Rhabarberschnitten | Die besten Backrezepte mit Gelinggarantie

Der Duft von frisch gebackenem Teig und süß-säuerlichem Rhabarber – allein diese Vorstellung zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. Es sind oft die einfachen Dinge, die uns tief berühren und an Omas Küche erinnern, an Sorglosigkeit und pure Frühlingsgefühle. Genau so ein Moment ist es, wenn die ersten rötlichen Stangen des Jahres im Supermarkt liegen und mich magisch anziehen.

Dieses Gefühl von Nostalgie und Vorfreude fließt direkt in meine Küche, wenn ich mich an die Zubereitung dieses klassischen Gebäcks mache. Es ist nicht nur ein Kuchen, es ist ein Gefühl von Heimat, eingefangen in einer Form – und heute teile ich dieses Gefühl mit dir.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Hauch von Kindheit: Stell dir vor, wie der süß-säuerliche Rhabarber auf der Zunge zergeht, eingerahmt von luftiger Sahne und einem zarten Biskuitboden – das ist pure Nostalgie vergangener Sonntagnachmittage.
  • Optischer Genuss: Die zarten Schokoraspeln, die wie feine Kristalle auf der hellen Sahne liegen, machen diese Schnitten zu einem wahren Augenschmaus, der jede Kaffeetafel veredelt.
  • Texturvielfalt: Vom federleichten Biskuit über das leicht stückige Rhabarberkompott bis hin zur cremigen Sahne – jeder Bissen bietet ein spannendes Zusammenspiel der Sinne.
  • Flexibilität der Natur: Du kannst dieses Rezept leicht an deine persönlichen Vorlieben anpassen, indem du unterschiedliche Fruchtsäfte oder Beeren hinzufügst, um deinem Geschmack eine persönliche Note zu geben.
  • Das gewisse Etwas: Dieses Gebäck ist mehr als nur ein simples Dessert; es ist ein kleines Kunstwerk, das Leichtigkeit und Eleganz auf deinen Teller bringt.

Das brauchst du

Für wahrhaft Rhabarberschnitten, die auf der Zunge zergehen, spielt die Qualität der Zutaten eine entscheidende Rolle. Frischer Rhabarber, der noch knackig ist und eine pralle rote Farbe hat, ist die Grundlage für das perfekte Kompott. Bei Eiern achte ich auf Frische und am besten auf solche aus Freilandhaltung, denn das macht sich im Teig bemerkbar.

  • Frischer Rhabarber: Unverzichtbar für die fruchtige und leicht säuerliche Note, die diesen Kuchen so besonders macht.
  • Hochwertige Sahne: Wird sie steif geschlagen, bildet sie die luftig-cremige Schicht, die das herbe Aroma des Rhabarbers perfekt ausbalanciert.
  • Mildes Mehl (Type 405): Sorgt für einen zarten und fluffigen Biskuitboden, der die anderen Komponenten wunderbar ergänzt.
  • Zartbitterschokolade: Verleiht den finalen Schnitten eine elegante Bitternote und eine ansprechende Optik, wenn sie als feine Raspel darüber gestreut wird.
  • Ein guter Fruchtsaft: Er rundet die Säure des Rhabarbers ab und verleiht dem Kompott eine zusätzliche tiefere Fruchtigkeit – versuch mal Himbeer oder Johannisbeer.

Die genauen Mengenangaben für diese Köstlichkeit findest du weiter unten in der Rezeptkarte, denn Präzision ist beim Backen eine wichtige Kunst.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Rhabarberschnitten haben ihren Ursprung in der bürgerlichen Küche Mitteleuropas, wo man schon lange die kulinarischen Gaben der Natur zu schätzen wusste. Diese Kombination aus süß, sauer und cremig war ein perfekter Ausdruck des Frühlings und frühen Sommers, einer Zeit, in der frische Früchte und Gemüse wieder auf den Tisch kamen.

Ursprünglich oft als einfacher Blechkuchen gebacken, hat sich das Rezept über die Jahrzehnte verfeinert und verfeinert. Die Idee, einen luftigen Biskuitboden zu verwenden und das Ganze mit einer süßen Sahnecreme zu krönen, machte aus einem rustikalen Kuchen ein elegantes Dessert, das auf keiner Festtafel fehlte.

Was dieses Gebäck zeitlos macht, ist seine perfekte Balance. Die natürliche Säure des Rhabarbers ist erfrischend und belebend, während die Süße der Sahne und des Biskuits für Wohlgefühl sorgen. Es ist ein Gericht, das sowohl durch seine Einfachheit als auch durch seine Raffinesse besticht, ein wahrer Klassiker, der über Generationen hinweg geliebt wird.

