Bärlauch Spätzle Rezept mit Speck – Einfach & Schnell

Bärlauchspätzle mit Speck

Die Erinnerung daran taucht immer wieder auf, wie ein vergilbtes Foto im Kopf. Es war ein Spätnachmittag im April, als die Welt draußen noch vom zarten Grün des aufbrechenden Frühlings kündete und eine kühle Brise durch die offene Küchentür wehte. In der Luft lag ein Duft, der keinem anderen glich: würzig, leicht scharf und doch von einer unwiderstehlichen Sanftheit. Es war der Geruch von frisch gemähtem Gras, aber intensiver, fast schon magisch.

Meine Großmutter stand an ihrem alten Gasherd, die Hände geschickt und voller Leben, und rührte in einer großen Eisenschüssel, aus der dieser Duft entsprang. Ihre Augen strahlten, als sie sah, wie ich neugierig hereinschlich; sie wusste, dass dieser Moment für mich etwas Besonderes war. Es war die Geburt der Bärlauchspätzle, wie ich sie bis heute kenne und liebe.

Bärlauch Spätzle mit Speck

Bärlauch Spätzle mit Speck

Die besten Bärlauchspätzle - super lecker mit Speck in der Pfanne gebraten und mit saurer Sahne serviert aber auch toll vegetarisch mit Gemüse und Käse überbacken! Eine super Beilage die man toll einfrieren kann!

4.8 from 754 reviews
Prep Time 10 Minuten
Cook Time 10 Minuten
Total Time 20 Minuten
Servings 2 Portionen
Course:Dinner Cuisine:German Vegetarisch Calories:450 kcal By:ELENA
Servings
  • 170 g Mehl glatt
  • 2 Eier
  • 2 EL Vollmilch
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 0.5 Bund Bärlauch
  • 4 Scheiben Bacon
  • 2 EL Butter oder Bacon Fett
  • Backen
  1. 1Bärlauchpätzleteig: Den Bacon in Stücke schneiden. Den Bärlauch waschen und abtropfen lassen, dann in kleine Stücke hacken. Alle Zutaten für den Spätzleteig in eine Schüssel geben und mit einem Kochlöffel zu einem Teig verrühren.
  2. 2Ca. 3 Liter reichlich gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Man kann auch Brühe nehmen.
  3. 3Entweder immer wieder etwas Teig auf ein zuvor mit kaltem Wasser abgespültes Spätzlebrett dünn aufstreichen und mit einem Spätzleschaber oder einem Messer dünne Teigstreifen abschaben und ins kochende Wasser fallen lassen. Oder man benutzt eine handelsübliche Spätzlepresse dazu, welche auch zuvor mit kaltem Wasser ausgespült werden sollte.
  4. 4Die Spätzle einmal aufkochen, ein paar Sekunden ziehen lassen, danach mit einem Sieb aus dem Wasser schöpfen und in eine bereit stehende extra Schüssel mit kaltem Wasser einlegen, bis alle Spätzle fertig sind.
  5. 5Die Spätzle nun durch ein großes Sieb abseihen, gut abtropfen lassen. Den Bacon in eine kalte Pfanne geben und langsam erhitzen, bis das Fett austritt, dann im eigenen Fett knusprig braten.
  6. 6Die abgeseihten Bärlauchspätzle in dem Bacon schwenken, frischen gehackten Bärlauch untermischen salzen, pfeffern und die Spatzel auf zwei Teller aufteilen.
  7. 7Saure Sahne darüber geben und mit frisch gehacktem Bärlauch garnieren.
Category:Dinner Cuisine:German Vegetarisch
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Wenn es keinen frischen Bärlauch gibt, kann man alternativ auch 2 EL Bärlauchpesto in den Spätzleteig einrühren.
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Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Ein Frühlingserwachen auf dem Teller: Sobald der erste Bärlauch sprießt, erwacht auch dieser Duft in deiner Küche, der die Seele wärmt und den Gaumen auf den Sommer vorbereitet.
  • Herzhaft und doch leicht: Die Kombination aus deftigem Speck und dem frischen, leicht pikanten Bärlauch schafft ein Gleichgewicht, das überrascht und delight.
  • Vielseitigkeit, die begeistert: Ob als feine Beilage zu Braten oder als eigenständiges Hauptgericht mit Käse überbacken – dieses Gericht passt sich deinen Wünschen an.
  • Kindheitserinnerungen pur: Dieser Geschmack ist unverwechselbar, eine Ode an Omas Küche, die dich auf magische Weise zurück in sorgenfreie Tage versetzt.

