Rezept: Rhabarberkuchen mit Streuseln

Der frühe April bringt oft noch einen Hauch von Winterkälte, aber mit ihm kehrt auch ein ganz bestimmtes, säuerlich-süßes Aroma in meine Küche zurück: Rhabarber. Ich erinnere mich an die klobigen Blechschüsseln meiner Oma, in denen sie den herb-roten Stiel verarbeitete, und wie der Duft von gebackener Frucht und süßen Krümeln die ganze Wohnung einhüllte. Es war ein Geruch, der nach Frühling und Geborgenheit roch, ein Versprechen auf wärmere Tage und gemeinsame Momente.

Dieser Rhabarberkuchen ist mehr als nur ein Dessert; er ist ein Stück Kindheit, eine Erinnerung an Omas Hände, die den Teig kneteten, und an unseren Tisch, der sich mit Glück füllte. Wenn ich heute die säuerlichen Stangen vorbereite, spüre ich noch immer diese Verbindung, diese Freude über den ersten saisonalen Genuss.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Der unverkennbare Duft: Kaum hat der Kuchen die warme Umarmung des Ofens verlassen, entströmt ihm ein Aroma, das süchtig macht – eine Mischung aus herbem Rhabarber und warmer, buttriger Süße, die jeden Raum in ein gemütliches Zuhause verwandelt.
  • Die Textur-Explosion: Biss für Biss erlebst du eine Symphonie der Konsistenzen: der leicht säuerliche, weiche Rhabarber trifft auf den luftigen Hefeteig und wird gekrönt von knusprigen, goldbraunen Streuseln, die bei jedem Bissen nachgeben.
  • Ein Hauch von Nostalgie: Dieses Rezept ist ein direkter Draht zu Omas Küche oder deiner eigenen Kindheit. Es weckt Erinnerungen an sorglose Tage und die einfache Freude eines selbstgebackenen Kuchens, der mit Liebe zubereitet wurde.
  • Die Perfektion des Kontrasts: Die natürliche Säure des Rhabarbers bildet einen brillanten Gegenpol zur süßen Basis und den cremigen Streuseln. Dieser geschmackliche Tanz auf der Zunge ist belebend und befriedigend zugleich, ein echtes Geschmackserlebnis.
  • Flexibilität für jeden Tag: Ob als süßer Abschluss eines Familienessens, als Begleiter zum Nachmittagskaffee oder als Highlight bei einem Picknick – dieser Kuchen passt sich jeder Gelegenheit an und zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht.

Das brauchst du

Die Qualität der Zutaten ist hier nicht zu unterschätzen; sie ist das Fundament für den authentischen Geschmack, an den ich mich so gerne erinnere. Frische Milch lässt den Hefeteig luftig aufgehen, während gute Butter den Streuseln ihre unwiderstehliche Zartheit und ihr Aroma verleiht. Der Rhabarber selbst sollte fest und nicht zu faserig sein, um die perfekte Balance aus Säure und Fruchtigkeit zu garantieren.

  • Hefe: Sorgt mit ihrer vitalen Kraft für einen leichten, luftigen Hefeteig, der die anderen Aromen wunderbar trägt.
  • Weizenmehl: Die Basis für den Teig und die Streusel, sorgt für Struktur und Bindung.
  • Zucker: Bringt Süße in den Teig und die Streusel und hilft, die Säure des Rhabarbers auszugleichen.
  • Milch: Aktiviert die Hefe und macht den Teig geschmeidig. Lauwarm ist hier das Zauberwort.
  • Butter: Unverzichtbar für den Teig und die Streusel; sie sorgt für Zartheit, Geschmack und die goldbraune Knusprigkeit.
  • Rhabarber: Die Starzutat; seine säuerliche Frische ist das Herzstück des Kuchens und spendet eine belebende Note.
  • Bourbon-Vanillezucker: Verleiht eine feine, aromatische Süße, die perfekt mit Frucht und Butter harmoniert.
  • Salz: Kleine Menge, große Wirkung. Es intensiviert die Aromen und rundet den Gesamtgeschmack ab.

Die genauen Mengenangaben findest du weiter unten in der detaillierten Rezeptübersicht.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Rhabarberkuchen ist ein Klassiker, der seine Wurzeln tief in der deutschen und auch skandinavischen Backtradition hat. Ursprünglich mag die Pflanze, die botanisch gesehen ein Gemüse ist, eher zu herzhaften Gerichten gereicht haben, doch ihre säuerliche Note fand schnell ihren Weg in Süßspeisen. Die Kombination mit süßem Teig und knusprigen Streuseln ist eine liebevolle Erfindung, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren hat.