So bereitest du Rhabarberschnitten zu

Schritt 1: Die Basis für Leichtigkeit schaffen

Der erste Schritt ist oft der wichtigste, denn er legt das Fundament für alles, was folgt. Hier geht es darum, einen Biskuitboden zu zaubern, der so leicht und luftig ist, dass er fast auf der Hand zerfällt. Butter hilft dabei, die Struktur zu festigen, während die Eier die nötige Fülle und Lockerheit beisteuern.

Eine Prise Salz ist hier übrigens kein Zufall, sie hebt die Süße hervor und gibt dem Ganzen eine subtile Tiefe, die man nicht sofort erkennt, aber definitiv schmeckt. Der Abrieb einer Zitrone sorgt für diesen frischen, belebenden Kick, der besonders gut zum Rhabarber passt.

Tipp: Achte darauf, die Eigelbe wirklich hell und cremig aufzuschlagen; das ist entscheidend für die spätere Textur des Biskuits.

Schritt 2: Den luftigen Teig vollführen

Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver werden gemischt und gesiebt – das ist nicht nur eine Formalität, sondern ein wichtiger Schritt, der Klümpchen vermeidet und den Teig noch feiner macht. Dann wird der Eischnee vorsichtig untergehoben. Hier ist Geduld gefragt; zu kräftiges Rühren zerstört die Luftbläschen, und der Biskuit wird dicht.

Die geschmolzene Butter wird zum Schluss kurz untergerührt. Sie gibt dem Biskuit Stabilität, ohne ihn schwer zu machen, und sorgt für eine feine Krume, die auf der Zunge schmilzt. So entsteht eine harmonische Verbindung aller Komponenten.

Vorsicht: Nicht zu lange rühren, sobald die trockenen Zutaten und der Eischnee vermischt sind!

Schritt 3: In den Ofen, auf das Blech!

Der Backofen wird auf vorgeheizte 200 Grad Ober-/Unterhitze eingestellt, eine Temperatur, die den Biskuit schnell aufgehen lässt. Ein Backblech mit den Maßen 38 x 45 cm wird mit Backpapier ausgelegt, um ein Ankleben zu verhindern. Der Teig wird dann gleichmäßig auf diesem Blech verstreicht, sodass er sich beim Backen schön flach ausbreiten kann.

Für etwa 12 Minuten goldbraun backen. Dieser kurze, intensive Backvorgang sorgt für die charakteristische Lockerheit. Direkt nach dem Herausnehmen wird der warme Biskuit mit seinem Backpapier auf einen Kuchenrost gezogen. Das ist clever, denn so kann er gleichmäßig abkühlen, ohne zu stark zu trocknen.

Schritt 4: Die Basis zum Erkalten bringen

Das Abdecken des warmen Biskuits mit dem umgedrehten Backblech ist ein kleiner Trick, der Wunder wirkt. Es verhindert, dass sich eine harte Kruste bildet und hält den Biskuit wunderbar weich und biegsam. Wichtig ist dabei, dass das Blech den Biskuit nicht berührt, damit keine Feuchtigkeit eingeschlossen wird und er nicht matschig wird.

So bleibt die Textur optimal für die weitere Verarbeitung. Geduld ist hier Trumpf, denn ein vollständig ausgekühlter Boden lässt sich viel einfacher schneiden und weiterverarbeiten, ohne zu brechen. Diese Ruhephase ist entscheidend für das Endergebnis.

Schritt 5: Das süß-saure Rhabarberkompott zaubern

Der Rhabarber wird geputzt, gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten. 500 Gramm davon werden nun mit 3 Esslöffeln Zucker in einem Topf gemischt. Der Zucker entzieht dem Rhabarber Saft und macht ihn weicher. Währenddessen wird Speisestärke mit einem roten Fruchtsaft, wie Kirsch oder Himbeer, glatt gerührt. Das ist die Geheimzutat, die das Kompott bindet.

Der Rhabarber wird bei mittlerer Hitze aufgekocht und die angerührte Stärke wird zugegossen. Alles köchelt etwa eine Minute, bis eine leicht sämige Konsistenz entsteht. Abschmecken mit mehr Zucker, falls nötig, ist erlaubt. Das Kompott wird dann etwas abgekühlt, damit es den Biskuitboden nicht zu sehr aufweicht.

