Quiche Lorraine – das klassische Rezept
Der Duft von frisch gebackenem Mürbeteig, der sich mit salzigem Speck und einer dezenten Muskatnote vermischt – das ist für mich mehr als nur ein Aroma. Es ist eine direkte Verbindung in eine Zeit zurück, in der die Küche meiner Großmutter an Sonntagnachmittagen zum kulinarischen Zentrum des Universums wurde. Jedes Mal, wenn ich eine Quiche Lorraine zubereite, höre ich fast ihr Lachen und spüre die Wärme ihres Ofens.
Es sind diese flüchtigen Momente, die uns im Gedächtnis bleiben und die einfachen Gerichte zu etwas Besonderem machen. Es ist die Erinnerung an die behutsamen Hände meiner Oma, die gerade den Teig ausrollte, die Vorfreude auf den köstlichen Kuchen, der gleich aus dem Ofen kommen würde.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Ein Hauch von Nostalgie: Dieses Rezept ist ein direkter Draht zu den bescheidenen, aber unglaublich schmackhaften Anfängen der französischen Küche, eine Reminiszenz an die Zeit, als Einfachheit noch nicht mit Verzicht gleichgesetzt wurde.
- Das Summen der Genugtuung: Stell dir vor, wie du nach dem Backen stolz auf die goldbraune Oberfläche deiner Quiche blickst – ein Beweis dafür, dass du mit wenigen, aber sorgfältig ausgewählten Zutaten ein Meisterwerk geschaffen hast.
- Ein Fest für die Sinne: Schon beim Anblick der warmen, dampfenden Quiche, des leicht gebräunten Specks und des goldgelben Gusses, läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Der erste Bissen ist eine Symphonie aus Texturen und Aromen.
- Die Kunst des Teilens: Eine Quiche Lorraine ist das perfekte Gericht, um es mit lieben Menschen zu genießen. Sie lässt sich wunderbar in Stücke schneiden und teilen, und jeder Bissen wird zu einem gemeinsamen Erlebnis.
- Mehr als nur ein Essen: Dieses Gericht ist eine Einladung, sich zurückzulehnen, eine Geschichte zu erzählen oder einfach nur den Moment zu genießen – mit einem Glas Wein in der Hand und dem Duft von Heimat in der Nase.
Das brauchst du
Die Magie der Quiche Lorraine liegt in der Qualität ihrer wenigen, aber entscheidenden Zutaten. Es sind die Aromen, die miteinander tanzen, und die Texturen, die sich ergänzen. Wenn du dich für gute, frische Produkte entscheidest, wird dein Ergebnis dich umso mehr belohnen.
- Mürbeteig: Das Herzstück, das den cremigen Guss umschließt. Ein selbstgemachter Mürbeteig verleiht eine zarte Knusprigkeit, die mit keinem gekauften Teig vergleichbar ist.
- Eier: Als Bindemittel und Basis für die cremige Füllung. Frische Eier von glücklichen Hühnern sorgen für eine tiefgelbe Farbe und einen reichen Geschmack.
- Lauch: Bringt eine milde, leicht süßliche Note und eine angenehme Textur in die Füllung, die perfekt zum herzhaften Speck harmoniert.
- Sahne: Verleiht der Füllung ihre seidige Geschmeidigkeit und sorgt dafür, dass sie nicht austrocknet. Eine Sahne mit mindestens 30 % Fettgehalt ist hierfür ideal.
- Emmentaler: Ein würziger Käse, der sich gut schmelzen lässt und der Quiche eine wunderbare Herzhaftigkeit verleiht, die durch das langsame Reifen eine besondere Tiefe erhält.
- Bauchspeck: Gibt der Quiche ihre charakteristische Würze und ein unverkennbares Aroma. Der leicht geräucherte Geschmack verbindet sich perfekt mit der cremigen Eier-Sahne-Masse.
- Butter: Für das Anbraten und das Formen der Form, verleiht sie eine zusätzliche Butterigkeit und hilft, dass nichts anhaftet.
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss: Die unscheinbaren Helden, die die Aromen der anderen Zutaten hervorheben und ein harmonisches Gesamtbild erzeugen.
