☆ Saftiger Rhabarberkuchen mit Baiserhaube – 1:10 h – Rezept – Servus
Es war ein grauer Aprilmorgen, an dem der erste Sonnenstrahl zaghaft durch die Wolken brach und auf die noch feuchten Fensterbänke meiner Kindheit fiel. Genau an solchen Tagen, wenn die Welt draußen noch nach nassem Laub und der Versprechung auf wärmere Zeiten roch, holte meine Großmutter die gute alte Emaille-Schüssel hervor.
Der Duft von frisch gemahlenem Mehl, das leise Rascheln der Zuckerpackung und das Klappern der Eierschalen – das waren die Klänge ihrer ganz persönlichen Morgenmusik. Nichts verband mich damals so stark mit dem nahenden Frühling wie die Vorstellung ihres Rhabarberkuchens.
Rhabarber-Baiser-Kuchen
Ein köstlicher Rhabarberkuchen mit einer luftigen Baiserschicht, perfekt für den Frühling und Sommer.
- 300 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 60 g Zucker
- 150 g Butter
- 3 Eigelb
- eventuell etwas Rahm oder Milch
- 1 kg Rhabarber
- 80 g Feinkristallzucker
- Zitronensaft
- Wasser
- 3 Eiklar
- 100 g Zucker (für die Baisermasse)
- Backen
- 1Für den Teig Mehl mit Backpulver und Zucker vermischen. Butter abbröseln und mit den Eigelb sowie nach Geschmack mit Milch rasch verkneten.
- 2Backblech mit Butter ausstreichen. Den Teig auswalken und auf das Blech legen.
- 3Den Backofen bei Ober- und Unterhitze auf 160 °C vorheizen und den Teig auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten vorbacken.
- 4Rhabarber putzen und kleinschneiden. In einem Topf mit Zucker, Zitronensaft und etwas Wasser weichdünsten.
- 5Den gedünsteten Rhabarber auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen.
- 6Eiklar mit Zucker zu einem festen Schnee schlagen und auf den Rhabarber streichen.
- 7Im Backofen bei 160 °C ca. 20 Minuten fertigbacken, bis die Schneeschicht hellbraun ist.
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Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Erinnerung an den ersten Biss: Stell dir vor, wie die zarte, leicht süße Baiserhaube aufbricht und die saftig-säuerliche Rhabarberfüllung darunter zum Vorschein kommt. Ein Kontrastspiel, das deine Geschmacksknospen tanzen lässt.
- Duft von Glück: Schon beim Backen steigt ein unwiderstehliches Aroma auf – eine Mischung aus frischem Rhabarber, warmer Butter und einer unterschwelligen Süße, die das ganze Haus erfüllt und zum Schmunzeln bringt.
- Sofortiges Glücksgefühl: Dieser Kuchen ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch Balsam für die Seele. Er weckt Kindheitserinnerungen und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Gemütlichkeit, das seinesgleichen sucht.
- Perfekte Balance: Die natürliche Säure des Rhabarbers wird durch die leichte Süße des Bodens und die lockere Baiserhaube wunderbar ausbalanciert. Es ist, als ob alle Geschmacksnuancen harmonisch zusammenarbeiten.
- Einfach, aber beeindruckend: Auch wenn er wie ein Meisterwerk wirkt, ist die Zubereitung überraschend unkompliziert. Ein Erfolgserlebnis für jeden Hobbybäcker, garantiert.
Das brauchst du
Die Qualität der Zutaten ist bei diesem Kuchen das A und O, denn gerade die Einfachheit lässt die einzelnen Aromen umso mehr glänzen. Ein guter Rhabarber, der noch die Frische des Frühlings in sich trägt, macht den entscheidenden Unterschied. Genauso wichtig ist eine hochwertige Butter, die dem Teig die nötige Mürbheit und den feinen Geschmack verleiht. Nur so entfaltet sich die Magie, die deine Küche in eine duftende Oase verwandelt.
- Mehl: Das Rückgrat jedes Teigs, hier sorgt es für die Struktur.
- Backpulver: Sorgt für einen lockeren, luftigen Boden, der zart auf der Zunge zergeht.
- Zucker: Nicht nur für die Süße, sondern auch für die goldbraune Kruste und die Balance zur Rhabarbersäure.
- Butter: Das Geheimnis für einen mürben, buttrigen Teig, der leicht zerfällt.
- Eidotter: Binden den Teig und geben ihm eine samtige Textur.