Mein Tipp: Was es beim Kauf des Rhabarbers zu beachten gilt

Wähle vorzugsweise zarte und knackig frische Stangen. Sie sind milder und weniger faserig. Bei Rhabarber mit roter Schale, oft als Himbeer-Rhabarber bezeichnet, zuzugreifen ist eine besonders gute Idee. Er zeichnet sich durch eine milde Säure und ein besonders feines Aroma aus, das diesen Schnitten eine wunderbare Nuance verleiht.

Schritt 6: Den Kuchen zusammensetzen – Die Schichten zum Leben erwecken

Die Biskuitplatte wird nun sorgfältig in zwei gleich große Stücke geteilt. Um den Kuchen später leichter aus dem Rahmen lösen zu können, sollte eine Hälfte mit einem Backrahmen umschlossen werden. Das vorbereitete Rhabarberkompott wird gleichmäßig darauf verteilt und glatt gestrichen. Diese Schicht bringt die erste deutliche fruchtige Komponente ein.

Die zweite Biskuitplatte wird vorsichtig darauf gelegt und alles muss nun weiter auskühlen. Diese Ruhephase ist wichtig, damit sich die Aromen verbinden und die Konsistenz des Kuchens sich gut für die weitere Verarbeitung eignet. Geduld zahlt sich hier wirklich aus.

Schritt 7: Die cremige Verführung – Die Sahnehaube kreieren

Das Mark einer Vanilleschote wird gemeinsam mit 50 Gramm Sahne erwärmt. Dies gibt der ganzen Masse eine herrliche Vanillenote. Währenddessen wird Gelatine kalt eingeweicht. Die ausgedrückte Gelatine löst sich in der warmen Vanillesahne auf und sorgt später für die bindende Wirkung der Creme.

Die restliche Sahne wird steif geschlagen und mit Puderzucker gesüßt. Etwas von der geschlagenen Sahne wird nun zur Gelatinemischung gegeben und dann vorsichtig unter den Rest der geschlagenen Sahne gehoben. Das verhindert ein Klumpen der Gelatine und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung. 125 Gramm zartbittere Schokolade werden nicht zu fein geraspelt und unter die Sahne gehoben – das gibt den typischen Stracciatella-Charakter.

Schritt 8: Der finale Feinschliff – Dekorieren und Präsentieren

Die Stracciatella-Sahne wird nun behutsam auf den Biskuitboden mit dem Rhabarberkompott gestrichen. Der Kuchen kommt für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, damit die Sahne fest wird und sich alles gut verbindet. Das ist die Zeit, in der die Aromen sich entfalten und zusammenwachsen.

Vor dem Servieren wird der Kuchen im Rahmen in mundgerechte Schnitten geschnitten. Der Rahmen wird gelöst und die einzelnen Schnitten werden auf einer Platte ansprechend arrangiert. Mit den restlichen feinen Schokoraspeln werden sie verziert – ein letzter Touch Magie für das Auge und den Gaumen.

Mein Tipp: Diese Varianten kannst du auch noch ausprobieren

Je nach Saison kannst du die Sahneschnittchen auch mit Stachelbeer-, Sauerkirsch- oder Aprikosenkompott zubereiten. Wenn es besonders schnell gehen soll, greife zu frischen Erdbeeren oder Himbeeren: Streiche einfach etwas Konfitüre dünn auf den Boden und verteile die vorbereiteten Früchte darauf. Ein kleines Experiment für deinen persönlichen Geschmack!

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Der Biskuitboden ist zu trocken oder reißt.

Das passiert oft, wenn der Biskuit zu lange oder bei zu hoher Temperatur gebacken wird. Außerdem ist das Abdecken mit dem Backblech nach dem Backen kein optionaler Schritt, sondern wichtig, um ihn feucht zu halten. Passe die Backzeit genau an deinen Ofen an.

Fehler 2: Das Rhabarberkompott ist zu flüssig oder zu fest.

Eine zu hohe Menge an Rhabarber im Verhältnis zur Flüssigkeit und der Speisestärke führt zu einem zu dicken Kompott. Umgekehrt kann zu wenig Stärke es wässrig machen. Halte dich an die Mengenangaben und beobachte die Konsistenz beim Kochen genau; vielleicht brauchst du einen Teelöffel mehr oder weniger Stärke, je nach Rhabarberart.

Fehler 3: Die Sahne wird nicht richtig steif.

