Ottolenghis Süßkartoffel Gratin – 5 einfache Tipps – Noras Kreationen

Diese Zeilen sind noch ganz frisch in meiner Erinnerung: Der Duft von gebräunter Butter, der sich mit dem erdigen Aroma von frisch geerntetem Buchweizen vermischte, hing im Spätsommer in der Luft unserer alten Küche. Oma stand mit erhobenem Holzlöffel über dem dampfenden Topf, ihr Lächeln so warm wie der Ofen selbst. Es war nicht nur Essen, es war ein Versprechen von Geborgenheit.

Wir saßen alle um den mächtigen Eichentisch, die Fensterläden halb geöffnet, und lauschten dem Summen der Bienen im Lavendel. Jede Gabel, die wir hoben, war gefüllt mit mehr als nur Buchweizen und Äpfeln – sie trug die Essenz unserer Familie, den Geschmack unzählter gemeinsamer Sommer und uncooler Sonntage. Dieses Gratin ist eine liebevolle Erinnerung an diese Zeiten, ein kleiner, warmer Lichtblick an jedem Tag.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Eine Duftwolke der Nostalgie: Sobald die Süßkartoffeln im Ofen sind, entfaltet sich ein Aroma, das dich augenblicklich zurückversetzt – an Omas Küchentisch oder an einen kühlen Herbstabend, an dem es nichts Besseres gab als etwas Warmes und Herzhaftes.
  • Die Magie der Einfachheit: Du brauchst keine Haute Cuisine-Fähigkeiten. Die Süßkartoffeln tanzen im Ofen und verzaubern sich von sich aus zu einer cremigen Harmonie, die selbst den anspruchsvollsten Gaumen erfreut.
  • Ein visuelles Fest für den Gaumen: Die aufrecht geschichteten, goldbraunen Süßkartoffelscheiben werden zu einem Kunstwerk, das nicht nur köstlich aussieht, sondern auch die Vorfreude auf den ersten Bissen steigert.
  • Dein persönlicher Touch ist willkommen: Dieses Gratin ist die perfekte Leinwand für deine Kreativität. Ob eine Prise Muskatnuss, ein Hauch von Thymian oder die Idee, es vegan zu gestalten – es verzeiht und bereichert jede Anpassung.

Das brauchst du

Die Qualität der Zutaten ist bei diesem Gratin keine wissenschaftliche Formel, sondern der Schlüssel zum authentischen Geschmack. Wenn die Süßkartoffeln von Natur aus süß und aromatisch sind, brauchst du weniger, um sie zum Strahlen zu bringen. Der Salbei, frisch vom Zweig gezupft, entfaltet sein unvergleichliches, leicht herbes Aroma, das die Süße der Kartoffeln so wunderbar ausbalanciert.

  • Süßkartoffeln: Sie sind das Herzstück, die süße Seele dieses Gratins, und bringen eine natürliche, erdige Süße mit, die sich sanft mit der herzhaften Sahne verbindet.
  • Frischer Salbei: Seine leicht pfeffrige, aromatische Note veredelt das Gericht und gibt ihm eine Tiefe, die man so nicht erwartet. Er ist der stille Held, der das Gratin unvergesslich macht.
  • Knoblauch: Nur wenige Zehen, fein zerdrückt, um eine subtile, aber entscheidende würzige Basis zu schaffen, die die anderen Aromen zum Leben erweckt.
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: Die ewigen Begleiter, die jeden einzelnen Geschmack hervorheben und ihn in Perfektion erstrahlen lassen.
  • Sahne: Sie ist der seidige Mantel, der die Süßkartoffelschichten umhüllt und das Gratin zu einer unnachahmlich cremigen Köstlichkeit macht.

Alle genauen Mengenangaben findest du natürlich in der Rezeptkarte weiter unten.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Dieses Gratin trägt den Namen eines Meisters der modernen Küche, doch seine Wurzeln reichen tiefer, zurück in die einfachen Genüsse der bäuerlichen Tradition. In vielen Regionen sind Süßkartoffeln seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel, geschätzt für ihre nahrhaften Eigenschaften und ihre Fähigkeit, Wärme und Sättigung zu spenden. Die Idee, sie in Sahne zu garen und mit aromatischen Kräutern zu verfeinern, ist eine zeitlose Methode, dieses schmackhafte Wurzelgemüse zu ehren.

