. Dann die gemahlenen Mandeln, Zitronenabrieb und Vanillepaste zufügen. Den Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen.
- 3Tarte zusammenstellen: Den gekühlten Teig ausrollen und gleichmäßig in die Tarteform geben. Mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen. Die Füllung auf dem Boden verteilen. Den geschnittenen Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen. Nach Belieben mit Mandelplättchen bestreuen.
- 4Backen: Die Tarte in den vorgeheizten Backofen stellen. Für 40 – 45 Minuten goldbraun backen lassen. Nach dem Backen abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form nehmen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Keywords: Rhabarber, Tarte, Mandelcreme, Frangipane, Frühling, Dessert, Kuchen, Backen, Vegetarisch
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Fest für die Sinne: Allein der Duft, wenn die Mandelcreme im Ofen leicht bräunt und sich mit der säuerlichen Note des Rhabarbers vermischt, entfacht eine unwiderstehliche Vorfreude. Eine Geruchsexplosion, die jedem sagt: Hier passiert Magie.
- Die Balance der Gegensätze: Die lebendige Säure des Rhabarbers tanzt förmlich auf der Zunge und hält die süße, fast samtige Mandelcreme in Schach. Diese Harmonie macht jeden Bissen zu einem Erlebnis, das nie langweilig wird.
- Ein Auftritt, der begeistert: Mit ihrer perfekten goldbraunen Kruste, den leuchtend roten Streifen des Rhabarbers und den leicht gerösteten Mandelblättchen ist diese Tarte nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein echtes Meisterwerk für das Auge. Sie ist gemacht, um zu beeindrucken.
- Zeitlose Eleganz für jeden Anlass: Ob als süßer Abschluss eines festlichen Menüs oder als Highlight beim Nachmittagskaffee – diese Tarte passt immer. Sie strahlt eine raffinierte Gemütlichkeit aus, die Gäste und Familie gleichermaßen verzaubert und ein Gefühl von besonderem Anlass schafft.
Das brauchst du
Die Seele dieses Gebäcks liegt in der Qualität und Frische seiner Komponenten, denn erst sie entfalten das volle Potpourri an Aromen, das diese Tarte so einzigartig macht. Achte auf reifen, festen Rhabarber und gute, feingemahlene Mandeln – sie sind der Schlüssel zum Erfolg.
- Mehl: Die Grundlage für einen zarten, aber stabilen Teig, der die Füllung perfekt umschließt.
- Butter: Sorgt für Saftigkeit im Teig und den feinen Schmelz in der Mandelcreme. Kalt für den Teig, weich für die Füllung – die unterschiedlichen Zustände sind entscheidend.
- Puderzucker: Garantiert eine feine Süße, die nicht dominant ist und den anderen Aromen Raum lässt.
- Eigelb und Eiweiß: Bilden die cremige Basis der Frangipane und geben ihr die wunderbare, fast schon luxeriöse Textur. Das Eiweiß bindet die Füllung und sorgt für Stabilität.
- Gemahlene Mandeln: Sie sind das Herzstück der Mandelcreme, geben ihr ein nussiges Aroma und eine samtige Konsistenz.
- Rhabarber: Das unbestrittene Highlight, dessen Säure einen spannenden Kontrast zur Süße bildet und für Frische sorgt.
- Zitronenabrieb: Ein Hauch von Frische, der die Aromen des Rhabarbers und der Mandeln aufblühen lässt und ihnen Tiefe verleiht.
- Vanillepaste: Verleiht der Mandelcreme eine warme, süße Komponente, die das Gesamtbild abrundet.
- Mandelplättchen: Zum Bestreuen vor dem Backen, sie werden herrlich duftend und knusprig und verleihen der Tarte das gewisse Extra.
Die genauen Mengenangaben findest du wie gewohnt in der Rezeptkarte weiter unten.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Ursprünge der Frangipane-Tarte lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, inspiriert von einem italienischen Adligen, der in Paris lebte und ein Mandelkuchen-ähnliches Dessert kreierte. Diese französische Spezialität, die “Frangipane” seinen Namen gab, etablierte sich schnell als beliebte Süßspeise.
Mit der Zeit erfuhr die Frangipane eine kulinarische Weiterentwicklung, und die Kombination mit saisonalen Früchten, wie es beim Rhabarber der Fall ist, brachte neue Dimensionen hervor. Die säuerliche Note des Rhabarbers kontrastiert die süße, nussige Mandelcreme wunderbar und schafft ein Gericht, das sowohl erfrischend als auch reichhaltig ist.