- Milch oder Rahm: Je nach Bedarf, um den Teig geschmeidig zu machen.
- Rhabarber: Das Herzstück, seine säuerliche Frische ist essenziell.
- Feinkristallzucker: Für die Süße im Belag und die Textur im Baiser.
- Zitronensaft: Verstärkt die Fruchtigkeit des Rhabarbers und sorgt für Frische.
- Wasser: Hilft beim Dünsten des Rhabarbers.
- Eiklar: Bildet die luftige, leicht süße Baiserhaube, die beim Backen goldbraun wird.
Alle Mengenangaben findest du in der separaten Rezeptkarte.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Dessert; er ist ein kulinarisches Erbe, das tief in den traditionellen Backstuben Österreichs verwurzelt ist. Der Rhabarber selbst, einst als Heilpflanze geschätzt, fand ab dem 19. Jahrhundert seinen Weg auf die Teller und eroberte schnell die Herzen der Hausfrauen. Seine säuerliche Komponente, die an Zitrusfrüchte erinnert, machte ihn zum perfekten Partner für süße Teige.
Die Idee, den säuerlichen Rhabarber unter einer süßen, luftigen Haube zu backen, ist ein Geniestreich, der die Aromen perfekt zur Geltung bringt. Während traditionelle Rezepte oft einfache Streusel oder einen gedeckten Boden kannten, hat sich die Variante mit der Baiserhaube, also dem Eischnee, als besonders beliebt herauskristallisiert. Sie verleiht dem Kuchen eine unvergleichliche Leichtigkeit und eine edle Erscheinung.
Was diesen Kuchen zeitlos macht, ist die perfekte Symbiose aus Säure und Süße, Textur und Aroma. Er repräsentiert die Essenz der saisonalen Küche, in der die Gaben der Natur in ihrer reinsten Form gefeiert werden. Ein echtes Stück österreichischer Backtradition, das jede Tafel bereichert und Erinnerungen weckt. Mehr über die Geschichte des Rhabarbers und die Kunst des Backens kannst du hier erfahren.
So bereitest du Rhabarberkuchen Zubereitung zu
Schritt 1: Der Kern der Süße – Der Mürbteig
Alles beginnt mit einem guten Fundament, und dieses bildet der klassische Mürbteig. Nimm dir deine größte Schüssel, nimm dir Zeit und gib das Mehl hinein. Gib das Backpulver und den Zucker dazu – hier entsteht die erste süße Magie. Wenn die Butter noch kühl ist, wird sie in kleinen Flöckchen über die trockenen Zutaten gegeben. Nun kommt der Moment, in dem du mit den Fingern arbeitest, bis eine krümelige Masse entsteht, die an grobes Paniermehl erinnert.
Das ist die Kunst des “Abbröselns”, bei dem die Butter sich mit Mehl verbindet, aber nicht zu warm wird. Gib nun die Eidotter hinzu – sie sind die Bindeglieder, die den Teig zusammenhalten. Falls deine Mischung noch zu trocken ist, nimmst du entweder einen Schuss Rahm oder Milch, aber wirklich nur einen Hauch. Knete den Teig nur so lange, bis er gerade eben zusammenhält. Überkneten macht ihn zäh, und das wollen wir nicht.
Ein entscheidender Trick ist, den Teig nach dem Zusammenkneten in Frischhaltefolie zu wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank zu legen. Das gibt der Butter Zeit, sich wieder zu verfestigen und macht das Ausrollen später zum Kinderspiel. Du wirst merken, dass der Teig geschmeidiger wird und sich besser verarbeiten lässt, ohne zu kleben.
Tipp: Wenn du keine Zeit hast, den Teig kaltzustellen, kannst du auch versuchen, ihn direkt weiterzuverarbeiten. Achte dann aber darauf, dass die Butter wirklich noch sehr kalt ist und du ihn zügig verarbeitest.
Schritt 2: Das Vorbacken – Eine stabile Basis für den Fruchtgenuss
Nachdem dein Teig ausreichend gekühlt ist, nimmst du ihn aus dem Kühlschrank. Heize dein Backrohr auf 160°C Ober-/Unterhitze vor. Suche dir dein Backblech – ein mit Butter ausgestrichenes Blech ist der Klassiker, das verhindert Anhaften. Nimm den Teig und forme ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck, das groß genug ist, um dein gesamtes Blech zu bedecken. Sei dabei nicht zu sparsam mit dem Mehl, damit nichts kleben bleibt.
