Veganer Kuchen mit Rhabarber & Heidelbeeren | Main Ingredients
Der Duft von sonnengereiften Rhabarberstangen, der im Frühsommer die Luft erfüllt, ist für mich mehr als nur ein Geruch. Es ist ein Versprechen auf Süße und Säure, auf Nostalgie und das pure Glück eines selbstgemachten Kuchens. Jedes Jahr im Mai und Juni steigt die Vorfreude auf diesen Moment, wenn die ersten Rhabarberstangen aus dem Garten oder vom Markt ihren Weg in meine Küche finden.
Doch manchmal fehlt dem klassischen Rhabarberkuchen das gewisse Etwas, eine kleine Überraschung, die ihn von den vielen anderen abhebt. Deshalb habe ich nach einem Weg gesucht, diesem geliebten Blechkuchen eine ganz besondere Note zu verleihen, ihn aufzupeppen – mit einem wahren Schatz aus der Natur.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Die Geschmacksexplosion: Die spritzige Säure des Rhabarbers und die süße, fast schon samtige Textur der Heidelbeeren tanzen auf der Zunge und erzeugen ein komplexes, harmonisches Aroma, das einfach unwiderstehlich ist.
- Visuelle Verführung: Die leuchtend roten Rhabarberstreifen und die tiefblauen Heidelbeeren auf dem goldbraunen Teig sind ein Fest für die Augen und lassen jeden Bissen wie ein kleines Kunstwerk wirken.
- Ein Hauch von Superfood: Mit Heidelbeeren kommen nicht nur Geschmack und Farbe ins Spiel, sondern auch wertvolle Vitamine und Antioxidantien, die diesem Kuchen einen gesunden Glanz verleihen.
- Der zarte Duft der Erinnerung: Wenn dieser Kuchen im Ofen bäckt, breitet sich ein Wohlgeruch aus, der an Omas Küche erinnert und ein Gefühl von Geborgenheit und purem Genuss vermittelt.
- Überraschend unkompliziert: Obwohl das Ergebnis wie aus einer Patisserie aussieht, ist die Zubereitung denkbar einfach und auch für ungeübte Bäcker eine Freude.
Das brauchst du
Die Wahl der richtigen Zutaten ist bei diesem Rhabarber-Heidelbeer-Tasting entscheidend, um die perfekte Balance zwischen süß und sauer zu erzielen. Ein guter, reifer Rhabarber bringt die nötige Frische, während die Heidelbeeren die Süße und eine wunderbare Saftigkeit beisteuern. Achte darauf, dass dein Rhabarber nicht zu holzig ist, am besten greifst du zu jungen, zarten Stangen.
- Frischer Rhabarber: Die Seele des Kuchens; seine Säure bildet den perfekten Gegenpol zur Süße.
- Reife Heidelbeeren: Kleine blaue Juwelen, die dem Kuchen ihre samtige Süße und eine traumhafte Farbe verleihen.
- Dinkelvollkornmehl und Weizenmehl Type 760: Eine Mischung, die dem Teig Struktur und eine angenehme Textur gibt, ohne zu schwer zu werden.
- Geriebene Mandeln: Für eine feine Nussigkeit und Biss, die dem Teig eine zusätzliche Dimension verleiht.
- Birkenzucker: Eine süße Alternative, die eine natürliche Süße bringt und dem Kuchen eine feine Karamellnote verleiht.
- Pflanzliches Öl (z.B. Rapsöl): Sorgt für einen unglaublich saftigen und lockeren Teig, der nicht austrocknet.
Alle Mengenangaben findest du übersichtlich in der klassischen Rezeptkarte, die dir als praktische Erinnerung dient.
Die Geschichte hinter diesem Gericht
Rhabarber ist im deutschen Sprachraum ein echtes Frühlings- und Frühsommerkind. Ursprünglich stammt die Staude aus Asien, als Gemüse und Heilpflanze ist sie aber schon seit Jahrhunderten bekannt. Erst im 18. Jahrhundert fand sie ihren Weg in die süße Küche, vor allem in Nordeuropa, wo ihr säuerlicher Geschmack gut ankam und eine willkommene Abwechslung zum oft süßen Gebäck bot.