Diese Tarte ist mehr als nur ein Dessert; sie ist ein kulinarisches Erbe, das Generationen von Bäckern und Genießern begeistert hat. Der Einklang von klassischer französischer Patisserie und der bodenständigen Frische des Rhabarbers macht sie zu einem zeitlosen Klassiker, der immer wieder aufs Neue überrascht.
So bereitest du Rhabarber Tarte mit Mandelcreme zu
Schritt 1: Der erste Akt – Ein Teig, der Geheimnisse birgt
Der Mürbeteig ist das Fundament jeder guten Tarte, und dieses hier ist besonders darum bemüht, zart und doch stabil zu sein. Beginne damit, das Mehl, die kalte, in Würfel geschnittene Butter und den Puderzucker in eine Schüssel zu geben. Das ist der Moment, in dem die Magie beginnt, denn die Butter muss ihre kühle Frische behalten, um später die richtige Konsistenz zu entwickeln.
Mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder den Fingerspitzen arbeitest du die Zutaten zügig zu einem krümeligen Teig. Hier ist Schnelligkeit gefragt, damit die Butter nicht zu warm wird. Sollte der Teig zu trocken wirken, füge tröpfchenweise nur wenige Esslöffel eiskaltes Wasser hinzu – gerade genug, um ihn zusammenzubringen. Knete ihn dann kurz von Hand fertig, bis ein geschmeidiger Ball entsteht.
Das ist ein entscheidender Moment. Wickle den Teig nun fest in Frischhaltefolie und lass ihn mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Diese Ruhephase ist essenziell: Sie entspannt das Gluten, kühlt die Butter wieder ab und macht den Teig angenehm formbar, ohne dass er beim Ausrollen reißt. Vertrau mir, diese Geduld zahlt sich aus!
Schritt 2: Die Seele der Füllung – Eine Symphonie aus Mandel und Zitrone
Während der Teig seine wohlverdiente Auszeit genießt, widmen wir uns der Füllung, die dieser Tarte ihren Namen gibt. Der Rhabarber wird erstmal ordentlich gewaschen und in mundgerechte Stücke von etwa drei Zentimetern geschnitten. Das sorgt dafür, dass er beim Backen noch Biss hat und nicht zu Mus zerfällt.
Nun kommt die Mandelcreme ins Spiel, die sogenannte Frangipane. Die weiche Butter wird mit feinem Puderzucker zu einer hellen, luftigen Masse aufgeschlagen. Das ist wichtig für die Textur der Füllung. Geduld ist hier der Schlüssel, bis die Masse fast schon wie Sahne aussieht.
Langsam, aber stetig werden nun die Eier und das zusätzliche Eiweiß untergerührt. Gib sie einzeln hinzu und lass jedes Ei vollständig einarbeiten, bevor du das nächste hinzufügst. Das sorgt für eine gleichmäßige Emulsion. Anschließend rührst du die gemahlenen Mandeln, den Abrieb einer halben Bio-Zitrone – denk an das intensive Aroma, das dabei freigesetzt wird! – und die Vanillepaste ein. Die Zitrone ist hier kein optionales Extra, sondern der geheime Helfer, der dem Ganzen eine unglaubliche Frische und Tiefe verleiht. Heiz gleichzeitig deinen Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vor.
Schritt 3: Das Zusammenspiel – Perfektion in der Form
Jetzt ist es Zeit, die beiden Hauptakteure zu vereinen. Hole den gekühlten Teig aus seiner Folie und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus. Suche die für dich passende Größe und Dicke; er sollte die Tarteform gut auskleiden und einen kleinen Rand bilden. Diesen Rand kannst du später noch sauber trimmen, aber ein leichter Überstand ist gut, um die Füllung komplett zu umschließen, bevor die Rhabarberstücke dazu kommen.
Lege den ausgerollten Teig vorsichtig in deine Tarteform (ideal ist eine mit ca. 26 cm Durchmesser). Drücke ihn sanft in die Form und an den Rändern fest. Nimm eine Gabel und steche den Boden mehrmals ein. Das ist ein wichtiger Schritt, damit die Luft entweichen kann und der Boden später nicht aufplatzt oder sich unschön wölbt. Ohne diesen Schritt riskiert man einen aufgeblasenen Boden.
Verteile nun die vorbereitete Mandelcreme gleichmäßig auf dem Teigboden. Streiche sie glatt, sodass eine ebene Fläche entsteht. Darauf arrangierst du nun die vorgeschnittenen Rhabarberstücke. Du kannst sie Gitterförmig legen, wild verteilen oder kunstvoll anordnen – ganz wie es dir gefällt. Achte darauf, dass sie nicht zu hoch auftürmen, damit die Tarte später nicht überläuft. Ein letzter Hauch von Luxus: Streue nach Belieben Mandelplättchen über den Rhabarber. Sie werden beim Backen herrlich goldbraun und geben der Tarte eine zusätzliche knusprige Dimension.