Lege den ausgerollten Teig nun vorsichtig auf das vorbereitete Backblech. Drücke ihn sanft an, sodass er den Boden gleichmäßig bedeckt und auch einen kleinen Rand bildet. Stich den Teigboden mehrmals mit einer Gabel ein – das verhindert, dass er beim Backen unkontrolliert aufsteigt und Blasen wirft. Nun kommt das Blech in die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens, und wir lassen den Boden für etwa 20 Minuten vorbacken.
Dieser kurze Backvorgang ist entscheidend. Er sorgt dafür, dass derboden eine gewisse Stabilität bekommt, bevor der feuchte Rhabarber darauf kommt. So verhindert man, dass der Boden später matschig wird. Du merkst, dass er fertig ist, wenn er leicht goldbraun wird und sich fest anfühlt. Nimm ihn also nach den 20 Minuten vorsichtig aus dem Ofen und lass ihn kurz abkühlen, während du dich um den Rhabarber kümmerst.
Achtung: Die Vorbackzeit kann je nach Ofen variieren. Behalte den Boden gut im Auge, damit er nicht zu dunkel wird.
Schritt 3: Die Säure erwecken – Den Rhabarber vorbereiten
Nun widmen wir uns dem Star des Kuchens: dem Rhabarber. Nimm die gut 1 kg Rhabarberstangen zur Hand. Wasche sie gründlich und entferne alle Blätter und die holzigen Enden. Wenn die Stangen sehr dick sind, kannst du sie eventuell schälen, aber meist ist das nicht nötig. Schneide sie dann in etwa 2–3 cm große Stücke. Die Konsistenz sollte angenehm klein sein, aber nicht zerkocht wirken.
Gib die Rhabarberstücke zusammen mit etwa 80 g Feinkristallzucker in einen Topf. Füge einen guten Schuss Zitronensaft hinzu – das intensiviert die natürliche Säure und Frische des Rhabarbers und gibt dem Kuchen eine besondere Note. Gib noch ein kleines bisschen Wasser dazu, nicht zu viel, nur so viel, dass der Boden des Topfes bedeckt ist.
Nun wird der Rhabarber auf mittlerer Hitze langsam gedünstet, bis er weich ist. Rühre dabei gelegentlich um, damit nichts anbrennt. Ziel ist es, dass die Stücke ihre Form noch leicht behalten, aber deutlich weich geworden sind. Wenn er zu flüssig wird, kannst du die Hitze etwas erhöhen und ihn leicht einkochen lassen. Der Geschmack sollte jetzt deutlich säuerlich, aber auch angenehm fruchtig sein.
Tipp: Wenn du einen sehr süßen Rhabarber hast, reduziere die Zuckermenge im Topf. Umgekehrt, bei sehr saurem Rhabarber, kannst du ein kleines bisschen mehr Zucker hinzufügen.
Schritt 4: Der fruchtige Belag – Eine Schicht des Frühlings
Sobald der Rhabarber weich gedünstet ist und eine leicht sirupartige Konsistenz angenommen hat, nimmst du ihn vom Herd. Lass ihn kurz etwas abkühlen und verteile ihn dann gleichmäßig auf dem vorgebackenen Mürbteigboden. Streiche ihn vorsichtig mit einem Löffel aus, sodass er den gesamten Boden bedeckt und eine schöne, gleichmäßige Schicht bildet. Achte darauf, dass die Stücke nicht zu dicht liegen, aber auch keine großen Lücken entstehen.
Die Rhabarbermasse sollte noch leicht feucht sein, aber nicht wässrig. Die leichte Säure des Rhabarbers wird nun durch den süßen Boden perfekt ergänzt. Dies ist der Moment, in dem der Kuchen seine charakteristische Note bekommt – die perfekte Balance zwischen süß und sauer. Die leuchtende Farbe des Rhabarbers ist bereits ein Fest für die Augen und lässt Vorfreude auf das Endergebnis steigen.
Nun ist dein Boden mit dem fruchtigen Kern bereit für den finalen Touch. Dieser Belag ist das Herzstück, das dem Kuchen seine Frühlingsfrische verleiht und ihn von anderen Kuchen abhebt. Du hast die Basis geschaffen, und jetzt kommt der krönende Abschluss.
Achtung: Achte darauf, dass der Rhabarber nicht zu flüssig ist. Sollte er zu viel Saft enthalten, kannst du diesen kurz abgießen oder nochmals ein paar Minuten einkochen lassen, bevor du ihn auf dem Kuchen verteilst.