Das brauchst du

Für diesen kulinarischen Genuss sind die Zutaten entscheidend, und ihre Frische macht den Unterschied. Achte besonders auf den Bärlauch; seine Intensität wird das Herzstück des Gerichts bilden und ihm diese unverwechselbare grüne Note verleihen. Auch die Qualität des Specks transportiert eine Tiefe des Aromas, die man nicht missen möchte.

  • Frischer Bärlauch: Das grüne Gold des Frühlings, essentiell für den authentischen, leicht scharfen Geschmack.
  • Hochwertiger Speck (Bauchspeck): Gibt dem Gericht eine rauchig-herzhafte Dimension und sorgt für eine köstliche Knusprigkeit.
  • Gutes Mehl: Das Fundament für die Spätzle, das für die richtige Konsistenz sorgt – ideal ist ein Spätzlemehl oder eine Mischung mit Grieß.
  • Frische Eier: Bindemittel und Geschmacksgeber, die den Teig geschmeidig machen.
  • Milch und Öl: Unterstützen die Teigkonsistenz und sorgen für die richtige Feuchtigkeit.

Die genauen Mengenangaben findest du wie gewohnt in der praktischen Rezeptkarte weiter unten.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Die Ursprünge der Spätzle sind tief in der süddeutschen und österreichischen Küche verwurzelt, ein einfaches Gericht aus Mehl, Eiern und Wasser, das sich schnell zum Grundnahrungsmittel entwickelte. Seine Geschichte ist eine der Einfachheit und Anpassungsfähigkeit, perfekt für die bäuerliche Küche, wo man mit wenigen Zutaten das Beste herausholen musste.

Mit der Einführung von Bärlauch, der im Frühling in den Wäldern wild wächst, erhielt die einfache Spätzle eine ganz neue Dimension. Diese grüne Variante ist ein typisches Frühlingsgericht, eine willkommene Abwechslung nach langen Wintermonaten, die oft von deftigen, aber eben nicht so farbenfrohen Speisen geprägt waren. Der Bärlauch war nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern galt auch als gesundheitsfördernd.

Was dieses Gericht so zeitlos macht, ist seine Fähigkeit, sich mit der Zeit neu zu erfinden, ohne seine Seele zu verlieren. Ob traditionell mit Speck und Zwiebeln oder modern interpretiert mit kreativen Saucen und Beilagen, die Bärlauchspätzle bleiben ein Symbol für ehrliche, bodenständige Küche, die Herzen erwärmt und Erinnerungen weckt. Die Zubereitung von Spätzle selbst ist ein kleines Ritual, das Generationen verbindet und die Freude am Selbermachen zelebriert.

So bereitest du Bärlauchspätzle mit Speck zu

Schritt 1: Die grüne Seele des Teigs

Bevor wir überhaupt an den Herd denken, widmen wir uns dem Herzstück: dem Bärlauch. Er ist es, der diesen Spätzle ihre leuchtend grüne Farbe und ihren unverwechselbaren Geschmack verleiht. Suche dir wirklich die frischesten, unversehrtesten Blätter aus, denn nur sie bringen das volle Aroma in den Teig. Wasche sie behutsam unter fließendem kalten Wasser ab, um jeglichen Waldboden, den sie vielleicht noch mitgebracht haben, zu entfernen.

Nun kommt die entscheidende Phase: das Hacken. Ziel ist es, den Bärlauch so fein wie möglich zu zerteilen, sodass er sich gleichmäßig im Teig verteilt und keine großen Stücke hinterlässt. Das Ergebnis sollte fast eine Art grobe Paste sein. Dies erreichst du am besten mit einem scharfen Messer auf einem stabilen Schneidebrett. Nimm dir Zeit dafür, denn diese Sorgfalt zahlt sich später aus, sowohl im Geschmack als auch in der Optik.