Die genauen Mengenangaben und die detaillierte Anleitung, wie du diese Zutaten zu einem Gaumenschmaus verwandelst, findest du weiter unten im Rezeptteil.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Die Wurzeln der Quiche Lorraine reichen tief in die Region Lothringen, im Nordosten Frankreichs, zurück. Man erzählt sich, dass bereits im 16. Jahrhundert ein Bäcker in Nancy eine frühe Form dieses herzhaften Kuchens kreierte, allerdings noch auf Basis eines einfachen Brotteigs.
Die kulinarische Evolution dieses Gerichts war ein langer, aber stetiger Prozess. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich der Mürbeteig als die ideale Unterlage, die der Quiche ihre charakteristische Mürbheit und Knusprigkeit verleiht. Der Name selbst, “Quiche”, leitet sich vom rheinfränkischen Wort “Kichel” ab, was auf dem Deutsch-Französischen Grenzgebiet schlichtweg “Kuchen” bedeutet, ein Zeugnis der kulturellen Verschränkung.
Auch wenn sich die moderne Quiche Lorraine mit ihrem verfeinerten Mürbeteig und der cremigen Ei-Sahne-Füllung deutlich von ihren Anfängen unterscheidet, bleibt das Wesentliche erhalten: die harmonische Vereinigung von deftigem Speck, einer milden Eiermasse und einem knusprigen Boden. Selbst die heutige Variante, wie die hier vorgestellte mit ergänzendem Lauch und Emmentaler, ehrt die Tradition, indem sie die grundlegenden Elemente bewahrt und nur durch eine fein abgestimmte Ergänzung verfeinert.
So bereitest du Quiche Lorraine Rezept zu
Das Geheimnis einer perfekten Quiche Lorraine beginnt lange bevor die Füllung in den Ofen kommt – nämlich mit dem Teig. Ob du dich für die nostalgischere Variante des Selbstmachens entscheidest oder zur schnellen Hilfe aus dem Kühlregal greifst, die Vorbehandlung ist entscheidend für die spätere Textur.
Wenn du dich für den hausgemachten Mürbeteig entscheidest, denke daran, dass dieser Zeit braucht. Etwa zehn Minuten reine Zubereitungszeit plus eine ganze Stunde Kühlzeit sind nötig, damit der Teig seine Stabilität entwickelt und sich später perfekt ausrollen lässt für den Einsatz in deiner gewellten Quiche-Form. Wenn es schneller gehen muss, greif zum Fertigteig.
Generell empfehle ich dir, den Teig, egal ob selbstgemacht oder gekauft, für etwa 10 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze vorzubacken. Diesen Schritt nennt man Blindbacken. Er sorgt dafür, dass der Boden später nicht matschig wird und eine wunderbar mürbe, knusprige Konsistenz erhält. Es ist ein kleiner Aufwand, der einen riesigen Unterschied macht und die Basis für eine wirklich gelungene Quiche bildet.
Schritt 1: Die bodenlose Vorbereitung
Deine Quiche-Form, idealerweise mit einem schönen, gewellten Rand, wird zunächst sorgfältig mit etwas Butter ausgefettet. Das erleichtert später das Herauslösen des Kuchens und verhindert unangenehmes Kleben. Anschließend legst du den vorbereiteten Teig, ob selbstgemacht oder gekauft, in die Form und drückst ihn sanft an die Ränder.
Mit einer Gabel stichst du nun den Teigboden mehrmals leicht ein. Diese kleinen Löcher verhindern, dass sich der Teig beim Backen unkontrolliert aufbläht. Stelle die Form auf die zweite Schiene von unten in deinen vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze und lass den Boden für etwa 10 Minuten vorbacken.
Tipp: Falls du selbstgemachten Mürbeteig verwendest und dir die Ränder zu schnell bräunen, kannst du sie in dieser Phase mit Alufolie schützen.
Schritt 2: Das Duett aus Speck und Lauch
Jetzt widmen wir uns der herzhaften Komponente: dem Speck und dem Lauch. Den Bauchspeck schneidest du in kleine, mundgerechte Würfel. Suche dir einen Speck aus, der nicht zu mager ist, denn das Fett, das beim Anbraten austritt, ist entscheidend für das Aroma der Füllung und sorgt für eine leichte Süße.