Die Idee, Heidelbeeren hinzuzufügen, ist eine moderne Verfeinerung, eine Hommage an die Vielfalt der Natur. Heidelbeeren, auch bekannt als Blaubeeren oder Kulturheidelbeeren, sind wahre kleine Kraftpakete. Sie passen nicht nur geschmacklich hervorragend zur Säure des Rhabarbers, sondern bringen auch eine wunderschöne Farbe und zusätzliche Feuchtigkeit in den Kuchen.
Dieser Rhabarber-Heidelbeer-Blechkuchen ist ein perfektes Beispiel dafür, wie traditionelle Zutaten mit neuen Ideen verschmelzen können. Er vereint die vertraute Gemütlichkeit eines klassischen Blechkuchens mit der Frische und den kleinen Überraschungen, die uns die Natur bei jedem Biss schenkt. Er ist ein Gericht, das die Zeit überdauert und immer wieder aufs Neue begeistert, ein Stück Sommer auf dem Teller.
So bereitest du Rhabarber Heidelbeer Blechkuchen zu
Schritt 1: Die Basis für die Vorfreude – Ofen vorheizen und Blech vorbereiten
Bevor es so richtig losgeht, musst du deinem Backofen klarmachen, dass ihm eine wichtige Aufgabe bevorsteht: Er soll sich auf wohlige 180°C Ober- und Unterhitze einstellen. Manche Öfen sind da etwas trantütig, schenke ihm also ein paar Minuten, damit er die gewünschte Temperatur erreicht. Währenddessen umhüllst du ein klassisches Backblech mit einem Stück Backpapier, das ihm als gemütliches Lager für die kommenden Köstlichkeiten dient.
Schritt 2: Die Früchte vorbereiten – Frische und Farbe
Nun sind die Hauptdarsteller dran: der Rhabarber. Nimm dir die säuerlichen Stangen vor und schneide sie in mundgerechte Stücke. Du musst sie nicht schälen, solange sie noch jung und zart sind. Lege die geschnittenen Rhabarberstücke beiseite, sie warten geduldig auf ihren großen Auftritt. Die Heidelbeeren werden vorsichtig gewaschen und anschließend gut abgetropft. Ihre leuchtende Farbe und ihre süße Saftigkeit sind entscheidend für das finale Geschmackserlebnis.
Schritt 3: Die cremige Verbindung – Sojamilch und Zitrone
Jetzt kommt ein kleiner Trick, der dem Teig eine besondere Lockerheit verleiht. Vermische die Sojamilch mit dem frisch gepressten Zitronensaft. Keine Sorge, wenn die Mischung etwas “bröckelig” wird, das ist ein Zeichen dafür, dass die Reaktion stattfindet und die Milch gerinnt – genau das wollen wir. Auch die Zesten einer Bio-Zitrone gibst du jetzt dazu, sie sorgen für ein wunderbar frisches Aroma, das sich im ganzen Kuchen verteilen wird.
Schritt 4: Die trockenen Schätze vereinen – Mehl, Mandeln und Backpulver
In einer großen Schüssel, die als deine persönliche Backwerkstatt dient, vermischst du nun alle trockenen Zutaten. Dazu gehören das Dinkelvollkornmehl, das Weizenmehl Type 760 und die geriebenen Mandeln. Auch das Backpulver, dein kleines Wunderwerk für die Lockerheit, darf nicht fehlen. Wenn du möchtest, kannst du hier auch schon die Zitronenzesten unterrühren, falls du sie nicht mit der Sojamilch gemischt hast. Achte darauf, dass alles gut vermengt ist, so verteilt sich das Backpulver gleichmäßig und sorgt überall für Auftrieb.
Schritt 5: Die Magie des Teiges – Langsam vermengen und nicht überrühren
Das ist der Moment, in dem die Magie passiert. Gib nun nach und nach das flüssige Öl und das vorbereitete Sojamilch-Zitronen-Gemisch zu den trockenen Zutaten. Hier ist Feingefühl gefragt: Rühre alles nur so lange, bis gerade eben ein Teig zusammenkommt. Wenn du zu lange rührst, kann das Gluten im Mehl zu stark aktiviert werden, und dein Teig wird zäh statt locker. Ein paar kleine Klumpen sind absolut in Ordnung und absolut erwünscht!