Schritt 4: Das Backwunder – Goldbraun und duftend
Nun kommt der Moment der Wahrheit. Schiebe die vorbereitete Tarte in den vorgeheizten Backofen, der auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) eingestellt ist. Die Backzeit beträgt etwa 40 bis 45 Minuten, aber das ist nur ein Richtwert. Jeder Ofen ist anders, und die perfekte goldbraune Farbe ist das entscheidende Kriterium.
Behalte die Tarte gegen Ende der Backzeit gut im Auge. Wenn der Rand goldbraun ist, die Mandelcreme leicht aufgegangen und leicht gebräunt und der Rhabarber weich, aber nicht zerkocht aussieht – dann ist sie fertig. Du darfst keinen rohen Teig mehr sehen, und die Füllung sollte fest geworden sein. Wenn der Rand zu schnell bräunt, kannst du ihn locker mit Aluminiumfolie abdecken.
Sobald die Tarte aus dem Ofen kommt, wird sie dich mit einem unwiderstehlichen Duft betören. Lass sie nun unbedingt vollständig in der Form abkühlen. Dieses Abkühlen ist entscheidend, damit sich die Füllung setzen kann und die Tarte stabil genug ist, um sich leicht aus der Form lösen zu lassen. Frisch aus dem Ofen wäre sie zu zart und könnte leicht zerbrechen.
Schritt 5: Der perfekte Abschluss – Ein Hauch von Eleganz
Nachdem die Tarte vollständig abgekühlt ist, nimm sie vorsichtig aus der Form. Der Duft von gebackenem Rhabarber und Mandeln wird dich nun vollends umfangen. Ob du sie noch mit einer leichten Schicht Puderzucker bestäubst, ist reine Geschmackssache, aber es verleiht ihr einen letzten, eleganten Touch, wie Schnee auf einem Frühlingshügel.
Genieße diese selbstgemachte Rhabarber Tarte mit Mandelcreme noch heute! Sie ist ein Beweis dafür, dass einfache Zutaten mit ein wenig Liebe und Sorgfalt zu etwas ganz Besonderem werden können. Ihre leichte Säure, gepaart mit der nussigen Süße, macht sie zu einer perfekten Begleitung für eine Tasse Kaffee oder eine Kugel Eis.
Tipp: Wenn du den Rhabarber besonders saftig magst, kannst du ihn vor dem Belegen mit der Mandelcreme kurz in etwas Zucker und Stärke wälzen. Das hilft, überschüssige Flüssigkeit zu binden und verhindert, dass der Boden zu matschig wird. Aber auch ohne diesen Schritt ist sie ein Genuss!
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Der Teig klebt oder reißt beim Ausrollen.
Das passiert oft, wenn der Teig zu warm ist. Der Schlüssel liegt in kalter Butter und schnellem Arbeiten. Gib dem Teig im Kühlschrank mehr Zeit zum Ausruhen; je kälter er ist, desto besser lässt er sich formen. Arbeite niemals auf einem warmen Untergrund und nimm dir Zeit beim Ausrollen, um unerwartete Risse zu vermeiden. Ein kleiner Trick: Wenn doch mal ein Riss entsteht, kannst du ihn mit etwas Teig wieder flicken, bevor du ihn in die Form legst. Das Geheimnis liegt in der Geduld.
Fehler 2: Der Boden wird matschig oder geht auf.
Das liegt meistens daran, dass der Boden nicht richtig vorbereitet wurde. Das mehrmalige Einstechen mit der Gabel ist hier das A und O. Es gibt den Dampf beim Backen frei und verhindert, dass der Boden sich aufbläht. Außerdem ist es wichtig, dass die Füllung nicht zu flüssig ist und die richtige Konsistenz hat, bevor sie auf den Boden kommt. Eine gut durchgekühlte Mandelcreme hilft dabei schon vor dem Backen.
Fehler 3: Die Mandelcreme ist klumpig oder grieselig.
Das passiert, wenn die Zutaten nicht richtig verbunden werden. Achte darauf, die weiche Butter und den Puderzucker wirklich schaumig zu schlagen, bis eine helle, fast weiße Masse entsteht. Die Eier müssen einzeln und gründlich untergerührt werden. Wenn du hier zu hastig bist, trennt sich die Füllung und wird nicht cremig. Auch das gründliche Einrühren der Mandeln in die Masse ist wichtig, damit sie sich gut mit den feuchten Zutaten verbinden.