Die Sahne muss gut gekühlt sein, und auch die Schüssel und der Rührbesen sollten kalt sein. Wenn du zu viel Zucker auf einmal hinzufügst, bevor die Sahne steif ist, kann das den Prozess verlangsamen. Beginne mit dem Steifschlagen, bevor du den Zucker dazugibst.

Fehler 4: Der Kuchen ist matschiig nach dem Kühlen.

Dies kann passieren, wenn der Biskuitboden noch zu warm war, als das Kompott darauf verteilt wurde, oder wenn das Kompott zu flüssig war. Stelle sicher, dass alle Komponenten die richtige Temperatur haben und gut ausgekühlt sind, bevor du sie schichtest.

Variationen für jeden Geschmack

Veganer Genuss: Ersetze die Butter im Teig durch pflanzliche Margarine und verwende anstelle von Eiern eine Mischung aus Apfelmus und Backpulver. Für die Sahnecreme eignet sich Kokoscreme, die aufgeschlagen und mit etwas pflanzlicher Milch und Stärke gebunden wird. Das Rhabarberkompott bleibt unverändert köstlich.

Fruchtintensiv mit Beeren: Gib zusätzlich zu den Rhabarberstücken eine Handvoll frische Erdbeeren oder Himbeeren in das Kompott. Das verleiht dem Kuchen eine zusätzliche fruchtige Dimension und eine wunderschöne rosa Farbe. Die Kombination aus süß-sauer und süß-fruchtig ist unschlagbar.

Festliche Variante mit Mandelkrokant: Statt der Schokoraspeln kannst du gerösteten Mandelbrotkrokant über die Sahne streuen. Das verleiht dem Ganzen eine zusätzliche nussige Note und eine angenehme Knusprigkeit, die einen tollen Kontrast zur weichen Sahne und dem Biskuit bildet.

Profi-Tipps für Rhabarberschnitten

Mehr Säure im Kompott wagen: Wenn du den Rhabarber etwas säuerlicher magst, verwende einen naturbelassenen Fruchtsaft wie Cranberry oder einen trockenen Weißwein anstelle des süßen roten Saftes. Die Säure des Rhabarbers kommt dann noch besser zur Geltung.

Biskuitboden perfekt einfärben: Für eine zarte rosa Färbung des Biskuits kannst du einen kleinen Teil des Rhabarbersaftes (ungesüßt) mit in den Teig einarbeiten. Achte darauf, dass du nicht zu viel Flüssigkeit hinzufügst, damit der Teig nicht zu nass wird.

Kompott für die Ewigkeit einfrieren: Bereite eine größere Menge Rhabarberkompott vor und friere es portionsweise ein. So hast du das ganze Jahr über eine schnelleBasis für Kuchen und Desserts zur Hand. Vor der Verwendung einfach über Nacht auftauen lassen.

Sahnesteif für extra Halt: Wenn du sichergehen möchtest, dass deine Sahne auch bei warmem Wetter standfest bleibt, gib eine kleine Menge Sahnesteif beim Schlagen hinzu. Aber sei sparsam, damit der Geschmack nicht leidet.

Genialer Zuckerkristall-Effekt: Streue feinen Zuckerkristall auf die Sahneschicht, bevor du sie kühlst. Beim Anschneiden glänzt und funkelt es wie kleine Diamanten – ein echter Hingucker!

Servier-Ideen für Rhabarberschnitten

Anrichten & Dekoration

Die Rhabarberschnitten werden am besten in rechteckige Stücke geschnitten und auf einer schlichten, weißen Platte angerichtet. Die Kontraste von hellem Biskuit, den rosa Rhabarberstückchen und der cremigen Sahne kommen so am besten zur Geltung. Ein paar frische Minzblätter oder essbare Blüten sind dezent, aber eindrucksvoll als Dekoration.

Streue die restlichen zartbitteren Schokoraspel locker darüber oder belege jede Schnitte einzeln mit einem kleinen Stück geschmolzener Schokolade, das etwas verziert wurde. Ein Hauch von Puderzucker, wie ein feiner Morgennebel, kann ebenfalls zauberhaft wirken.

Passende Beilagen

Diese Rhabarberschnitten sind schon eine komplette Gaumenfreude für sich. Wenn du sie dennoch ergänzen möchtest, empfiehlt sich eine leichte, fruchtige Komponente. Ein kleiner Klecks geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis, das langsam schmilzt und feine Milchfäden zieht, sind ausgezeichnete Begleiter.

Wer es noch frischer mag, kann einige frische Erdbeeren oder Himbeeren daneben legen. Ein leicht süßer, zitroniger Kirschlikör, der um die Schnitten geträufelt wird, kann einem besonderen Anlass eine raffinierte Note verleihen.