Schritt 5: Die Baiserhaube – Ein Hauch von Himmel
Jetzt kommt der magischste Teil: die Baiserhaube. Nimm zwei bis drei Eiklar zur Hand. Wichtig ist, dass die Schüssel und der Schneebesen absolut fettfrei und trocken sind, sonst will das Eiweiß nicht steif werden. Beginne langsam, das Eiweiß mit dem Schneebesen oder dem Handmixer zu schlagen. Sobald sich Schaum bildet, erhöhe die Geschwindigkeit.
Gib nun nach und nach etwa 100 g Feinkristallzucker hinzu. Schlage das Eiweiß weiter auf höchster Stufe, bis es einen festen, glänzenden Eischnee ergibt. Wenn du die Schüssel umdrehst, sollte der Schnee nicht herausfallen. Das nennt man “fester Schnee” oder “Spitze schlagen”. Achte darauf, dass der Zucker vollständig aufgelöst ist, sonst schmeckt das Baiser sandig.
Nun verteilst du diesen luftigen Eischnee kunstvoll auf dem Rhabarberbelag. Du kannst ihn einfach grob verstreichen oder mit einem Löffel kleine Wellen und Spitzen formen, die beim Backen eine hübsche Textur ergeben. Sei großzügig – die Haube sollte den Rhabarber gut bedecken und stolz aufragen.
Das Blech mit dem fertigen Kuchen kommt nun wieder ins auf 160°C vorgeheizte Backrohr, diesmal auf die mittlere Schiene. Hier backt er weitere etwa 20 Minuten. Beobachte ihn gut: Die Baiserhaube soll eine wunderschöne, hellbraune Farbe annehmen, wie leicht gebräunte Sonnenstrahlen. Nicht zu dunkel, aber auch nicht blass – genau richtig, um Appetit zu machen.
Profi-Tipp: Wenn dein Rhabarber sehr säuerlich war, kannst du dem Eischnee noch einen Teelöffel Zucker hinzufügen, um die Süße perfekt abzurunden. Aber vorsicht – zu viel Zucker lässt das Baiser eher gelb werden.
Schritt 6: Die Ruhe vor dem Genuss – Abkühlen und Entspannen
Nachdem dein Prachtstück aus dem Ofen kommt, riecht die ganze Küche nach purem Glück. Die Baiserhaube hat eine herrliche Farbe angenommen, und der Rhabarber darunter verspricht eine fruchtige Überraschung. Jetzt kommt ein wichtiger, aber oft unterschätzter Schritt: das langsame Abkühlen.
Nimm den Kuchen aus dem Backrohr und lass ihn zuerst auf dem Backblech für etwa 15-20 Minuten ruhen. Dies ist entscheidend, damit sich die Strukturen im Kuchen setzen können und er beim Heraustragen nicht zerbricht. Du siehst, wie die Baiserhaube sich langsam leicht senkt – ein Zeichen dafür, dass sie ihre endgültige Form annimmt.
Danach löse den Kuchen vorsichtig vom Blech – entweder, indem du ihn auf ein Kuchengitter schiebst, oder du schneidest ihn direkt auf dem Blech in Portionen. Lass ihn dann vollständig auskühlen, bevor du ihn anschneidest. Das mag schwerfallen, wenn der Duft so verlockend ist, aber es ist wichtig, damit die Aromen sich entfalten können und der Kuchen beim Anschneiden nicht auseinanderfällt.
Geduld wird hier belohnt. Ein langsam abgekühlter Rhabarberkuchen schmeckt intensiver, die Texturen sind besser, und das Anschneiden wird zu einem sauberen, schönen Erlebnis. Du wirst merken, dass es sich lohnt, diesen Moment des Auskühlens bewusst zu genießen, vielleicht bei einer Tasse Kaffee oder Tee, während du dich auf den bevorstehenden Genuss vorbereitest.
Wichtiger Hinweis: Wenn du merkst, dass die Baiserhaube zu schnell bräunt, kannst du das Backrohr auf 150°C reduzieren oder das Blech mit Alufolie abdecken, um ein Verbrennen zu verhindern.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu nasser Rhabarber
Wenn der Rhabarber zu viel Flüssigkeit abgibt, wird der Mürbteigboden durchweichen. Das passiert, wenn man ihn zu lange oder zu flüssig dünstet. Tipp: Lass die Rhabarbermasse nach dem Dünsten etwas abtropfen oder köchle sie kurz ein, bis eine eher dickflüssige Konsistenz entsteht. Verteile den Rhabarber daraufhin auf dem vorgebackenen Boden.