Achtung: Weniger ist hier mehr. Denk daran, wir wollen einen luftigen Kuchen, keinen zähen Klumpen. Behutsames Unterheben ist wichtiger als endloses Rühren.
Schritt 6: Die kunstvolle Schichtung – Von den Heidelbeeren zum Rhabarber
Nun beginnt das eigentliche Schichten des Blechkuchens. Verteile zuerst die abgetropften Heidelbeeren gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech. Die kleinen blauen Kügelchen bilden die erste, süße Schicht. Gieße anschließend den Teig darüber und streiche ihn vorsichtig glatt, sodass er die Heidelbeeren bedeckt. Ganz oben platzierst du nun die geschnittenen Rhabarberstücke, verteile sie so, dass sie schön auf dem Teig liegen und sich beim Backen verteilen können.
Schritt 7: Die Geduldsprobe – Backen bis zur Perfektion
Schiebe das belegte Backblech in die Mitte des vorgeheizten Ofens. Backe den Kuchen nun für etwa 35 Minuten. Die genaue Backzeit kann je nach Ofen variieren, also behalte ihn im Auge.
Tipp: Der berühmte „Messerstich-Test“ hilft dir, den perfekten Gargrad zu erkennen. Stecke gegen Ende der Backzeit ein dünnes Buttermesser in die dickste Stelle des Kuchens. Wenn beim Herausziehen kein feuchter Teig mehr an der Klinge klebt, ist dein Kuchen fertig gebacken und bereit, genossen zu werden. Wenn noch Teig klebt, gib ihm ein paar Minuten länger.
Schritt 8: Die Krönung – Puderzucker und Genuss
Sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, lasse ihn kurz abkühlen, aber nicht vollständig. Mit einer leichten Staubzuckerschicht, die sich wie feiner Schnee über die rote und blaue Pracht legt, wird er vollendet. Warte, bis er eine angenehme Wärme hat, dann schneide ihn in Stücke und genieße das Ergebnis deiner Backkunst. Jeder Bissen ist eine Symphonie aus süß, sauer und fruchtig – ein wahrhaftiger Hochgenuss.
Profi-Tipp: Wenn du es noch etwas fruchtiger magst, kannst du den Rhabarber vor dem Belegen noch kurz mit etwas Zucker und einer Prise Zimt marinieren. Das intensiviert den Geschmack und macht ihn noch süßer.
Ein ehrlicher Rat: Versuche, den Kuchen nicht sofort komplett zu vernaschen. Auch am zweiten Tag schmeckt er noch wunderbar, wenn sich die Aromen vollends entfaltet haben. Und glaub mir, er hält sich erstaunlich gut!
Die Kombination von Rhabarber und Heidelbeeren ist ein wahrer Genuss für alle Sinne. Die säuerlichen Rhabarberstücke, die sich beim Backen leicht verfärben und weich werden, treffen auf die süßen, fast explodierenden Heidelbeeren, die eine wunderbare Saftigkeit in den Teig bringen. Der Teig selbst ist durch das Öl und das Sojamilch-Zitronen-Gemisch so herrlich locker und luftig, dass er sich wie eine Wolke anfühlt. Er ist nicht zu dicht und schwer, sondern trägt die Früchte wunderbar. Die geriebenen Mandeln geben dem Ganzen eine feine, erdige Note, die das Fruchtige perfekt ergänzt, ohne es zu überlagern. Jedes Mal, wenn ich diesen Kuchen backe, werde ich an warme Tage und gemütliche Nachmittage erinnert.
Die Zitronenzesten sind hierbei nicht zu unterschätzen. Sie durchziehen den gesamten Kuchen mit einer frischen, belebenden Zitrusnote, die die Süße der Heidelbeeren und die leichte Säure des Rhabarbers auf wunderbare Weise umspielt. Ohne die Zitrone wäre der Kuchen gut, aber mit ihr wird er lebendig, spritzig und bekommt eine Tiefe, die man sofort erkennt. Es ist dieses Zusammenspiel, diese durchdachte Harmonie der Aromen, die diesen Blechkuchen so besonders machen.