Ein ehrlicher Tipp: Wenn du den Bärlauch im Spätsommer nicht mehr frisch findest, ist Bärlauchpesto eine fantastische Alternative. Zwei gute Esslöffel davon geben dem Teig eine ähnliche Intensität und Farbe, auch wenn das frische Aroma etwas fehlt.

Schritt 2: Der Teig – Mehr als nur Mehl und Eier

Nun zur Königsdisziplin: dem Spätzleteig. Hier gilt es, die richtige Balance zu finden. Nimm eine ausreichend große Schüssel, denn der Teig wird kräftig geschlagen. Gib das Mehl hinein, gerne auch eine Mischung aus Spätzlemehl und etwas feinem Hartweizengrieß für den perfekten Biss, wie mir eine befreundete Köchin verriet. Füge die frischen Eier und die Milch hinzu, dazu eine Prise Salz und einen Schuss Pflanzenöl für die Geschmeidigkeit.

Jetzt kommt der wichtigste Teil, der oft unterschätzt wird: das Schlagen des Teigs. Beginne zunächst mit einem Kochlöffel, bis sich alle Zutaten grob verbunden haben. Dann wird mit aller Kraft gerührt und geschlagen, bis der Teig glatt wird und anfängt, kleine Bläschen zu werfen. Das ist ein Zeichen dafür, dass Gluten gebildet wird und die Spätzle ihre charakteristische Textur bekommen. Manchmal dauert das ein paar Minuten, aber du wirst merken, wie der Teig sich verändert und luftiger wird.

Was ich dabei gelernt habe: Der Teig sollte nicht zu flüssig und nicht zu fest sein. Er sollte zäh vom Löffel fallen, keine einzelne Masse, sondern eher in “Fäden”. Wenn er zu fest ist, gib noch einen kleinen Schuss Milch dazu. Wenn er zu flüssig ist, füge ein Löffelchen Mehl hinzu. Vertraue deinen Sinnen hier.

Schritt 3: Das Wasser, das Leben spendet

Während du den Teig ruhen lässt – und ja, ein kurzer Moment der Ruhe tut ihm gut –, widmen wir uns dem Wasser. Nimm einen wirklich großen Topf, denn die Spätzle brauchen Platz, um sich während des Kochens entfalten zu können. Fülle ihn großzügig mit Wasser und gib reichlich Salz hinzu. Das Wasser muss gut gesalzen sein, denn so nimmt der Teig die Würze schon beim Kochen auf. Bringe das Wasser zum sprudelnden Kochen.

Achtung: Wenn du statt Wasser Brühe verwendest, passe die Salzmenge an, da Brühe oft schon salzig ist. Manche sagen, Brühe gibt den Spätzle noch einen zusätzlichen Kick, aber mit gut gesalzenem Wasser machst du absolut nichts falsch. Das Ergebnis wird trotzdem fantastisch.

Schritt 4: Die Formgebung – Ein Akt der Geduld und Technik

Nun kommen wir zum spannendsten Teil: wie die Spätzle ihre Form bekommen. Hier gibt es mehrere Wege, und jeder hat seinen Reiz. Die traditionellste Methode ist das Spätzlebrett mit Schaber. Dies erfordert etwas Übung, um die Spätzle gleichmäßig und dünn ins kochende Wasser zu schaben. Ein kleiner Trick ist, das Brett kurz mit kaltem Wasser abzuspülen, damit der Teig besser gleitet.

Eine etwas einfachere Methode, die aber ein schnelles Ergebnis liefert, ist die Spätzlepresse. Hier wird der Teig einfach durch die Löcher gedrückt, und die Spätzle fallen direkt ins Wasser. Auch hier empfiehlt es sich, die Presse vorab unter kaltes Wasser zu halten. Diese Methode ist besonders gut für Anfänger geeignet und garantiert gleichgroße, appetitliche Spätzle.

Ein genialer Spätzle Trick von Kollegin Tricky Tine: Nicht jeder hat die passende Spätzlepresse oder das Talent für das Brett. Aber ein grobes Küchensieb funktioniert gut! Spätzle-Teig portionsweise auf das Sieb streichen und mit einem Teigschaber oder Löffel dünn hindurchdrücken. Das Ergebnis sind ebenfalls feine Spätzle.