Fehler 2: Unstabiles Baiser
Wenn der Eischnee nicht richtig steif geschlagen wird, kann das Baiser beim Backen zerlaufen oder eine gummiartige Konsistenz bekommen. Achte darauf, dass Schüssel und Schneebesen absolut sauber und fettfrei sind. Schlage das Eiweiß schrittweise mit dem Zucker, bis feste Spitzen entstehen, die nicht zusammenfallen.
Fehler 3: Zu kurzer Vorback- oder Endback-Zeit
Ein nicht ausreichend vorgebackener Boden wird matschig. Eine zu kurze Endbackzeit lässt das Baiser blass und die Rhabarberfüllung flüssig. Halte dich an die angegebenen Zeiten, aber beobachte den Kuchen. Der Boden sollte leicht gebräunt sein, die Baiserhaube goldbraun.
Fehler 4: Anschneiden im heißen Zustand
Ungeduld siegt manchmal. Wenn der Kuchen noch warm ist, läuft die Füllung beim Anschneiden leicht heraus und der Kuchen zerfällt. Lass den Kuchen unbedingt vollständig auskühlen. Das gibt ihm Zeit, sich zu setzen, und sorgt für saubere Schnitte.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Variante: Ersetze die Butter im Teig durch eine pflanzliche Margarine oder Kokosöl (geschmacksneutral). Verwende für das Baiser Aquafaba (Kichererbsenwasser), das aufgeschlagen wird, und binde deine Rhabarberfüllung mit etwas Speisestärke, da Eigelb fehlt.
Mit Kokosnote: Gib eine Handvoll geriebene Kokosraspeln zum Mürbteig. Wenn du möchtest, kannst du auch einen Teil des Zuckers im Baiser durch Kokosblütenzucker ersetzen, um eine karamellige Note zu erzielen. Das passt wunderbar zur säuerlichen Frucht.
Festlicher Rhabarber-Mohn-Kuchen: Füge dem Teig 2-3 Esslöffel gemahlenen Mohn hinzu. Für die Rhabarberfüllung kannst du noch einen Hauch von Vanilleextrakt oder etwas geriebene Tonkabohne geben, um dem Gericht eine besondere Tiefe zu verleihen.
Profi-Tipps für Rhabarberkuchen Zubereitung
Rhabarber vorkochen mit Orangenschale: Gib beim Dünsten des Rhabarbers eine unbehandelte Orangenschale (Spiralen) mit hinein. Das verleiht der Füllung eine subtile Zitrusnote, die den Rhabarber wunderbar ergänzt.
Mürbteig nicht überkneten: Das ist wirklich entscheidend für einen zarten Boden. Sobald die Zutaten gerade eben verbunden sind, hör auf zu kneten. Lieber ein paar kleine Mehlstückchen als ein zäher Teig.
Baiser aufspritzen: Anstatt das Baiser nur zu verstreichen, kannst du es auch mit einem Spritzbeutel auf die Rhabarberfüllung aufdressieren. Das sieht besonders hübsch aus und sorgt für gleichmäßige, krosse Spitzen.
Eine Prise Salz im Baiser: Eine winzige Prise Salz im Eiweiß verstärkt die Süße und macht das Baisergeschmack harmonischer. Aber wirklich nur eine Messerspitze!
Früchte im Wechsel: Wenn Rhabarber gerade nicht Saison hat, kannst du ihn auch mit Äpfeln oder Beeren kombinieren. Das Mischverhältnis ist dann aber anzupassen, je nach Säure und Saftigkeit der Früchte.
Servier-Ideen für Rhabarberkuchen Zubereitung
Anrichten & Dekoration
Sobald der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, kannst du ihn pur genießen. Für eine optische Aufwertung kannst du ihn leicht mit Puderzucker bestäuben, sodass ein zarter Schnee über die Baiserhaube fällt. Alternativ kannst du ein paar frische Minzblätter oder essbare Blüten zur Dekoration verwenden. Auch ein paar dünne Rhabarberstreifen, die du vorher kurz in Zuckersirup blanchiert hast, sehen sehr edel aus.
Passende Beilagen
Dieser Kuchen ist ein wahrer Genuss für sich, harmoniert aber wunderbar mit einer klassischen Vanillesauce. Auch leicht gesüßte Schlagsahne passt hervorragend. Für eine erfrischende Ergänzung kannst du dazu eine Kugel Zitronensorbet oder ein leichtes Joghurt-Dip servieren. Wer es klassisch mag, genießt ihn zu einer Tasse starken schwarzen Kaffee oder einem frischen Kräutertee. Mehr Ideen für großartige Desserts findest du unter Desserts.