Jahrzehntelang war der Rhabarberkuchen ein fester Bestandteil des saisonalen Backens. Er repräsentiert den Übergang, das Aufblühen der Natur nach dem langen Winter. Wenn die ersten Stauden im Garten ihre kräftigen, roten Sprossen zum Leben brachten, war Rhabarberzeit – und damit Zeit für diesen einfachen, aber genialen Kuchen.

Was diesen Kuchen zeitlos macht, ist seine Einfachheit und sein unkomplizierter Charakter. Er verlangt keine exotischen Zutaten oder komplizierten Techniken, sondern konzentriert sich auf die pure Freude an gutem Geschmack. Ein Kuchen, der erzählt, dass die besten Dinge oft die sind, die uns mit unseren Wurzeln und mit der Natur verbinden.

So bereitest du Rhabarberkuchen mit Streuseln zu

Schritt 1: Die Magie der Hefe wecken

Der erste Schritt zu einem perfekten Hefeteig beginnt mit der Hefe selbst. Zerbröckle die frische Hefe in eine kleine Schüssel – sie ist der Motor für einen luftigen Kuchen. Gib eine kleine Menge des Zuckers und etwa 100 Milliliter lauwarme Milch hinzu. Nur lauwarm,riture warm, sonst tötest du die kleinen Helfer! Verrühre alles behutsam mit einem Teelöffel. Ein kleiner Schwups Zucker ist wichtig, denn er liefert der Hefe Nahrung für ihr aufregendes Blubbern.

Das Ganze stellst du nun für etwa 15 Minuten an einen warmen Ort. Du wirst sehen, wie sich langsam ein leichter Schaum bildet. Das ist das Zeichen, dass deine Hefe lebt und bereit ist, ihre Arbeit aufzunehmen. Dieser Vorteig ist der Schlüssel für einen fluffigen Boden, der die fruchtige Last des Rhabarbers tragen kann.

Schritt 2: Die Basis für luftigen Genuss

Während die Hefe ihr Werk vollbringt, widmen wir uns dem Mehl. Siebe 480 Gramm Weizenmehl in eine größere Schüssel. Sieben sorgt für Luftigkeit, was sich später im Teig bemerkbar macht – ein kleiner Trick für ein besseres Ergebnis. Gib nun den restlichen Zucker, den Bourbon-Vanillezucker, eine Prise Salz und die weiche Butter hinzu.

Wenn der Vorteig bereit ist, gesellt er sich zu den anderen Zutaten. Füge auch die restliche lauwarme Milch hinzu und beginne dann, alles mit den Händen zu einem glatten Teig zu verkneten. Das Kneten von Hand hat etwas Beruhigendes, fast Meditatives. Arbeite den Teig für etwa fünf Minuten kräftig durch, bis er geschmeidig ist und keine klebrigen Stellen mehr aufweist. Ein gut gekneteter Teig ist die Grundlage für ein souffliertes Wunderwerk.

Schritt 3: Geduld wird belohnt

Nun braucht der Teig eine kleine Auszeit, um seine ganze Kraft zu entfalten. Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und stelle sie an einen warmen, zugfreien Ort. Eine halbe Stunde sollte er dort ungestört ruhen und gehen dürfen. Du wirst sehen, wie sich sein Volumen deutlich vergrößert und er eine luftige Leichtigkeit entwickelt. Diese Ruhephase ist entscheidend, damit der Teig später beim Backen richtig aufgeht und eine wunderbar lockere Konsistenz bekommt.

Wenn die halbe Stunde um ist, nimm den Teig wieder zur Hand. Knete ihn nochmals kurz durch. Das hilft, die Luft gleichmäßig zu verteilen und stärkt das Glutengerüst, was für die Struktur des Kuchens wichtig ist. Er ist jetzt bereit, die köstliche Rhabarberfüllung aufzunehmen und sich im Ofen in einen Traum zu verwandeln.

Schritt 4: Die Bühne für den Rhabarber bereiten

Jetzt kommt der Star auf die Bühne: der Rhabarber. Wasche die roten Stangen gründlich ab und schäle sie – das ist besonders bei älteren oder sehr faserigen Stangen ratsam, um ein angenehmeres Mundgefühl zu erreichen. Schneide den vorbereiteten Rhabarber dann in etwa zwei Zentimeter große Stücke. Diese Größe ist ideal, damit die Frucht beim Backen weich wird, aber nicht komplett zerfällt.