Schritt 5: Das kurze Bad und das Abtropfen

Sobald die Spätzle ins kochende Salzwasser fallen, begint das eigentliche Kochen. Sie sind wirklich schnell gar! Sobald sie oben schwimmen, sind sie fertig. Das dauert meist nur ein bis drei Minuten, je nach Dicke. Es ist wichtig, sie nicht zu lange kochen zu lassen, sonst werden sie matschig und verlieren ihre Konsistenz. Schaue genau hin, denn dieser Moment ist entscheidend.

Mit einem Schaumlöffel oder einem feinen Sieb holst du die fertigen Spätzle nun vorsichtig aus dem Wasser. Gib sie in eine extra Schüssel, die du zuvor mit kaltem Wasser gefüllt hast. Dieses kalte Bad stoppt den Garprozess sofort und verhindert, dass die Spätzle weiter garen oder aneinander kleben. Hier bleiben sie, bis alle Spätzle ihre Reise ins heiße Wasser hinter sich haben.

Der entscheidende Moment: Wenn alle Spätzle fertig sind, gießt du sie in ein großes Sieb ab. Sie müssen wirklich gut abtropfen, denn überschüssiges Wasser würde die spätere Pfannen- oder Auflaufzubereitung beeinträchtigen. Klopfe das Sieb ruhig ein paar Mal aus, um sicherzustellen, dass wirklich keine Tropfen mehr zurückbleiben.

Schritt 6: Der Speck – Der Herzhaftigkeits-Turbo

Jetzt kommt der Moment, der jedem Gericht eine zusätzliche Dimension verleiht: die Zubereitung des Specks. Nimm eine kalte Pfanne – ja, richtig gelesen, eine kalte Pfanne –, lege die Speckscheiben hinein und erhitze sie langsam. Dieser Prozess sorgt dafür, dass das Fett des Specks langsam austritt und der Speck gleichmäßig knusprig wird, anstatt zu verbrennen. Es ist ein Geduldsspiel, das sich aber lohnt.

Während der Speck langsam brät und eine wunderbare Duftwolke verströmt, kannst du schon mal den frisch gehackten Bärlauch vorbereiten, falls du ihn nicht schon für den Teig verwendet hast. Ein paar zusätzliche frische Kräuter kurz vor dem Servieren sind immer eine gute Idee. Achte darauf, den Speck nicht zu dunkel werden zu lassen, er soll knusprig sein, nicht verbrannt.

Tipp: Du kannst das ausgelassene Speckfett aufbewahren und später zum Anbraten der Spätzle verwenden. Es verleiht ihnen eine zusätzliche Geschmacksnote, die unvergleichlich ist. Wenn du es etwas magerer magst, kannst du auch abgetrennte Butter verwenden.

Schritt 7: Das Finale – Pfanne oder Ofen

Nun werden die abgetropften Bärlauchspätzle zu dem knusprig gebratenen Speck gegeben. Schwenke sie vorsichtig in dem heißen Fett, bis sie sich leicht erwärmt haben und sich mit dem rauchigen Aroma des Specks verbunden haben. Wenn du noch etwas frischen Bärlauch hast, kannst du ihn jetzt unterheben. Das verleiht dem Gericht eine frische, grüne Note, die einen schönen Kontrast zum Speck bildet.

Würze das Ganze mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer nach Belieben. Hier ist Vorsicht geboten, da Speck oft schon salzig ist. Richte die Spätzle auf Tellern an. Ein Klecks saure Sahne rundet das Gericht ab, ihre leichte Säure balanciert die Reichhaltigkeit des Specks perfekt aus. Garniere mit etwas frisch gehacktem Bärlauch für die Optik und das Aroma.

Alternative mit Käse: Wenn du es lieber überbacken magst, gib die abgetropften Spätzle in eine Auflaufform. Schichte sie mit deinem Lieblingskäse – eine Mischung aus Bergkäse und Gouda ist hierfrenial – und backe sie für etwa 15-20 Minuten bei 180 Grad Celsius im Ofen, bis der Käse goldbraun und zerlaufen ist. Röstzwiebeln darüber sind ein Muss!