Die beiden Stangen Lauch putzt du gründlich und schneidest sie anschließend in feine Ringe, die bis ins helle Grün reichen. Es ist wichtig, den Lauch wirklich gut zu waschen, da sich in den Blättern leicht Sand ansammeln kann. In einer großen Pfanne erhitzt du nun etwa 30 Gramm Butter und lässt den gewürfelten Speck darin bei mittlerer Hitze aus. Sobald der Speck leicht gebräunt ist und beginnt, sein köstliches Fett abzugeben, gibst du die Lauchringe hinzu.
Lass den Lauch für etwa 5 Minuten mit dem Speck sanft andünsten. Er soll weicher werden und seinen süßlichen Charakter entfalten, aber nicht zerfallen. Das Brutzeln in der Pfanne verströmt bereits einen unwiderstehlichen Duft, der die Vorfreude auf die fertige Quiche steigert.
Achtung: Achte darauf, den Lauch nicht zu überkochen. Er soll noch ein leichtes Bissgefühl behalten, um der Textur der Quiche später mehr Tiefe zu verleihen.
Schritt 3: Die Basis der Cremigkeit – die Eier-Sahne-Masse
Nun kommt der Teil, der die Quiche Lorraine zu dem macht, was sie ist: eine verführerisch cremige Köstlichkeit. In einer großzügigen Schüssel verquirle die vier Eier (Größe M) mit einem Schneebesen, bis sie leicht schaumig sind. Das Verquirlen bringt Luft unter die Masse und sorgt für eine leichtere Textur.
Gieße die 200 Gramm Sahne (mindestens 30 % Fettgehalt sind hier die Regel) zu den Eiern. Schlage beides nun zügig zu einer homogenen Masse. Diese Mischung, die auch als “Liaison” bezeichnet wird, bildet das Rückgrat der Quiche-Füllung und sorgt für ihre charakteristische Cremigkeit.
Würze die Eier-Sahne-Masse mit einem halben Teelöffel Salz, einer Prise frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer Messerspitze frisch geriebener Muskatnuss. Die Muskatnuss ist hierbei ein echter Geheimtipp, der den herzhaften Aromen des Specks und des Käses eine ganz besondere, warme Nuance verleiht. Das Salz und der Pfeffer runden die Aromen ab und verhindern, dass die Quiche fad schmeckt.
Tipp: Für eine optisch ansprechendere Farbe und eine zusätzliche dezente Süße kannst du jetzt noch einen halben Teelöffel edelsüßes Paprikapulver unter die Ei-Sahne-Masse rühren. Es gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Kick.
Schritt 4: Die Verbindung der Aromen
Jetzt ist es an der Zeit, die vorbereiteten Komponenten zusammenzubringen und die Aromen miteinander zu verweben. Wenn die Lauch-Speck-Mischung noch warm ist, ist das kein Problem – im Gegenteil, die Wärme kann helfen, die Aromen besser miteinander zu verbinden. Gib die gut vermischte Lauch-Speck-Zwiebel-Masse direkt zur Ei-Sahne-Mischung in die Schüssel.
Als Nächstes nimmst du die 150 Gramm Emmentaler, die du zuvor auf der groben Seite deiner Küchenreibe gerieben hast, und gibst sie ebenfalls hinzu. Der Emmentaler sorgt nicht nur für einen herrlich würzigen Geschmack, sondern auch für eine wunderbare Bindung, wenn er schmilzt.
Vermenge nun alle Zutaten – die Ei-Sahne-Masse, den Lauch, den Speck und den geriebenen Käse – gründlich miteinander, bis eine homogene Füllung entstanden ist. Achte darauf, dass sich alle Bestandteile gut verteilen, damit jeder Bissen deiner Quiche die volle Geschmackspalette bietet.
Achtung: Verwende einen guten Emmentaler am Stück und reibe ihn selbst. Geriebener Käse aus der Tüte beinhaltet oft Trennmittel, die die Schmelzeigenschaften beeinträchtigen können.