Fehler 4: Der Rhabarber ist zu sauer oder zu weich.
Manche Rhabarbersorten sind von Natur aus saurer als andere. Die Süße der Mandelcreme gleicht das zwar aus, aber wenn du es dezenter magst, kannst du den Rhabarber vor dem Belegen für ein paar Minuten zuckern und ziehen lassen. Die entstehende Flüssigkeit gießt du dann ab. Achte auch auf die Schnittgröße – zu kleine Stücke zerfallen schnell, zu große lassen sich schwerer essen. Drei Zentimeter sind hier eine gute Richtlinie.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Rhabarber Tarte: Ersetze Butter durch eine hochwertige vegane Margarine oder Kokosöl und verwende pflanzliche Milchalternativen sowie ein Ei-Ersatzprodukt für die Mandelcreme. Statt Eigelb kannst du etwas pürierte Banane oder Apfelmus verwenden, um die Bindung zu erreichen. Das Ergebnis ist eine überraschend cremige und köstliche vegane Variante.
Zitronen-Mohn-Tarte: Für einen intensiveren Zitrusgeschmack kannst du zusätzlich den Saft einer halben Zitrone zur Mandelcreme geben. Eine Handvoll frischen Mohn, der kurz in warmem Wasser eingeweicht wurde, sorgt für eine interessante Textur und ein leicht nussiges Aroma, das sich wunderbar mit dem Rhabarber ergänzt.
Festliche Beeren-Rhabarber-Tarte: Mische frische Himbeeren oder Erdbeeren unter den Rhabarber. Die Süße und das leichte Aroma der Beeren schaffen eine wunderbare Ergänzung zur Säure des Rhabarbers und machen die Tarte zu einem festlichen Highlight, ideal für besondere Anlässe.
Profi-Tipps für Rhabarber Tarte mit Mandelcreme
Geheime Zutat zur perfekten Kruste: Ein Hauch von gerösteten Mandelblättchen, der kurz vor dem Backen über den Rhabarber gestreut wird, sorgt nicht nur für eine optische Veredelung, sondern auch für zusätzliche Knusprigkeit und ein wundervolles Röstaroma. Achte darauf, sie nicht zu dunkel werden zu lassen.
Rhabarber richtig vorbereiten: Der Rhabarber muss gut gewaschen und die holzigen Enden abgeschnitten werden. Je nach Dicke der Stangen kann es ratsam sein, sie vor dem Schneiden kurz zu blanchieren, um die Konsistenz zu optimieren und eine leichte Süße zu entwickeln. Das ist aber optional.
Die Kunst der Mandelcreme: Verwende für die Frangipane unbedingt sehr weiche Butter. Wenn sie noch zu fest ist, wird die Creme nicht cremig genug. Auch das gründliche Aufschlagen ist wichtig, um die richtige luftige Konsistenz zu erzielen, die die Tarte so luxuriös macht.
Tarteboden vorbacken (optional): Für eine extra knusprige Basis kannst du den Teigboden blind vorbacken (mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und für ca. 10-15 Minuten bei 180°C backen, dann ohne wieder für 5 Minuten). Das verhindert, dass der Boden zu feucht wird, besonders wenn dein Rhabarber sehr saftig ist.
Die Geduld des Abkühlens: Der wichtigste Tipp für ein perfektes Ergebnis ist, der Tarte ausreichend Zeit zum Abkühlen zu geben. Warm ist sie oft noch zu weich und zerbrechlich. Eine vollkommen ausgekühlte Tarte lässt sich leichter schneiden und servieren und die Aromen können sich besser entfalten.
Servier-Ideen für Rhabarber Tarte mit Mandelcreme
Anrichten & Dekoration
Ein leichter Hauch von Puderzucker, der wie feiner Schnee über die Tarte gesiebt wird, verleiht ihr eine zauberhafte Optik. Du kannst auch ein paar frische Minzblätter als Kontrast auf die Tarte legen, um die grüne Frische des Frühlings zu betonen. Einige der gerösteten Mandelplättchen, die du für die Tarte verwendet hast, kannst du dekorativ auf dem Teller verteilen, um das Thema der Tarte aufzugreifen.
Passende Beilagen
Eine Kugel cremiges Vanilleeis ist ein Klassiker, der die Süße der Mandelcreme aufgreift und die leichte Säure des Rhabarbers perfekt ergänzt. Alternativ passt auch ein Löffel leicht gesüßte Schlagsahne oder ein Klecks frischer griechischer Joghurt, der eine angenehme Säure beisteuert und eine gute Balance zur Tarte bildet. Für diejenigen, die es fruchtiger mögen, ist eine Erdbeer- oder Himbeersauce eine wunderbare Ergänzung.