Verteile die Rhabarberstücke gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech. Bevor sie jedoch ihren Platz einnehmen, bestreue sie mit drei Esslöffeln Zucker. Das hilft, die natürliche Säure des Rhabarbers etwas abzufangen und eine wunderbare fruchtige Basis zu schaffen, die beim Backen leicht karamellisiert und zusätzliche Tiefe ins Spiel bringt. Der Zucker zieht den Saft aus dem Rhabarber, was wiederum den Teigboden vor übermäßiger Feuchtigkeit schützt.

Schritt 5: Die Streusel – das I-Tüpfelchen

Nun bereiten wir die Krönung für unseren Rhabarberkuchen vor: die Butterstreusel. Nimm eine weitere Schüssel und gib 250 Gramm Weizenmehl, 175 Gramm Zucker und ein Päckchen Bourbon-Vanillezucker hinein. Füge auch 175 Gramm kalte, weiche Butter in kleinen Stücken hinzu. Kalte Butter ist hier wichtig, da sie die Streusel locker und knusprig macht, anstatt sie zu einer zähen Masse zu verbinden. Die Butter sollte zwar weich sein, aber nicht geschmolzen.

Knete alle Zutaten mit den Fingern. Reibe die Butter mit Mehl und Zucker zwischen deinen Handflächen, bis sich grobe Krümel bilden. Der Teig sollte keine zusammenhängende Masse bilden, sondern aus vielen kleinen, unregelmäßigen Krümeln bestehen. Das ist der Schlüssel für die typische, knusprige Textur der Streusel, die jeden Bissen zu einem kleinen Fest machen. Arbeite rasant, um die Butter nicht zu sehr zu erwärmen.

Schritt 6: Das Finale zusammenfügen und ab in den Ofen

Lege den vorbereiteten Hefeteig auf ein leicht bemehltes Arbeitsbrett aus. Rolle ihn vorsichtig aus, bis er die Größe deines gefetteten Backblechs hat. Sollte er sich beim Ausrollen zusammenziehen, lass ihn kurz ruhen und versuche es erneut. Platziere den ausgerollten Teigboden nun auf dem gefetteten Blech. Achte darauf, dass er keine Löcher hat, um ein Durchsickern der Frucht zu verhindern.

Verteile die mit Zucker bestreuten Rhabarberstücke gleichmäßig auf dem Teigboden. Achte darauf, dass keine Lücken entstehen, aber auch nicht zu viel Rhabarber übereinander liegt, damit er gut durchgart. Streue nun die vorbereiteten Butterstreusel über den Rhabarber. Verteile sie so, dass der gesamte Kuchen bedeckt ist und du eine schöne, dicke Schicht hast, die beim Backen goldbraun und herrlich knusprig wird. Ein gleichmäßiges Verteilen sorgt für ein einheitliches Backergebnis, das sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt.

Schritt 7: Die Verwandlung im Ofen

Heize deinen Backofen auf 200 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vor. Stelle den Kuchen auf die mittlere Schiene. Die heiße Luft umströmt den Kuchen gleichmäßig und sorgt dafür, dass der Teig aufgeht, der Rhabarber weich wird und die Streusel eine wunderbare goldbraune Farbe und Knusprigkeit entwickeln. Die Backzeit beträgt etwa 30 Minuten.

Achtung: Behalte den Kuchen während der Backzeit im Auge. Jeder Ofen ist anders. Wenn die Streusel zu schnell dunkel werden, kannst du den Kuchen locker mit Alufolie abdecken. Das Wichtigste ist, dass der Teig durchgebacken ist und die Streusel eine appetitliche Bräune haben. Der Duft, der dir in dieser Zeit entgegenströmt, ist pure Vorfreude!