Schritt 5: Die Krönung im Ofen
Der Moment der Wahrheit ist gekommen: Die Füllung wird nun auf den vorgebackenen Teigboden gegossen, der bereits in der Quiche-Form wartet. Verteile die cremige Masse sorgfältig und gleichmäßig über dem Teig, sodass sie sich bis in die Ränder ausbreitet. Achte darauf, dass die gesamte Fläche bedeckt ist, um ein durchgängiges Geschmackserlebnis zu gewährleisten.
Nun wandert die gefüllte Quiche zurück in den vorgeheizten Ofen, auf die zweite Schiene von unten, bei 180 °C Ober-/Unterhitze. Dort wird sie für etwa 35 Minuten backen oder bis der Guss vollständig gestockt ist und die Oberfläche eine wunderschön goldgelbe Farbe angenommen hat. Während des Backens steigt ein herrlicher Duft auf, der deine Küche in eine französische Patisserie verwandelt.
Nach der Backzeit nimmst du die Quiche vorsichtig aus dem Ofen und lässt sie für einige Minuten in der Form abkühlen. Dies hilft der Füllung, sich weiter zu setzen und erleichtert das Zerschneiden. Ich wünsche dir von Herzen viel Freude bei der Zubereitung und einen guten Appetit mit meinem Quiche Lorraine Rezept!
Tipp: Wenn du die Quiche nicht sofort servierst, kannst du sie auch etwas länger im Ofen lassen, bis sie richtig goldbraun ist. Das gibt ihr eine rustikalere Optik und ein noch intensiveres Aroma.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Der Matschboden
Viele Hobbyköche vernachlässigen das Blindbacken des Teigs. Wenn der Teig roh in die Form kommt und dann die feuchte Füllung aufnimmt, wird der Boden oft labberig und weicht durch. Nimm dir die 10-15 Minuten Zeit zum Vorbacken – es lohnt sich für einen knusprigen Boden!
Fehler 2: Die überkochte Füllung
Wenn der Guss zu lange im Ofen ist oder die Ofentemperatur zu hoch eingestellt ist, kann die Ei-Sahne-Masse gerinnen oder austrocknen. Vertraue auf die angegebene Backzeit und beobachte die Quiche, sobald sie beginnt goldbraun zu werden. Sie sollte stocken, nicht stocktrocken werden.
Fehler 3: Generische Speckwahl
Nicht jeder Speck ist gleich. Geräucherter Bauchspeck liefert das beste Aroma und das nötige Fett. Zu magerer Speck oder magerer Schinken können dazu führen, dass die Füllung weniger würzig und die gesamte Quiche trockener wird. Wähle einen Speck mit gut sichtbaren Fettäderchen.
Fehler 4: Ungewaschener Lauch
Lauch wird oft im Freien angebaut und sammelt leicht Sand und Erde zwischen seinen Schichten. Wenn dieser nicht gründlich gewaschen wird, kann die Quiche eine unangenehme Körnigkeit entwickeln. Schneide den Lauch in Ringe und wasche ihn in mehreren Durchgängen in einer Schüssel mit Wasser gut durch, bis das Wasser klar bleibt.
Variationen für jeden Geschmack
Die Quiche Lorraine ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Klassiker sich wandeln kann, ohne seine Seele zu verlieren. Hier ein paar Ideen, wie du das Grundkonzept neu interpretieren kannst.
Fisch-Liebhaber aufgepasst: Lachs und Dill Quiche
Ersetze den Speck durch fein gewürfelten Räucherlachs und füge frischen Dill zur Ei-Sahne-Masse hinzu. Eine Prise Zitronenabrieb rundet den frischen Geschmack ab. Diese Variante ist besonders leicht und elegant.
Vegetarische Verführung: Pilzköpfe und Ziegenkäse
Lass den Speck weg und brate stattdessen eine bunte Mischung aus Waldpilzen mit frischem Thymian an. Zerbrösle etwas Ziegenkäse über die Lauch-Mischung, bevor der Guss darüber kommt. Die erdigen Noten der Pilze und die cremige Säure des Ziegenkäses harmonieren wunderbar.