Für besondere Anlässe
Dieser Rhabarberkuchen ist ideal für den Ostertisch, den Muttertag, Geburtstagsfeiern im Frühling oder einfach als süße Belohnung an einem sonnigen Nachmittag. Seine Frühlingsfrische und die elegante Präsentation machen ihn zu einem Hingucker auf jeder Kaffeetafel. Er passt perfekt zu einem leichten Brunch oder als Abschluss eines mehrgängigen Frühlingsmenüs. Für ein unkompliziertes Sonntagsfrühstück oder ein festliches Abendessen ist er immer eine gute Wahl.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Bewahre übrig gebliebenen Rhabarberkuchen am besten bei Raumtemperatur auf, wenn die Außentemperatur nicht zu hoch ist. Decke ihn dazu locker mit Frischhaltefolie oder einer Kuchenhaube ab, damit er nicht austrocknet. So bleibt er zwei bis maximal drei Tage frisch.
Einfrieren
Wenn du größere Mengen hast oder den Kuchen für später aufbewahren möchtest, kannst du ihn gut einfrieren. Lass ihn dafür zuerst vollständig auskühlen. Schneide ihn entweder in einzelne Stücke oder friere den ganzen Kuchen ein. Wickle die Stücke oder den ganzen Kuchen sorgfältig in Frischhaltefolie und lege sie dann in einen gefrierfesten Beutel oder Behälter. So ist er für etwa 2–3 Monate haltbar.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Um gefrorene Kuchenstücke aufzutauen, nimm sie am besten einige Stunden vor dem Verzehr aus dem Gefrierfach und lass sie bei Raumtemperatur auftauen. Solltest du den Kuchen etwas aufwärmen wollen, um ihn warm zu genießen, geht das im Backofen bei niedriger Temperatur (ca. 100-120°C) für etwa 10-15 Minuten. Achte darauf, dass die Baiserhaube nicht zu braun wird.
Häufig gestellte Fragen
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Mein Rhabarber ist sehr wässrig, was kann ich tun?
Das ist ein häufiges Problem, besonders bei sehr saftigen Rhabarbersorten. Um das zu vermeiden, ist es ratsam, die Rhabarberstücke nach dem Zuschneiden für etwa 30 Minuten in einer Schüssel mit etwas Zucker und eventuell einem Esslöffel Zitronensaft stehen zu lassen. Der Rhabarber zieht dann Saft. Gieße diesen Saft ab und lass die Stücke eventuell noch kurz auf einem Sieb abtropfen, bevor du sie weiterverarbeitest. Alternativ kannst du die Rhabarbermasse nach dem Dünsten nochmals kurz einkochen lassen, um überschüssige Flüssigkeit zu verdampfen. Du kannst auch ein bis zwei Esslöffel Speisestärke vor dem Dünsten unter die Rhabarberstücke mischen.
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Warum wird mein Baiser nicht steif?
Das liegt meist an Fettresten. Stelle sicher, dass die Schüssel, in der du das Eiweiß schlägst, sowie die Rührbesen absolut sauber und fettfrei sind. Vermeide jeglichen Kontakt von Eigelb mit dem Eiweiß. Auch wenn nur ein winziger Tropfen Eigelb hineingerät, kann das Eiweiß nicht richtig steif werden. Schlag das Eiweiß zuerst langsam an und erhöhe dann allmählich die Geschwindigkeit. Gib den Zucker erst hinzu, wenn das Eiweiß bereits schäumt, und zwar nach und nach.
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Wie kann ich sicherstellen, dass der Mürbteigboden nicht durchweicht?
Das A und O ist das Vorbacken des Bodens. Dadurch erhält er eine stabile Struktur, bevor die feuchte Rhabarberfüllung darauf kommt. Stelle zudem sicher, dass die Rhabarberfüllung nicht zu flüssig ist (siehe Frage 1). Wenn du ganz sichergehen möchtest, kannst du den vorgebackenen Boden nach dem Abkühlen noch dünn mit flüssiger Schokolade oder geschmolzener Butter bestreichen. Diese bildet eine kleine Barriere, die die Feuchtigkeit der Füllung abhält. Aber auch ohne diesen zusätzlichen Schritt ist das Vorbacken oft schon ausreichend.