Yotam Ottolenghi hat diese rustikale Basis genommen und ihr mit seinem unnachahmlichen Gespür für Aromen und Texturen ein modernes, elegantes Gewand verliehen. Seine Fähigkeit, bewährte Klassiker mit überraschenden, doch harmonischen Kombinationen zu beleben, ist es, die dieses Gratin zu mehr als nur einem einfachen Auflauf macht. Es ist eine Demonstration, wie aus dem BodenGewachsenes mit Sorgfalt und Kreativität zu einem kulinarischen Erlebnis werden kann.

Seine Zeitlosigkeit liegt darin begründet, dass es die pure Essenz der Zutaten feiert. Die Süße der Süßkartoffeln, das herb-aromatische Wesen des Salbeis und die cremige Umarmung der Sahne – diese Elemente sind universell und ansprechend. Es ist ein Gericht, das die Menschen zusammenbringt, das Generationen verbindet und das Gefühl von Zuhause auf den Tisch zaubert, ganz gleich, wo man sich gerade befindet.

So bereitest du Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei zu

Schritt 1: Die sanfte Verwandlung beginnt

Bevor die Magie im Ofen richtig losgeht, muss dein Ofen erwärmt werden. Ein guter, gleichmäßiger Start ist entscheidend für das Garen der Süßkartoffeln. Stell die Temperatur auf 200 Grad Celsius – das ist der Punkt, an dem sich die Süßkartoffeln wohlfühlen und beginnen, ihre cremige Textur zu entfalten.

Die Süßkartoffeln selbst werden nun vorbereitet. Denk daran, sie sind der Hauptakteur hier. Schneide sie in Scheiben, etwa 5 Millimeter dick. Ob du sie vorher schälst, bleibt dir überlassen. Ich persönlich mag es, wenn die Schale mitgart, sie gibt eine zusätzliche erdige Note und Textur ab. Achte darauf, dass die Scheiben nicht zu dick oder zu dünn sind, denn Gleichmäßigkeit ist der Schlüssel zum perfekten Garen.

Schritt 2: Das Aroma-Bad

Nun kommt der magische Teil, bei dem all die Aromen sich vereinen. Nimm eine wirklich geräumige Schüssel, denn die Süßkartoffelscheiben und die Gewürze brauchen Platz, um sich zu vermählen. Gib deine vorbereiteten Süßkartoffelscheiben hinein.

Jetzt ist der Salbei an der Reihe. Zupfe die Blätter von den Stielen und hacke sie grob. Warum grob? Damit sich die Aromen beim Garen entfalten können, aber du auch noch die grünen Tupfer im fertigen Gratin siehst. Zerdrücke den Knoblauch – das setzt seine ätherischen Öle frei und verteilt das Aroma gleichmäßig. Füge nun Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu. Vermenge alles vorsichtig, aber gründlich mit den Händen. Du willst jede einzelne Süßkartoffelscheibe mit dieser herrlichen Mischung umhüllen. Spüre, wie sich der Duft von Salbei und Knoblauch bereits jetzt in der Luft verfängt.

Achtung: Übertreibe es nicht mit dem Salz. Die Süßkartoffeln sind von Natur aus süß, und die Sahne wird noch hinzukommen. Lieber später noch nachwürzen.

Schritt 3: Die aufrechte Haltung – Für maximale Köstlichkeit

Manche mögen ihre Süßkartoffeln flach legen, aber ich sage dir: Wenn du sie aufrecht stellst, passiert etwas Wunderbares. Wähle eine Gratinform, die nicht zu riesig ist, denn die Süßkartoffeln sollen dicht aneinander stehen. Nun beginne, die marinierten Scheiben dicht nebeneinander in die Form zu stellen. Sie bilden fast einen kleinen Wald aus Süßkartoffeln.

Drücke sie sanft, aber bestimmt nach unten. Das hilft ihnen dabei, Stabilität zu finden und sich beim Garen nicht zu sehr zu verformen. Die aufrechte Position sorgt dafür, dass die Hitze gleichmäßig zirkuliert und jede einzelne Scheibe perfekt gar wird, ohne matschig zu werden. Stell dir vor, wie jede dieser Stehenden ihre eigene kleine Reise in die Cremigkeit beginnt.