Die Festtags-Variante: Trüffel und Lachs
Für einen besonderen Anlass darf es etwas luxuriöser sein. Verwende feinsten Räucherlachs anstelle von Speck und füge dem Guss einen Hauch von Trüffelöl oder sogar fein gehackte Trüffel hinzu. Ein paar Kerbel-Blättchen als Garnitur machen sie zum Hingucker auf jeder Tafel.
Profi-Tipps für Quiche Lorraine Rezept
Gerne teile ich ein paar handfeste Tipps, die mir über die Jahre geholfen haben, meine Quiches auf das nächste Level zu heben.
- Das richtige Timing beim Speck: Brate den Speck nicht zu heiß an. Lieber langsam und bei mittlerer Hitze, damit er knusprig wird und sein Fett langsam abgibt. Dieses ausgelassene Fett kann dann direkt zum Andünsten des Lauchs verwendet werden.
- Die Bedeutung der Sahne: Verwende unbedingt Sahne mit mindestens 30 % Fett. Sie ist ausschlaggebend für die Cremigkeit und verhindert, dass die Füllung durch die Hitze im Ofen austrocknet oder gerinnt.
- Käse am Stück reiben: Wie bereits erwähnt, vermeide geriebenen Käse aus der Tüte. Frisch geriebener Käse schmilzt besser und verleiht eine intensivere Geschmacksnote. Die Mühe lohnt sich!
- Die perfekte Quiche-Form: Eine gute Quiche-Form, idealerweise aus Keramik oder Emaille mit einem schönen Wellenrand, macht einen Unterschied. Sie verteilt die Hitze gleichmäßig und die Quiche lässt sich nach dem Abkühlen gut schneiden und herausnehmen.
- Kalt und warm ein Genuss: Quiche Lorraine schmeckt sowohl warm als auch kalt hervorragend. Das macht sie zum idealen Gericht für Buffets, Picknicks oder wenn du einfach Reste am nächsten Tag genießen möchtest.
Servier-Ideen für Quiche Lorraine Rezept
Anrichten & Dekoration
Nachdem deine Quiche Lorraine aus dem Ofen kommt und sich kurz beruhigt hat, ist ihre goldbraune Oberfläche bereits ein Fest für die Augen. Die leicht gebräunten Speckwürfel, die aus der hellen Füllung hervorstechen, versprechen herzhaften Genuss. Für ein besonders ansprechendes Finish, garniere sie mit frischen, fein gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Kerbel.
Wenn du magst, kannst du die Quiche vor dem Servieren noch mit weiteren, ganz leicht angebratenen Speckwürfeln bestreuen oder ein paar dünne Lauchringe vorsichtig darauf arrangieren. Auch ein paar Tropfen Kürbiskernöl oder ein Hauch von geriebener Muskatnuss direkt vor dem Servieren können das Aroma und die Optik gekonnt abrunden.
Passende Beilagen
Eine frisch gebackene Quiche Lorraine entfaltet ihren vollen Geschmack am besten in Begleitung eines leichten, frischen Salatkopfes. Ein einfaches grünes Blättergemüse mit einer leichten Vinaigrette – denk an Blattsalate, Rucola oder Spinat – bildet einen wunderbaren Kontrast zur Deftigkeit des Kuchens.
Auch ein gut zubereiteter Kartoffelpuffer (ohne süße Zutaten!) oder eine leicht süßliche Rote-Bete-Suppe kann eine interessante Ergänzung sein. Für ein üppigeres Abendessen passt auch eine leichte Gemüsebeilage wie gedünsteter Spargel oder grüne Bohnen.
Was den Wein betrifft, so empfiehlt sich ein trockener Weißwein, idealerweise aus der Region Lothringen, wie ein Côtes de Toul. Alternativ harmoniert auch ein trockener Riesling aus dem Elsass hervorragend. Wer es weniger alkoholisch mag, greift gerne zu einem knackigen Bier oder einem spritzigen Cidre.
Für besondere Anlässe
Die Quiche Lorraine ist ein wahrer Alleskönner und eignet sich perfekt für eine Vielzahl von Anlässen. Sie ist eine fantastische Ergänzung zu einem festlichen Brunch, wo ihre herzhafte Natur den süßen Kompositionen einen ausgleichenden Gegenpol bietet.