Das Backen selbst ist ein Ritual. Das Vorheizen des Ofens, das gleichmäßige Schneiden des Rhabarbers, das sorgfältige Rühren des Teiges – all das sind kleine Handgriffe, die mich zur Ruhe bringen. Wenn dann der Duft des Rhabarber-Heidelbeer-Blechkuchens durch die Wohnung zieht, ist das Belohnung genug. Es ist ein Geruch, der Geborgenheit verspricht und Erinnerungen an sorgenlose Kindertage weckt. Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Dessert, er ist ein Stück Lebensfreude, das man teilen kann. Die Textur des Kuchens ist dabei entscheidend: er sollte nicht klebrig sein, aber auch nicht trocken. Die Heidelbeeren platzen auf und geben ihre Feuchtigkeit ab, während der Rhabarber beim Backen weicher wird und eine leicht zähe Konsistenz annimmt, die ganz wunderbar mit dem lockeren Teig harmoniert. Das ist die Magie, die auf dem Blech geschieht.
Das Zusammenspiel der Farben ist ebenfalls ein Genuss. Das tiefe Rot des Rhabarbers, das intensive Blau der Heidelbeeren und das goldbraune des Teiges kreieren ein visuelles Spektakel. Es ist, als würde man ein kleines Kunstwerk aus der Natur auf den Tisch bringen. Und wenn dann noch der Staubzucker wie Schnee darüber rieselt, ist die Perfektion auf dem Blech vollendet. Die Heidelbeeren und der Rhabarber bilden eine Art fruchtigen „Teppich“ auf dem Blech, der sich unter dem lockeren Teig versteckt und beim Anschneiden seine volle Pracht entfaltet. Es ist diese Mischung aus visueller Anziehungskraft und intensivem Geschmack, die diesen Kuchen zu einem Liebling macht.
Die Süße des Kuchens ist perfekt ausbalanciert. Mit Birkenzucker erhält er eine angenehme Süße, die nicht aufdringlich wirkt und die natürliche Fruchtigkeit des Rhabarbers und der Heidelbeeren nicht überdeckt. Dies ist ein Kuchen, bei dem man nicht das Gefühl hat, von Zucker erschlagen zu werden. Stattdessen genießt man die feinen Nuancen der einzelnen Zutaten, die sich zu einem harmonischen Ganzen fügen. Die Leichtigkeit, die das Öl und die Sojamilch dem Teig verleihen, macht ihn zu einem idealen Begleiter für den Kaffee oder Tee. Er ist nicht zu süß, nicht zu sauer, einfach genau richtig. Er ergänzt die Fruchtigkeit perfekt.
Die Kombination der beiden Früchte hat einen weiteren Vorteil: Rhabarber liefert eine wunderbare Säure, die erfrischt und den Gaumen belebt, während die Heidelbeeren ihre wohlbekannte, sanfte Süße beisteuern. Diese beiden Elemente arbeiten symbiotisch zusammen, um ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu schaffen. Es ist diese natürliche Süße und Säure, die den Kuchen so unwiderstehlich macht. Der Rhabarber ist dabei oft die dominante Säure, die durch die süßen Heidelbeeren abgemildert wird, und so entsteht eine perfekte Balance. Das Backen im Ofen verwandelt die Früchte, sie werden weicher und saftiger.
Der Teig selbst ist oft ein einfacher Mürbeteig oder Rührteig, aber hier durch die Zugabe von Öl und Sojamilch wird er zu etwas Besonderem. Er wird durchgängig saftig gehalten, was bei Obstkuchen oft eine Herausforderung ist. Die kleinen, fast explodierenden Heidelbeeren im Teig geben ihm zusätzlich eine Textur, die man nicht erwartet. Und wenn man einen Blick auf die im Internet gefundenen Rezepte zum Thema Beerenkuchen wirft, merkt man schnell, wie vielseitig und beliebt diese Kombination ist. Man kann sich von so vielen Ideen inspirieren lassen und den Kuchen immer weiter verfeinern.