Schritt 4: Das schützende Dach – Die Geduldsprobe

Jetzt bekommt unser Gratin ein schützendes Kleid: Alufolie. Das ist entscheidend, denn es hilft, die Feuchtigkeit im Inneren zu halten, sodass die Süßkartoffeln weich und saftig werden, anstatt auszutrocknen. Decke die Gratinform gut ab. Achte darauf, dass keine Ritzen offenbleiben, durch die wertvoller Dampf entweichen könnte.

Schiebe die Form nun in den vorgeheizten Ofen. Dort soll sie für 45 Minuten verweilen. Diese Zeit ist die Phase der sanften Reifung. Der Dampf und die milde Hitze beginnen, die Süßkartoffeln von innen heraus weich zu machen und die Aromen von Salbei und Knoblauch tiefer einzuarbeiten. Es ist eine Zeit des leiseren Kochens, bei dem die Zutaten sich auf ihre schmackhafteste Art und Weise entwickeln.

Tipp: Während dieser Zeit kannst du dich entspannen, vielleicht ein Glas Wein öffnen und dich auf den nächsten Schritt vorbereiten, oder einfach die Vorfreude genießen.

Schritt 5: Die cremige Umarmung – Und das Finale Licht

Nach 45 Minuten ist es Zeit, das Dach zu lüften. Nimm die Form vorsichtig aus dem Ofen. Nun entfernst du die Alufolie. Du wirst sehen, wie die Süßkartoffeln schon leicht weich geworden sind. Jetzt ist der Moment für die Sahne.

Gieße die Sahne gleichmäßig über die aufrecht stehenden Süßkartoffelscheiben. Achte darauf, dass sie auch in die Zwischenräume fließt. Die Sahne legt sich wie ein seidiger Schleier um jede einzelne Kartoffelscheibe und verspricht eine unglaubliche Cremigkeit. Schiebe die Form nun zurück in den Ofen, diesmal für weitere 25 Minuten. Die Sahne wird nun eindicken, die Süßkartoffeln werden komplett weich und die Oberflächen beginnen zart zu karamellisieren.

Ein ehrlicher Tipp: Wenn du eine leichtere Variante bevorzugst, kannst du die Sahne mit einem Schuss Milch und einem Teelöffel Speisestärke (gut verrührt) ersetzen. Das Ergebnis ist ähnlich cremig, aber weniger schwer.

Schritt 6: Der letzte Schliff – Der Duft, der lockt

Die letzten 25 Minuten sind die spannendsten. Schau ab und zu nach dem Gratin. Die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein und die Sahne dickflüssig und blubbernd. Die Süßkartoffeln sollten so zart sein, dass man kaum Widerstand spürt, wenn man mit einer Gabel hineinsticht. Der gesamte Raum sollte nun von diesem unwiderstehlichen Duft erfüllt sein.

Nimm das Gratin aus dem Ofen und lass es vor dem Servieren noch ein paar Minuten ruhen. Das gibt den Aromen Zeit, sich zu setzen, und die cremige Konsistenz wird noch besser. Wenn du magst, kannst du jetzt noch ein paar frische Salbeiblätter darüber streuen – das ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern verstärkt auch das frische Aroma. Dein Gratin ist bereit, die Herzen deiner Lieben zu erobern.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Zu dicke oder zu dünne Süßkartoffelscheiben

Wenn die Scheiben zu dick sind, brauchen sie ewig, um weich zu werden, und die Sahne kann verbrennen, bevor sie fertig sind. Sind sie zu dünn, zerfallen sie und das Gratin wird matschig statt cremig. Halte dich an die empfohlenen 5 Millimeter – das ist die magische Mitte.

Fehler 2: Der Salbei landet zu früh im Spiel

Frischer Salbei ist wunderbar, aber wenn er zu lange gekocht wird, kann sein Aroma leicht bitter werden. Indem du ihn größtenteils mit den marinierten Süßkartoffeln und dann die Sahne mit einer frischen Garnitur oben drauf gibst, stellst du sicher, dass sein volles, aromatisches Potenzial zum Tragen kommt.

Fehler 3: Die Form ist zu groß gewählt

Wenn deine Gratinform zu weitläufig ist, verteilt sich die Sahne zu sehr und das Gratin wird wässriger. Die Süßkartoffeln sollten relativ dicht aneinanderstehen, damit sie sich gegenseitig stützen und die Sahne eine herrliche, konzentrierte Cremigkeit entwickelt.