Als leichtes Abendessen, vielleicht im Zusammenspiel mit einer cremigen Hummerbisque, verleiht sie jedem Mahl eine elegante Note. Und denken wir an gesellige Runden mit Freunden, sei es ein Picknick im Park oder ein gemütlicher Abend auf der Terrasse – die Quiche Lorraine lässt sich hervorragend vorbereiten und ist auch kalt ein Genuss, der die Herzen höherschlagen lässt. Sie ist ein ideales Mitbringsel, das bei jedem gut ankommt.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Sollte deine Quiche Lorraine nicht komplett verputzt worden sein – was selten vorkommt – ist das Aufbewahren ein Kinderspiel. Lass die Reste zunächst vollständig auf Raumtemperatur abkühlen. Dadurch vermeidest du Kondensation im Kühlschrank, die die Kruste matschig machen könnte.
Verpacke die abgekühlte Quiche luftdicht, am besten in Frischhaltefolie oder in einer geeigneten Aufbewahrungsdose. So geschützt, hält sie sich im Kühlschrank für etwa 2 bis 3 Tage frisch. Die Aromen können sich über Nacht sogar noch etwas vertiefen.
Einfrieren
Die Quiche Lorraine lässt sich auch gut einfrieren und ist somit eine praktische Option für später. Nachdem die Quiche vollständig abgekühlt ist, schneide sie in einzelne Portionen. Das Portionieren erleichtert das spätere Auftauen nur der benötigten Menge.
Wickle jede Portion einzeln fest in Frischhaltefolie ein und lege die Päckchen anschließend in einen gefriergeeigneten Behälter oder eine Gefrierbeutel. So verpackt, trotzt die Quiche für etwa 2 bis 3 Monate dem Gefrierbrand und behält ihre Qualität weitgehend.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Um die Reste deiner Quiche wieder in voller Pracht zu genießen, gibt es mehrere schonende Methoden. Die für mich beste Methode ist das erneute Erwärmen im Backofen. Platziere die einzelnen Stücke auf einem Backblech und erwärme sie bei etwa 150 °C Ober-/Unterhitze für ca. 10-15 Minuten. Der Ofen sorgt dafür, dass der Teig wieder knusprig wird, ohne die Füllung zu überhitzen.
Alternativ kannst du die Quiche auch in der Mikrowelle aufwärmen. Hierbei ist es ratsam, ein kleines Glas Wasser mit in die Mikrowelle zu stellen, um zu verhindern, dass der Teig austrocknet. Erwärme sie mit geringer Leistung in kurzen Intervallen, bis sie durchgewärmt ist. Dies ist zwar schneller, aber das Ergebnis ist oft nicht ganz so knusprig wie im Ofen.
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich auch einen fertigen Mürbeteig verwenden?
Ja, in der Tat! Wenn es einmal schnell gehen muss oder du dir den Aufwand sparen möchtest, ist ein fertiger Mürbeteig aus dem Kühlregal eine hervorragende Alternative. Achte darauf, dass du – wie auch beim selbstgemachten Teig – diesen für ca. 10 Minuten vorbackst. Auch wenn es nicht unbedingt auf der Packung steht, ist dieses Blindbacken entscheidend für einen knusprigen Boden und verhindert, dass die Füllung ihn durchweicht. Die Qualität von Fertigteigen hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, somit steht einem leckeren Ergebnis nichts im Wege.
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Wie erkenne ich, ob die Quiche Lorraine fertig gebacken ist?
Das entscheidende Merkmal ist die Konsistenz der Füllung. Wenn du die Quiche vorsichtig aus dem Ofen nimmst, sollte die Ei-Sahne-Masse gestockt sein. Das bedeutet, sie sollte nicht mehr flüssig sein, wenn du sie leicht schüttelst oder mit einem Messer in die Mitte stichst. Sie sollte fest, aber noch leicht cremig sein. Auch die goldgelbe, leicht gebräunte Farbe der Oberfläche ist ein gutes Indiz. Wenn du unsicher bist, kannst du ein digitales Küchenthermometer verwenden; die Kerntemperatur sollte etwa bei 75-80 °C liegen.