Für besondere Anlässe

Diese Rhabarberschnitten sind der perfekte Kuchen für den Ostertisch oder eine frühlingshafte Geburtstagsfeier. Sie passen hervorragend zu einem Brunch, bei dem leichte und frische Speisen im Vordergrund stehen, oder als süßer Abschluss eines sommerlichen Abendessens mit Freunden. Auch eine Kaffeetafel im Garten wird mit diesem Kuchen zum unvergesslichen Erlebnis.

Sie sind ein wunderbarer Kuchen für eine Taufe oder Kommunion, da sie nicht zu aufdringlich sind und sowohl Jung als auch Alt begeistern werden. Die Kombination aus Fruchtigkeit und Süße ist allseits beliebt und steht für Lebensfreude und Genuss.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Sollten doch einmal Reste übrigbleiben – was bei diesem köstlichen Gebäck eher selten der Fall ist –, lagerst du die Rhabarberschnitten am besten in einem luftdicht verschließbaren Behälter im Kühlschrank. Dort bleiben sie für etwa 2 bis 3 Tage frisch.

Stelle sicher, dass die Schnittchen nicht zu eng aneinander liegen, um zu verhindern, dass die Dekoration oder die Sahne verschmiert. Das richtige Aufbewahren schützt die Textur.

Einfrieren

Das Einfrieren von Rhabarberschnitten ist möglich, aber mit einigen Einschränkungen verbunden. Der Biskuitboden kann nach dem Auftauen etwas an seiner Lockerheit einbüßen. Die Sahneschicht behält ihre Konsistenz meist gut. Schneide die Schnitten vor dem Einfrieren in Portionsgrößen.

Wickle jede Portion gut in Frischhaltefolie ein und gib sie dann in einen Gefrierbeutel oder eine luftdichte Dose. So sind sie für etwa 1 bis 2 Monate haltbar, ohne an Geschmack zu verlieren.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Zum Aufwärmen die gefrorenen Schnitten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Vermeide es, sie bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, da dies die Konsistenz beeinträchtigen kann. Ein sanftes Erwärmen im Kühlschrank bewahrt die Cremigkeit der Sahne und die Feuchte des Bodens am besten.

Solltest du sie dochleicht angewärmt genießen wollen, erwärme sie kurz im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 100°C) für wenige Minuten. Achte darauf, dass die Sahne nicht zu flüssig wird.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich statt frischem Rhabarber auch gefrorenen verwenden?

    Ja, das ist absolut möglich. Bei der Verwendung von gefrorenem Rhabarber musst du allerdings etwas vorsichtiger sein. Lasse den Rhabarber gut auftauen und drücke überschüssige Flüssigkeit vorher vorsichtig aus. Möglicherweise musst du die Menge an Speisestärke leicht erhöhen, um die zusätzliche Flüssigkeit zu binden, und die Kochzeit des Kompotts etwas verlängern, damit es die richtige Konsistenz erreicht. Das Ergebnis wird dennoch sehr ähnlich sein.

  2. Warum zerfällt mein Biskuit beim Schneiden immer?

    Das Zerfallen des Biskuits beim Schneiden kann mehrere Ursachen haben. Wenn der Biskuit noch zu warm ist, wenn du ihn zu schneiden versuchst, ist er noch zu instabil. Gib ihm immer genügend Zeit zum vollständigen Abkühlen. Achte auch darauf, ein scharfes, dünnes Messer zu verwenden und den Schnitt eher wie ein Sägen durchzuführen, als stark zu drücken. Das Herausstechen des Kompotts mit einer Gabel und das sanfte Vorgehen sind ebenfalls entscheidend.

  3. Welche Rolle spielt die Zitronenschale in diesem Rezept?

    Die Zitronenschale, genauer gesagt der Abrieb, ist ein kleiner, aber feiner Geschmacksverstärker, der eine wichtige Rolle spielt. Sie bringt eine subtile Frische und eine leichte, zitrusartige Note mit, die wunderbar mit der Süße der Sahne und der Säure des Rhabarbers harmoniert. Sie vermeidet, dass der Geschmack des Kuchens zu eindimensional oder zu schwer wird und sorgt für eine angenehme Leichtigkeit im Gesamtbild.

Fruchtig-frische Rhabarberschnitten

Fruchtig-frische Rhabarberschnitten

Frisch-früchtige Rhabarberschnitten aus lockerem Biskuit, leckerem Kompott und luftiger Sahne, garniert mit feinen Schokoraspeln – da wird niemand widerstehen können.