Fehler 4: Die Alufolie wird vergessen

Ein zu frühes Entfernen der Alufolie kann dazu führen, dass die Süßkartoffeln austrocknen, bevor sie richtig weich sind. Die Folie ist dein Freund – sie sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit im Inneren bleibt und die Süßkartoffeln sanft garen und ihre natürliche Süße entfalten können.

Variationen für jeden Geschmack

Dieses Gratin ist ein fantastischer Ausgangspunkt für eigene Kreationen. Für eine vegane Variante kannst du statt Sahne eine gute Kokosmilch oder eine cremige Hafercuisine verwenden. Achte darauf, dass die pflanzliche Kochcreme nicht zu schnell gerinnt. Das Aroma des Salbeis ist stark genug, um auch mit pflanzlichen Alternativen hervorragend zu harmonieren, und die Süße der Kartoffeln bleibt erhalten.

Wenn du es etwas festlicher magst, kannst du zum marinierten Gemüse noch eine Prise geriebene Muskatnuss geben oder den Parmesan für eine käsigere Note nach dem Entfernen der Alufolie über die Sahne streuen. Der leicht salzige, nussige Geschmack des Parmesans ergänzt die Süße der Kartoffeln und das krautige Aroma des Salbeis wunderbar und macht das Gratin zu einem perfekten Begleiter für einen besonderen Abend.

Für eine herzhaftere Variante könntest du auch ein paar fein gewürfelte Speckwürfel mit dem Salbei und Knoblauch anbraten, bevor du sie zu den Süßkartoffeln gibst. Die salzige Tiefe des Specks harmoniert fantastisch mit der Süße der Kartoffeln und dem dezenten Salbei. So wird aus einem einfachen Gratin ein Gericht, das auch Fleischliebhaber begeistert.

Profi-Tipps für Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei

  • **Die Sahne entzünden:** Wenn die Sahne nach dem ersten Backen doch etwas zu flüssig wirkt, kannst du sie vor dem Zurückschieben in den Ofen mit einem Teelöffel Speisestärke (gut verrührt in etwas kalter Milch) und einer kleinen Prise Zucker aufpeppen. Das sorgt für eine schnellere Bindung und eine noch cremigere Textur.
  • **Salbei-Öl für Fortgeschrittene:** Wenn du den Salbei-Geschmack intensivieren möchtest, kannst du kurz vor dem Servieren ein paar Salbeiblätter in heißem Olivenöl knusprig frittieren und diese dann über das fertige Gratin geben. Das gibt einen zusätzlichen Crunch und ein intensiveres Aroma. Das Öl selbst kannst du ebenfalls über das Gericht träufeln.
  • **Die unterschätzte Ruhezeit:** Gib dem Gratin nach dem Backen unbedingt 5-10 Minuten Ruhezeit. Das ermöglicht es der Sahne, sich zu setzen und die Süßkartoffeln, ihre Wärme besser zu speichern. Das Gratin ist dann nicht nur heiß, sondern auch perfekt in seiner Konsistenz.
  • **Der Gericht-Booster Knoblauch:** Achte darauf, den Knoblauch wirklich gut zu zerdrücken oder fein zu hacken. So verteilt sich sein Aroma besser und er löst sich leichter in der Sahne auf, anstatt als ganze Zehenbestandteile im Gratin zu stecken.
  • **Experimentiere mit Wurzelgemüse:** Warum nicht eine Mischung aus Süßkartoffeln und Pastinaken oder Sellerie versuchen? Die erdigen und leicht süßlichen Aromen dieser Wurzelgemüse ergänzen den Salbei hervorragend und fügen eine weitere Dimension hinzu. Achte nur auf ähnliche Garzeiten.

Servier-Ideen für Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei

Anrichten & Dekoration

Das Gratin ist bereits ein Hingucker für sich. Die aufrecht stehenden, leicht gebräunten Süßkartoffelscheiben, umhüllt von einer cremigen, goldenen Sauce, laden förmlich zum Zugreifen ein. Für die Extraportion Frische und Farbe streue ich gerne noch ein paar frisch gezupfte Salbeiblätter über das fertige Gericht. Ein Hauch von grünem Glanz, der das warme Orange der Süßkartoffeln perfekt kontrastiert.

Wenn du es etwas rustikaler magst, kannst du auch einige ganze, geröstete Salbeiblätter als Garnitur verwenden. Sie bekommen ein wunderbares Röstaroma und eine leicht knusprige Textur. Ein zusätzlicher Streuer von frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer kurz vor dem Servieren sorgt für den letzten visuellen und geschmacklichen Schliff. Es ist die kleine Mühe, die den großen Unterschied macht.