Wenn du nach etwas Herzhaftem suchst, eine Käseplatte mit milden Sorten kann eine interessante geschmackliche Abwechslung bieten, die den süßen Abschluss des Essens abrundet. Mehr Inspiration findest du unter Abendessen und Nachspeisen.
Für besondere Anlässe
Diese Rhabarber Tarte ist wie gemacht für Osterbrunch, Muttertag oder eine frühlingshafte Gartenparty. Sie strahlt mit ihrem eleganten Äußeren und der raffinierten Kombination aus fruchtig und nussig eine festliche Leichtigkeit aus. Stell sie in die Mitte des Tisches und sie wird garantiert zum Gesprächsstoff werden.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Die abgekühlte Rhabarber Tarte bewahrst du am besten in einem luftdichten Behälter auf. So bleibt sie im Kühlschrank bis zu drei Tage frisch und behält ihre Textur. Achte darauf, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann, um das Durchweichen des Teiges zu vermeiden.
Einfrieren
Um die Tarte länger haltbar zu machen, kannst du sie einfrieren. Lasse sie dafür vollständig abkühlen und wickele sie dann fest in mehrere Schichten Frischhaltefolie und eventuell noch eine Schicht Alufolie ein. So verpackt hält sie sich im Gefrierschrank bis zu zwei Monate, ohne an Qualität zu verlieren.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Zum Aufwärmen hast du mehrere Möglichkeiten. Die beste Methode ist im Ofen: Heize deinen Backofen auf etwa 160 °C vor und erwärme die Tarte für ca. 10-15 Minuten, bis sie wieder leicht warm ist. Sie wird dabei wieder schön knusprig. Alternativ kannst du ein Stück auch kurz in der Mikrowelle erwärmen (ca. 30 Sekunden bis 1 Minute), wobei die Kruste dann aber weicher wird. Auch die Herdplatte ist eine Option: Erwärme ein Stück in einer Pfanne bei niedriger Hitze für einige Minuten.
Häufig gestellte Fragen
-
Wie lange dauert die Zubereitung der Rhabarber Tarte mit Mandelcreme insgesamt?
Die reine Zubereitungszeit, also das aktive Arbeiten, liegt bei etwa 45 Minuten bis einer Stunde. Hinzu kommt die Kühlzeit für den Teig von mindestens 30 Minuten und die Backzeit von 40-45 Minuten. Wenn man die Abkühlzeit noch mitrechnet, sollte man für die gesamte Herstellung inklusive aller Wartezeiten etwa 2,5 bis 3 Stunden einplanen. Es ist eine Tarte, die etwas Zeit und Geduld braucht, aber das Ergebnis ist jede Minute wert.
-
Kann ich anstelle von Rhabarber auch andere Früchte für diese Tarte verwenden?
Absolut! Die Frangipane-Füllung ist extrem vielseitig und harmoniert wunderbar mit vielen verschiedenen Früchten. Äpfel oder Birnen, in dünne Spalten geschnitten, sind eine hervorragende Alternative. Auch saisonale Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren oder Blaubeeren passen hervorragend und bringen eine zusätzliche Fruchtsüße mit sich. Du könntest auch eine Mischung aus verschiedenen Früchten ausprobieren, um neue Geschmackskombinationen zu entdecken. Achte nur darauf, dass die Früchte nicht zu viel Flüssigkeit abgeben, besonders wenn sie sehr saftig sind. Mehr dazu findest du auch unter easy-berry-tart.
-
Meine Tarte ist nach dem Backen noch zu weich in der Mitte. Was habe ich falsch gemacht?
Dieses Problem tritt meistens auf, wenn die Backzeit nicht ausgereicht hat oder die Temperatur des Ofens zu niedrig war. Die Mandelcreme muss richtig stocken! Überprüfe die Tarte gegen Ende der Backzeit, indem du vorsichtig mit einem Holzstäbchen in die Mitte stichst. Wenn kein flüssiger Teig daran haften bleibt und die Creme fest aussieht, ist sie fertig. Ein weiterer Grund kann eine zu hohe Feuchtigkeit durch einen sehr saftigen Rhabarber sein, hier hilft es, den Rhabarber eventuell nach dem Schneiden kurz mit etwas Zucker und Stärke zu vermischen und die Flüssigkeit abgießen zu lassen. Zuletzt: Achte darauf, dass du keine zu große Menge Rhabarber verwendest, die die Füllung überlaufen könnte. Vertraue deinem Auge und dem Kerzentest.