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Was mache ich, wenn die Quiche Lorraine Ränder zu stark bräunen, bevor die Mitte gar ist?
Das ist ein bekanntes Problem, insbesondere bei hohen Backtemperaturen. Die Lösung ist recht einfach: Du kannst die Ränder der Quiche mit Streifen aus Aluminiumfolie abdecken, sobald sie eine angenehme Bräune erreicht haben. So werden die Ränder weiter gebacken, aber nicht übermäßig dunkel. Achte darauf, dass die Folie locker aufliegt und die oberste Schicht der Füllung noch ausgasen kann, um ein schickes Endergebnis zu erzielen.
Quiche Lorraine – das klassische Rezept
Der Klassiker unter den Quiches. Der herzhafte Kuchen kann sowohl warm als auch kalt gegessen werden und ist ein idealer Snack für Deine Gäste.
- 1 Mürbeteig selbstgemacht (alternativ Quiche- & Tarte-Teig aus dem Kühlregal)
- 4 Eier (Größe M)
- 2 Stangen Lauch (ungeputzt) (ca. 300 g)
- 200 g Sahne (min. 30% Fett)
- 150 g Emmentaler-Käse am Stück
- 100 g Bauchspeck
- 30 g Butter (plus etwas zum einfetten der Form)
- 1/2 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Msp. Muskatnuss frisch gerieben
- Kochen
- 1Rechtzeitig den Backofen auf 180 Grad Ober / Unterhitze vorheizen.
- 2Grundsätzlich müsstest Du dir zuerst überlegen, ob Du den Mürbeteig der Quiche Lorraine selbst zubereiten möchtest. Falls ja solltest Du dafür ca. 10 Minuten einplanen plus eine Stunde für die Kühlzeit. Mein einfaches Rezept findest Du hier: Quiche Teig Grundrezept.
- 3Oder Du entscheidest Dich für einen fertigen Quiche- & Tarte-Teig (aus dem Kühlregal).
- 4Deine Quicheform fettest Du mit etwas Butter ein und legst Deinen Teig darin aus.
- 5Dann stichst Du ihn mit der Gabel etwas ein und lässt ihn auf der zweiten Schiene von unten ca. 10 Minuten vorbacken. Das Vorbacken empfehle ich Dir ebenfalls bei einem Fertigteig, auch wenn das nicht auf der Packung steht. Somit bekommt auch er eine bessere Konsistenz.
- 6Jetzt putzt Du 300 g Lauch, wäschst ihn sehr gut ab und schneidest ihn bis ins helle Grün in feine Ringe.
- 7Die 100 g Bauchspeck schneidest Du in kleine Würfel und die 150 g Emmentaler reibst Du auf der groben Seite der Küchenreibe.
- 8Im Anschluss erhitzt Du in einer grossen Pfanne 30 g Butter und lässt den Speck und den Lauch darin für ca. 5 Minuten andünsten.
- 9Die 4 Eier verquirlst Du mit einem Schneebesen in einer grossen Schüssel mit 200 g Sahne und würzt mit 1/2 TL Salz, 1 Prise schwarzen Pfeffer aus der Mühle und 1 Messerspitze geriebener Muskatnuss.
- 10TIPP: Wenn Du die Masse farbiger möchtest, kannst Du noch 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver unterrühren.
- 11Jetzt gibst Du den geriebenen Käse und die Lauch-Speck-Masse zur Ei-Sahne-Mischung (diese nennt man übrigens bei den Profis "Liaison") und vermengst alles miteinander. Wenn die Lauch-Speck-Masse dabei noch recht warm ist, macht das nichts aus.
- 12Danach verteilst Du die Masse auf dem vorgebackenen Teig in der Quiche-Form.
- 13Nun gibst Du die Quiche in den vorgeheizten Ofen, auf die zweite Schiene von unten und lässt sie für ca. 35 Minuten backen beziehungsweise so lange bis der Guss gestockt ist und die Quiche eine goldgelbe Farbe hat.
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