4.8 from 467 reviews
Prep Time 1 Std.
Cook Time 12 Min.
Total Time 3 Std. 42 Min.
Servings 12 Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch Calories:270 kcal By:ELENA
Servings
  • Für den Teig: 25 g Butter, 3 Eier (Gr. M), 1 Prise Salz, 100 g Zucker, 1 unbehandelte Zitrone (Abrieb davon), 75 g Weizenmehl (Type 405), 25 g Speisestärke, 1 TL Backpulver
  • Für den Belag: 700 g frischer Rhabarber, 3 - 5 EL Zucker, 75 ml roter Fruchtsaft (z. B. Kirsch, Erdbeer, Johannisbeer oder Himbeer), 20 g Speisestärke, 1 Vanilleschote (Mark davon), 500 g Sahne, 4 Blatt Gelatine, 125 g Zartbitterschokolade, 3 EL Puderzucker
  • Kochen
  1. 1Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 180 Grad) vorheizen. Backblech (38 x 45 cm) mit Backpapier auslegen. Für den Teig Butter schmelzen. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, Salz und 50 g Zucker dabei einstreuen. Eigelbe, 2 EL warmes Wasser, Zitronenschale und übrige 50 g Zucker mit den Schneebesen des Handrührgeräts hellcremig aufschlagen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, auf die Eicreme sieben, kurz unterrühren. Eischnee darauf geben und unterziehen. Flüssige Butter unterrühren.
  2. 2Teig auf dem Blech verstreichen. Im vorgeheizten Ofen ca. 12 Minuten backen. Sofort mit dem Backpapier vom Blech auf einen Kuchenrost ziehen. Biskuitplatte mit dem umgedrehten Backblech bedeckt erkalten lassen. Dabei darauf achten, dass das Blech den Biskuit nicht berührt.
  3. 3Für die Füllung Rhabarber putzen, abspülen und in Stücke schneiden. 500 g Rhabarber und 3 EL Zucker in einem Topf mischen, Saft ziehen lassen. Roten Fruchtsaft und Stärke glatt verrühren. Rhabarber bei mittlerer Hitze aufkochen, angerührte Stärke zugießen, ca. 1 Minute köcheln lassen. Kompott evtl. noch mit Zucker abschmecken, etwas abkühlen lassen.
  4. 4Teigplatte in 2 gleich große Stücke schneiden, vorsichtig vom Backpapier lösen. Eine Biskuitplatte mit einem Backrahmen umschließen. Kompott darauf glatt verstreichen. Die zweite Biskuitplatte darauflegen, auskühlen lassen.
  5. 5Vanillemark und 50 g Sahne erwärmen, vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Gelatine kalt einweichen. Gelatine ausdrücken, in der Vanillesahne auflösen (evtl. nochmals leicht erwärmen). Schokolade nicht zu fein raspeln, ca. 4 EL davon beiseitestellen. Rest Sahne steif schlagen, mit Puderzucker süßen. Etwas geschlagene Sahne unter die Gelatinemischung rühren. Diese dann unter den Rest geschlagene Sahne rühren. Die Schokoraspeln unterziehen. Stracciatella-Sahne auf dem Biskuit verstreichen. Den Kuchen mit Folie bedeckt ca. 2 Stunden kalt stellen.
  6. 6Vor dem Servieren den Kuchen im Rahmen in Schnittchen schneiden. Rahmen lösen und abheben. Die Schnittchen auf einer Platte anrichten, mit restlichen Schokoraspeln verzieren.
Category:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch
Carbohydrates 25g
Protein 4g
Fat 15g
Saturated Fat 0g
Fiber 0g
Sugar 25g
Sodium 0mg
Cholesterol 0mg

Keywords: Rhabarber-Rezepte, Frühling Rezepte, Kuchen, Brunch, Ostern, Obstkuchen

Wähle vorzugsweise zarte und knackig frische Stangen. Bei Rhabarber mit roter Schale (Himbeer-Rhabarber) zugreifen! Er zeichnet sich durch eine milde Säure und ein besonders feines Aroma aus. Je nach Saison kannst du die Sahneschnittchen auch mit Stachelbeer-, Sauerkirsch- oder Aprikosenkompott zubereiten. Mit frischen Erdbeeren oder Himbeeren geht’s noch schneller: einfach etwas Konfitüre dünn auf den Boden streichen und die vorbereiteten Früchte darauf verteilen.
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