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Der Teig ist zu fest oder zu flüssig. Wenn der Teig zu steif ist, werden die Spätzle zäh und schwer. Ist er zu flüssig, zerfallen sie im Wasser. Die richtige Konsistenz ist entscheidend: Der Teig sollte zäh vom Löffel fallen, wie ein dickflüssiger Brei. Halte dich an die Beschreibung, lieber etwas Milch nachgeben oder Mehl hinzufügen, falls nötig.

Fehler 2: Die Spätzle werden zu lange gekocht. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Eine Minute zu lange, und sie werden weich und matschig. Achte genau darauf, sie nur kurz im kochenden Wasser zu lassen und sie dann sofort mit einem Sieb herauszufischen.

Fehler 3: Zu wenig Salzwasser zum Kochen. Die Spätzle saugen die Flüssigkeit auf, und wenn das Wasser nicht gut gesalzen ist, schmecken sie fade. Sei hier nicht sparsam. Das Wasser sollte salzig schmecken, fast wie Meerwasser.

Fehler 4: Der Speck wird zu scharf angebraten. Wenn du den Speck bei zu hoher Hitze beginnst, verbrennt er außen, während das Fett innen noch fest ist. Beginne immer mit einer kalten Pfanne, damit das Fett langsam ausbrät und der Speck gleichmäßig knusprig wird.

Variationen für jeden Geschmack

Vegetarische Variante: Wer auf Speck verzichten möchte, kann die grünen Spätzle auch einfach in guter Butter goldbraun anbraten, bis sie leicht knusprig sind. Dazu passen geröstete Zwiebeln und ein Löffel saure Sahne oder ein cremiger Käse.

Vegane Bärlauchspätzle: Für diese Variante ersetzt du die Eier durch eine Mischung aus Seidentofu und etwas Wasser, und die Milch durch eine pflanzliche Alternative wie Hafer- oder Sojamilch. Anstelle von Butter zum Anbraten eignet sich ein gutes Pflanzenöl.

Festliche Variante: Verwende für eine besondere Gelegenheit anstelle von Speck fein gewürfelten Schinken oder sogar gebratene Garnelen. Eine leichte Zitronensauce oder ein Bärlauch-Pesto mit Pinienkernen kann das Gericht noch verfeinern und ihm eine luxuriöse Note verleihen.

Profi-Tipps für Bärlauchspätzle mit Speck

Tipp 1: Die Bärlauchernte klug gestalten. Achte darauf, den Bärlauch nur zu ernten, bevor er blüht. Schneide nur die Blätter ab und lass die Wurzeln in der Erde, damit er im nächsten Jahr wieder wachsen kann. Die größeren Blätter sind oft geschmacklich intensiver.

Tipp 2: Die richtige Mehlmischung ist Gold wert. Wenn du kein spezielles Spätzlemehl findest, mische normales Weizenmehl (Type 405) mit ein bis zwei Esslöffeln feinem Hartweizengrieß. Der Grieß gibt den Spätzle einen besseren Biss.

Tipp 3: Das kalte Bad stoppt den Garvorgang perfekt. Nach dem Abtropfen die Spätzle kurz in kaltem Wasser abschrecken. Das ist wichtig, damit sie nicht weitergaren und ihre Textur behalten.

Tipp 4: Geduld beim Speck. Die Zubereitung von knusprigem Speck beginnt immer mit einer kalten Pfanne. So tritt das Fett langsam aus und der Speck wird gleichmäßig goldbraun und knusprig, ohne zu verbrennen.

Tipp 5: Die Reste sind die besseren Freunde. Bärlauchspätzle lassen sich hervorragend einfrieren. Wenn du also zu viel machst, friere die Reste portionsweise ein. Aufwärmen in der Pfanne ist hier die beste Methode.

Servier-Ideen für Bärlauchspätzle mit Speck

Anrichten & Dekoration

Richte die Bärlauchspätzle mit dem knusprigen Speck schön auf einem warmen Teller an. Ein Klecks frische saure Sahne oder ein Tupfen Kräuterquark bildet einen farblichen und geschmacklichen Kontrast. Ganz wichtig: Garniere großzügig mit frisch gehacktem Bärlauch. Das sieht nicht nur schön aus, sondern verstärkt auch das Aroma. Wenn du Käse überbacken hast, verwende geröstete Zwiebeln als Krönung.