Passende Beilagen

Dieses cremige Gratin mag die Hauptrolle spielen, aber es liebt auch gute Nebenfiguren. Ein einfacher grüner Salat mit einem leichten Vinaigrette-Dressing ist ein Klassiker, der die Reichhaltigkeit des Gratins perfekt ausgleicht. Die knackigen Blätter und die Säure der Dressing schneiden durch die Cremigkeit.

Auch leichte, gedünstete oder geröstete Gemüsesorten passen hervorragend. Denk an grüne Bohnen mit Mandelsplittern, Spargel in der Saison, oder einfach ein paar bunte Kirschtomaten, die im Ofen mitgeröstet wurden. Für ein wirklich sättigendes Abendessen kannst du es auch mit Linsenbällchen in indischer Curry Sauce kombinieren, die eine schöne erdige Komponente mitbringen. Wer es etwas fruchtiger mag, findet in einemeinfachen Beerentörtchen, ein leichtes und erfrischendes Dessert, eine perfekte Ergänzung.

Für besondere Anlässe

Dieses Gratin ist ein wahrer Verwandlungskünstler. An einem gemütlichen Sonntagnachmittag ist es die Seele des Familienessens. Für ein festliches Abendessen mit Freunden wird es zum eleganten Star auf dem Tisch, besonders wenn du es mit einem Hauch Parmesan veredelst. Es ist auch eine fantastische Option für ein vegetarisches Hauptgericht, das auch Nicht-Vegetarier glücklich macht und zeigt, wie reichhaltig und befriedigend fleischlose Küche sein kann.

Stelle dir vor, an einem kalten Winterabend reicht du dieses duftende Gratin als Trostspender. Die Wärme und Cremigkeit sind wie eine entspannende Umarmung. Es ist auch ein Gericht, das sich gut vorbereiten lässt, was es zu einer stressfreien Wahl für jede Gelegenheit macht, bei der du dich auf deine Gäste konzentrieren möchtest, anstatt in der Küche zu stehen.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Auch wenn dieses Gratin am besten frisch schmeckt, sind Reste kein Problem. Lass das Gratin vollständig abkühlen, bevor du es in einen luftdichten Behälter umfüllst. So verhinderst du, dass sich Kondenswasser bildet, das die Textur beeinträchtigen könnte. Im Kühlschrank hält es sich gut für 2 bis 3 Tage. Achte darauf, dass der Behälter wirklich gut schließt, um die Aromen zu bewahren.

Einfrieren

Das Einfrieren von Gratin ist möglich, erfordert aber etwas Vorsicht, um die Cremigkeit zu erhalten. Am besten frierst du es portionsweise in geeigneten Behältern oder Gefrierbeuteln ein. Bedenke, dass die Textur nach dem Auftauen leicht verändert sein kann; die Sahne kann sich ein wenig absetzen.

Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst, kannst du die Süßkartoffeln vorkochen und separat einfrieren. Die Sahne-Mischung kannst du dann frisch zubereiten, wenn du das Gratin backen möchtest. So hast du immer eine schnelle Option zur Hand, ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Zum Aufwärmen nimmst du das Gratin oder die Portionen aus dem Kühlschrank und lässt sie idealerweise 15-20 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren. Das hilft, ein gleichmäßigeres Erhitzen zu gewährleisten. Erwärme es dann im Ofen bei moderater Temperatur (ca. 160°C), bis es durch und durch warm ist. Das verhindert, dass die Ränder verbrennen, während die Mitte noch kalt ist.

Eine Alternative ist die Mikrowelle, aber hier musst du sehr vorsichtig vorgehen. Erwärme es in kurzen Intervallen und rühre zwischendurch um, um die Hitze gleichmäßig zu verteilen. So vermeidest du trockene, zähe Stellen. Wenn die Konsistenz nach dem Aufwärmen etwas zu fest geworden ist, kannst du einen kleinen Schuss Milch oder Sahne unterrühren, um die Cremigkeit wiederherzustellen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich die Süßkartoffeln wirklich ungeschält verwenden? Das schreckt mich etwas ab.