Tipp: Sobald der Kuchen fertig ist, nimm ihn vorsichtig aus dem Ofen. Lass ihn unbedingt vollständig auf dem Backblech auskühlen, bevor du ihn anschneidest. Das ist entscheidend, damit sich die Aromen richtig entfalten können und der Kuchen nicht auseinanderfällt. Warmer Kuchen kann innen noch nass wirken, während er nach dem Abkühlen perfekt festen Schnitt zeigt.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Der Teig ist zu klebrig

Wenn der Hefeteig nach dem Kneten immer noch extrem klebrig ist und sich nicht vom Löffel löst, liegt das oft daran, dass zu wenig Mehl verwendet wurde oder die Milch zu warm war und die Hefe zu schnell zu viel Flüssigkeit verbraucht hat. Gib lieber schluckweise noch ein wenig Mehl hinzu, bis der Teig geschmeidig, aber nicht mehr hart wird. Geduld beim Kneten ist hier wichtiger als die Menge des Mehls.

Fehler 2: Der Rhabarber ist zu wässrig

Rhabarber gibt beim Backen viel Saft ab. Wenn du zu viel davon auf den Teig gibst oder die Stücke sehr feucht sind, kann der Boden matschig werden. Ein guter Trick ist, den Rhabarber vor dem Verteilen mit etwas Zucker zu bestreuen und kurz ziehen zu lassen, wie im Rezept beschrieben. Der entstehende Saft kann dann vorsichtig abgetropft werden, bevor der Rhabarber auf den Kuchen kommt. Das konzentriert den Geschmack und verhindert eine zu feuchte Basis.

Fehler 3: Die Streusel sind nicht knusprig

Das Geheimnis knuspriger Streusel liegt in der Verwendung von kalter Butter und darin, sie nicht zu lange zu bearbeiten. Wenn die Butter zu warm wird, verschmilzt sie zu sehr mit dem Mehl und bildet eher einen mürben als einen knusprigen Teig. Arbeite die Zutaten für die Streusel schnell mit den Fingern, bis nur grobe Krümel entstehen. Sie sollten wie Sand aussehen, nicht wie ein Teig.

Variationen für jeden Geschmack

Vegane Variante: Ersetze die Butter für den Teig und die Streusel durch rein pflanzliche Margarine oder Kokosöl in fester Konsistenz. Anstelle von Kuhmilch eignet sich Haferdrink oder Sojadrink hervorragend. Achte darauf, die flüssigen Zutaten nicht zu warm zu verwenden, damit die Hefe und die Margarine gut arbeiten können.

Mit Beeren verfeinert: Kombiniere den Rhabarber mit saftigen Erdbeeren oder süßen Himbeeren. Die leichte Süße der Beeren mildert die Säure des Rhabarbers und sorgt für eine zusätzliche fruchtige Note. Eine Handvoll frische Beeren, zwischen die Rhabarberstücke auf dem Kuchen verteilt, bringt eine wundervolle Frische.

Mandel-Crunch für die Streusel: Verfeinere die Streusel, indem du eine Handvoll gehackte Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse unter die Mehl-Zucker-Mischung gibst. Das sorgt für zusätzlichen Biss und ein nussiges Aroma, das wunderbar mit dem Rhabarber harmoniert und den Kuchen zu einem herbstlichen Genuss macht.

Profi-Tipps für Rhabarberkuchen mit Streuseln

Das richtige Timing für den Rhabarber

Ernte Rhabarber am besten an einem sonnigen Tag. Dann ist sein Zuckergehalt am höchsten und seine Säure am ausgewogensten. Wenn du Rhabarber aus dem Handel kaufst, achte auf straffe, pralle Stangen, die intensiv rot bis grünlich leuchten – das sind Zeichen für Frische und guten Geschmack.

Die Säure balancieren

Wenn dein Rhabarber besonders herb ist, kannst du beim Verteilen auf dem Teig noch einen Teelöffel Zitronensaft über die Stücke träufeln. Das unterstreicht die Fruchtigkeit und verstärkt das süß-säuerliche Spiel, ohne den Rhabarbergeschmack zu überdecken. Alternativ können auch kleine Obststücke, wie süße Kirschen, die Säure ausgleichen.

Für die Perfektion der Streusel

Wenn du die Streusel besonders knusprig magst, kannst du einen Schuss kaltes Wasser zu der Streuselmasse geben und sie kurz zu einem Klumpen zusammenfügen, dann zerbröseln. Das hilft, dass die Butterkristalle besser erhalten bleiben. Alternativ die Streusel auf einem extra Blech kurz vorbacken, bis sie leicht gebräunt sind, bevor du sie auf den Kuchen gibst – sie bleiben dann garantiert knusprig.