Passende Beilagen

Diese herzhaften Bärlauchspätzle eignen sich perfekt als Beilage zu deftigen Fleischgerichten. Stell dir dazu einen saftigen [easy-baked-lemon-chicken](https://hkcry.com/baked-lemon-chicken/) vor, der im Ofen seine Aromen entfaltet. Aber auch zu einem klassischen Schweinebraten oder einem kräftigen Rindergulasch passen sie hervorragend. Für eine leichtere Mahlzeit ergänzen sie ein gebratenes Fischfilet wie Lachs oder Zander wunderbar.

Für besondere Anlässe

Bärlauchspätzle sind nicht nur ein Frühlingsfest für den Gaumen, sondern auch ein Muss für jede Ostertafel oder jedes frühlingshafte Familienfest. Wenn du Gäste hast und etwas Besonderes zaubern möchtest, kannst du aus den Spätzle auch eine aufwendige Variante mit Fisch machen, zum Beispiel mit einer leichten [easy-lobster-bisque-recipe](https://hkcry.com/easy-lobster-bisque-recipe/) als Sauce.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Wenn doch einmal Bärlauchspätzle übrig bleiben, bewahre sie in einer gut verschlossenen Box im Kühlschrank auf. Sie halten sich dort für etwa 2 bis 3 Tage. Achte darauf, dass sie vollständig abgekühlt sind, bevor du sie verstaust.

Einfrieren

Ja, Bärlauchspätzle lassen sich wunderbar einfrieren! Lasse sie nach dem Kochen vollständig abkühlen und teile sie in portionsgerechte Behälter oder Beutel auf. So kannst du sie bis zu 2-3 Monate im Gefrierschrank lagern und hast bei Bedarf eine schnelle Mahlzeit parat.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Um die Spätzle wieder aufzuwärmen, ist das Erhitzen in einer Pfanne mit etwas Butter oder dem ausgelassenen Speckfett die beste Methode. So werden sie wieder leicht knusprig. Alternativ kannst du sie auch kurz in der Mikrowelle erwärmen, aber das Verliert etwas von ihrer Textur. Wenn du sie aus dem Gefrierschrank holst, taue sie am besten über Nacht im Kühlschrank auf und erwärme sie dann wie beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich Bärlauchspätzle auch ohne Speck zubereiten?

    Absolut! Das ist eine sehr beliebte Variante. Für eine vegetarische Version kannst du die Spätzle einfach in etwas Butter oder Öl goldbraun und leicht knusprig anbraten. Geröstete Zwiebeln, etwas geriebener Käse (wie Bergkäse oder Gouda) oder eine helle Rahmsauce passen hervorragend dazu. Wer es vegan mag, verwendet Pflanzenöl statt Butter. Das Grundaroma des Bärlauchs bleibt erhalten und die Spätzle sind trotzdem ein Genuss.

  2. Was ist das Geheimnis für wirklich gute, nicht matschige Spätzle?

    Das Geheimnis liegt in mehreren Faktoren: Erstens die richtige Teigkonsistenz – er sollte zäh, aber nicht zu fest sein, und gut geschlagen werden, damit sich Gluten bildet. Zweitens: Ein großer Topf mit reichlich sprudelnd kochendem Salzwasser ist unerlässlich, damit die Spätzle Platz haben und nicht zusammenkleben. Drittens: Nur kurz kochen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Sofort herausnehmen und kalt abschrecken, um den Garprozess zu stoppen.

  3. Wie erkenne ich, ob der Bärlauch noch frisch ist und wie lagere ich ihn am besten?

    Frischer Bärlauch hat leuchtend grüne, satt glänzende Blätter, die fest und nicht welk sind. Rieche daran – er sollte deutlich nach Knoblauch duften. Wenn die Blätter matschig oder welk aussehen und kaum Aroma haben, ist er nicht mehr ideal. Um frischen Bärlauch zu lagern, wickle ihn am besten in ein feuchtes Küchentuch ein und bewahre ihn in einer geschlossenen Box oder einem Gefrierbeutel im Kühlschrank auf. So hält er sich meist 2-3 Tage frisch.

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