    Ja, absolut! Wenn du die Süßkartoffeln gut bürstest und abspülst, ist die Schale beim Gratin kaum noch spürbar. Sie wird weich und gart mit, was dem Gericht eine zusätzliche, leicht erdige Tiefe verleiht und ganz nebenbei noch Ballaststoffe liefert. Wenn du dennoch unsicher bist, schäle sie einfach – der Geschmack wird trotzdem fantastisch sein. Der entscheidende Punkt ist, dass die Scheiben für das Garen eben nicht zu dick sind.

  2. Meine Sahne ist beim letzten Versuch leicht ausgeflockt. Was habe ich falsch gemacht?

    Das ist ein häufiges Problem, oft durch zu starke Hitze oder zu schnelles Eindicken verursacht. Stellar sicher, dass du die Sahne erst hinzufügst, wenn die Süßkartoffeln bereits vorgegart sind und die Hitze im Ofen moderat ist. Wenn du unsicher bist, verwende eine Mischung aus Sahne und Milch oder rühre einen Teelöffel Speisestärke in die Sahne, bevor du sie hinzufügst. Das stabilisiert die Emulsion und verhindert das Ausflocken. Auch das langsame Abkühlen lassen nach dem Backen hilft enorm.

  3. Ich mag Salbei sehr gerne, aber mein Partner findet ihn zu intensiv. Gibt es eine Möglichkeit, das Aroma abzumildern, ohne es ganz wegzulassen?

    Da gibt es tatsächlich eine tolle Lösung! Du kannst die Menge an frischem Salbei leicht reduzieren und stattdessen einen Teil des Salbeis durch frischen Thymian ersetzen. Thymian hat ein ähnliches, aber etwas milderes und zitronigeres Aroma, das gut mit den Süßkartoffeln harmoniert und dem Salbei eine sanfte Unterstützung bietet. Du könntest auch versuchen, ein paar Blätter Salbei nur kurz mitzugaren und sie vor dem Servieren zu entfernen, und dafür frische, junge Salbeiblätter zur Garnitur zu verwenden. So bekommst du das Aroma, aber kontrollierter.

Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei

Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei

Ottolenghis Süßkartoffel Gratin mit Salbei ist ein cremiger, aromatischer Auflauf aus zarten Süßkartoffelscheiben, frischem Salbei, Knoblauch und Sahne. Einfach zuzubereiten und perfekt für Familienessen oder festliche Anlässe.

4.8 from 587 reviews
Prep Time 20 Minuten
Cook Time 1 Stunde 10 Minuten
Total Time 1 Stunde 30 Minuten
Servings 4 – 6 Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch Calories:350 kcal By:ELENA
Servings
  • 6 mittelgroße Süßkartoffeln: sorgen für natürliche Süße und cremige Konsistenz
  • 5 EL frischer Salbei, grob gehackt: verleiht aromatische Tiefe
  • 6 Knoblauchzehen, zerdrückt: bringt Würze und Geschmack
  • Salz: hebt die Aromen hervor
  • Pfeffer: ergänzt die Würze
  • 250 g Sahne: sorgt für Cremigkeit (alternativ mit Milch oder pflanzlicher Sahne kombinierbar)
  • Backen
  1. 1Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. 2Süßkartoffeln in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden, ungeschält oder geschält.
  3. 3Süßkartoffelscheiben mit gehacktem Salbei, zerdrücktem Knoblauch, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel vermengen.
  4. 4Die Scheiben aufrecht in einer Gratinform dicht nebeneinander setzen und leicht nach unten drücken.
  5. 5Gratin mit Alufolie abdecken und 45 Minuten backen.
  6. 6Folienabdeckung entfernen, Sahne über die Süßkartoffeln gießen und weitere 25 Minuten backen, bis die Süßkartoffeln gar und die Sahne eingedickt ist.
  7. 7Vor dem Servieren mit frischem Salbei bestreuen.
Category:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch
Carbohydrates 28g
Protein 4g
Fat 24g
Saturated Fat 14g
Fiber 5g
Sugar 6g
Sodium 180mg
Cholesterol 70mg

Keywords: Süßkartoffel, Gratin, Salbei, Auflauf, vegetarisch, deutsch

Die Sahne kann mit etwas Milch verdünnt und mit Stärke angedickt werden, um ein leichteres Ergebnis zu erzielen. Für eine vegane Version pflanzliche Sahne verwenden. Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Vor dem Aufwärmen 10–15 Minuten auf Zimmertemperatur bringen.
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