Ein Stich Salz für den Teig

Eine kleine Prise Salz im Hefeteig ist kein Fehler, sondern ein Geheimnis. Sie hebt nicht nur die Süße hervor, sondern verstärkt auch die Hefeaktivität und sorgt für ein ausgewogeneres Aroma des gesamten Kuchens. Keine Angst, er schmeckt nicht salzig!

Servier-Ideen für Rhabarberkuchen mit Streuseln

Anrichten & Dekoration

Schneide den ausgekühlten Kuchen in großzügige Quadrate. Bestäube ihn leicht mit Puderzucker – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern verleiht eine zusätzliche subtile Süße, die den Kontrast zum Rhabarber noch betont. Ein kleines grünes Minzblatt als Garnitur setzt nicht nur einen Farbakzent, sondern duftet auch wunderbar und fügt eine frische Note hinzu, die das säuerlich-süße Aroma perfekt ergänzt.

Passende Beilagen

Dieser Kuchen brilliert pur, doch eine Kugel cremiges Vanilleeis oder ein Löffel frische Schlagsahne sind wunderbare Ergänzungen. Auch Vanillesauce, wie wir sie von unserem deutschen Pfannkuchen-Rezept kennen, passt hervorragend. Für eine leichtere Variante eignet sich auch ein Klecks griechischer Joghurt, der mit etwas Honig gesüßt ist, und so eine herrliche Cremigkeit ohne zu viel Süße bietet.

Für besondere Anlässe

Dieser Kuchen ist ein Muss für jeden Frühlings- und Sommerkaffee, sei es zu Ostern oder an einem lauen Nachmittag. Er ist auch toll für Picknicks und Gartenpartys, da er sich gut transportieren lässt. Wenn du etwas Besonderes suchst, serviere ihn als Dessert mit einer Kugel selbstgemachtem Rhabarber-Sorbet oder einem Klecks frischer Beeren – so wird er zum Star jedes Menüs.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Bewahre den ausgekühlten Kuchen am besten bei Zimmertemperatur auf, gut abgedeckt mit einer Kuchenhaube oder in einer luftdichten Box. So bleiben die Streusel länger knusprig und der Teig saftig. Wenn du ihn jedoch länger als zwei Tage aufbewahren möchtest, ist die Lagerung im Kühlschrank ratsam, um die Frische zu erhalten und ein schnelles Verderben zu vermeiden.

Einfrieren

Du kannst den Rhabarberkuchen auch gut einfrieren. Lass ihn dafür vollständig auskühlen. Schneide ihn idealerweise in einzelne Portionen und wickle jedes Stück fest in Frischhaltefolie ein, bevor du es zusätzlich in einen Gefrierbeutel gibst. So ist er für etwa zwei bis drei Monate haltbar und kann bei Bedarf portionsweise aufgetaut werden.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um den Kuchen wieder aufzuwärmen, lass die gefrorenen Portionen zunächst langsam im Kühlschrank auftauen. Für ein noch besseres Ergebnis, kannst du ihn im Ofen bei etwa 150 Grad Celsius für 10-15 Minuten erwärmen. Das hilft, die Knusprigkeit der Streusel wiederzubeleben. Alternativ kann er auch kurz in der Mikrowelle erwärmt werden, aber die Ofenmethode ist meist schonender für die Textur.

Häufig gestellte Fragen

  1. Mein Rhabarber ist sehr sauer, wie kann ich das am besten ausgleichen?

    Das ist eine häufige Frage! Die natürliche Säure des Rhabarbers ist ja gerade das, was ihn so besonders macht, aber manchmal kann sie schon sehr intensiv sein. Neben dem Zucker im Teig und den Streuseln, wie im Rezept beschrieben, gibt es mehrere Tricks. Du kannst den Rhabarber vor dem Backen zusätzlich mit weniger Zucker bestreuen und ihn kurz ziehen lassen – so gibt er etwas Saft ab, den du vorsichtig abgießen kannst. Wenn du ganz sichergehen willst, kannst du auch ein paar süße Früchte wie Erdbeeren oder Himbeeren mit unter den Rhabarber mischen. Ein kleiner Schuss Zitronensaft über den Rhabarber streuen kann die Süße hervorheben und die Säure harmonischer machen, statt sie zu überdecken. Auch die Wahl des Rhabarbers spielt eine Rolle: Frühjahrsrhabarber ist oft milder als Spätsommerrhabarber.

  2. Wie mache ich die Streusel extra knusprig? Mein Kuchen wird oft nach kurzer Zeit matschig.

    Knusprige Streusel sind die Seele eines guten Kuchens! Der Schlüssel liegt oft in der Butter. Achte darauf, dass die Butter für die Streusel wirklich kalt, aber weich ist – sie sollte sich noch gut zerdrücken lassen, aber nicht geschmolzen sein. Arbeits deine Zutaten für die Streusel schnell mit den Fingern, bis sich grobe Krümel bilden. Wenn die Mischung zu warm wird, verbindet sich die Butter zu sehr und die Streusel werden eher mürbe. Ein weiterer Tipp: Wenn die Streusel nach dem Backen weich werden, liegt das oft an der Feuchtigkeit aus dem Rhabarber. Stelle sicher, dass dein Rhabarber nicht zu feucht auf dem Teig liegt (siehe Frage 1). Lasse den Kuchen nach dem Backen zudem vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen, damit die Luft zirkulieren kann. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, kannst du die Streusel auch separat für 10 Minuten bei 180 Grad C im Ofen vorbacken, bevor du sie auf den Rhabarber legst.

  3. Ich bin kein Fan von Hefeteig. Gibt es Alternativen für den Boden meines Rhabarberkuchens?

    Absolut! Hefeteig ist zwar köstlich und passt wunderbar zur leichten Säure des Rhabarbers, aber es gibt fantastische Alternativen. Eine sehr beliebte Variante ist ein Mürbeteigboden. Dafür einfach 200g Mehl, 100g kalte Butter, 50g Zucker, ein Ei und eine Prise Salz schnell verkneten, bis ein fester Teig entsteht. Diesen kühlt du kurz und rollst ihn dann auf deinem Backblech aus, bevor du ihn mit Rhabarber und Streuseln belegst. Eine weitere Möglichkeit ist ein einfacher Rührteig, bei dem du 150g weiche Butter mit 150g Zucker cremig schlägst, zwei Eier nach und nach unterrührst, dann 200g Mehl mit einem Teelöffel Backpulver und einer Prise Salz unterhebst. Diesen Teig streichst du direkt aufs Blech und belegst ihn dann.

Fruchtiger Rhabarberkuchen mit Butterstreuseln

Fruchtiger Rhabarberkuchen mit Butterstreuseln

Ein köstlicher Blechkuchen mit fruchtigem Rhabarber und knusprigen Butterstreuseln auf lockerem Hefeteig. Perfekt für jede Gelegenheit!

4.8 from 573 reviews
Prep Time 30 Minuten
Cook Time 30 Minuten
Total Time 1 Stunde
Servings 4 Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch By:ELENA
Servings
  • Für den Teig:
  • 1 Würfel frische Hefe (ca. 40 g)
  • 50 g Zucker
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 480 g Weizenmehl 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker 1 Prise Salz
  • 50 g weiche Butter
  • Für den Belag:
  • 1,5 kg Rhabarber
  • 3 EL Zucker
  • Für die Streusel:
  • 250 g Weizenmehl
  • 175 g Zucker 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 175 g weiche Butter
  • Kochen
  1. 1Hefe zerbröckeln und mit 100 ml lauwarmer Milch und einem Esslöffel Zucker in einer Schüssel zu einem Vorteig verrühren. Diesen bei Zimmertemperatur etwa 15 Minuten gehen lassen.
  2. 2Anschließend Mehl in eine Schüssel sieben. Den Vorteig mit dem restlichen Zucker, Vanillezucker, Butter und der Milch dazugeben. Alles mit den Händen etwa fünf Minuten zu einer glatten Masse verkneten.
  3. 3Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen.
  4. 4Danach nochmals mit den Händen durchkneten. Anschließend den Kuchenteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf ein gefettetes Backblech legen.
  5. 5Rhabarber waschen, schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Rhabarberstücke zuckern und gleichmäßig auf dem Blech verteilen.
  6. 6Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker und weiche Butter in eine Schüssel geben und die Zutaten mit den Händen durchkneten bis sich Streusel bilden.
  7. 7Anschließend die Streusel gleichmäßig über dem Kuchenbelag verteilen.
  8. 8Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene 30 Minuten bei etwa 200 Grad Celsius backen.
  9. 9Vor dem Verzehr auskühlen lassen.
Botanisch gesehen, gehört Rhabarber eigentlich zu den Gemüsesorten. In den meisten Rezepten wird er dennoch wie Obst zubereitet.
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