Die Idee, nur Weizenmehl zu verwenden, ist zwar verbreitet, aber die Zugabe von Dinkelvollkornmehl und geriebenen Mandeln verleiht dem Kuchen eine zusätzliche Tiefe und einen angenehmen Biss, der ein reines Weizenmehl-Gericht oft vermissen lässt. Die Mandeln sorgen für eine leichte Nussigkeit und machen den Teig noch ein wenig interessanter, sowohl geschmacklich als auch textural. Sie sind keine Hauptzutat, aber sie tragen wesentlich zum Gesamterlebnis bei.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu starkes Rühren des Teigs. Sobald du die flüssigen mit den trockenen Zutaten vermischt, beginnt die Glutenentwicklung. Zu intensives Rühren macht den Teig zäh und zäh. Nimm einen Löffel oder Spatel und rühre nur so lange, bis gerade kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Ein paar kleine Klümpchen sind besser als ein überrührter, gummiartiger Teig.
Fehler 2: Zu große Rhabarberstücke. Wenn die Rhabarberstücke zu groß sind, behalten sie ihre feste Konsistenz und dominieren den Kuchen, ohne sich gut zu verteilen. Schneide den Rhabarber in gleichmäßige, etwa 1-2 cm große Stücke. So wird er beim Backen schön weich und fügt sich harmonisch in den Kuchen ein.
Fehler 3: Den Kuchen zu früh aus dem Ofen nehmen. Ein weicher Mürbeteig oder Rührteig mit viel Frucht braucht seine Zeit. Wenn du den Kuchen zu früh herausnimmst, kann der Kern noch feucht und klebrig sein. Vertraue dem Messerstich-Test. Wenn das Messer sauber herauskommt, ist der Kuchen durchgebacken.
Fehler 4: Zu wenig Rhabarber oder Heidelbeeren verwenden. Ein Blechkuchen soll reichlich Frucht tragen, damit jeder Bissen ein Geschmackserlebnis ist. Scheue dich nicht davor, die angegebene Menge an Rhabarber und Heidelbeeren zu verwenden. Die Früchte zerfallen beim Backen teilweise, daher ist eine großzügige Zugabe wichtig.
Variationen für jeden Geschmack
Vegane Variante: Für eine rein pflanzliche Version kannst du die Sojamilch wie im Grundrezept verwenden und stattdessen ein anderes pflanzliches Öl wählen, zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Statt Butter für eine eventuelle Streuselhaube nutze Margarine oder eine vegane Butteralternative. Du kannst auch die Eier in einem anderen Rezept durch eine Mischung aus Apfelmus oder Banane ersetzen, aber bei diesem speziellen Teig brauchst du das nicht.
Glutenfreie Adaption: Ersetze das Weizen- und Dinkelmehl durch eine gute glutenfreie Mehlmischung. Füge eventuell einen Teelöffel Xanthan hinzu, um die Bindung zu verbessern. Achte darauf, dass die glutenfreie Mischung auch Backtriebmittel enthält, oder füge noch etwas mehr Backpulver hinzu.
Die „Festliche Note“: Für einen besonderen Anlass kannst du dem Teig etwas abgeriebene Schale einer Bio-Orange hinzufügen, was eine wunderbare Zitrusnote mit einer leicht süßlichen Nuance bringt. Statt einfacher Staubzucker-Dekoration kannst du den abgekühlten Kuchen mit einer leichten Zitronenglasur überziehen oder mit gehackten Pistazien bestreuen, die einen schönen Farbkontrast und zusätzlichen Crunch bieten.
Profi-Tipps für Rhabarber Heidelbeer Blechkuchen
Statt nur Staubzucker über den fertigen Kuchen zu streuen, probiere es doch einmal mit einer leichten Zitronenglasur. Mische dazu einen Esslöffel Zitronensaft mit etwas Puderzucker, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht, und verteile sie über dem abgekühlten Kuchen. Das gibt eine zusätzliche Frische und Süße, die perfekt zum Fruchtanteil passt.
Wenn du möchtest, kannst du eine dünne Schicht Mandelblättchen oder gehackte Nüsse wie Walnüsse oder Pekannüsse auf den Teig geben, bevor du den Rhabarber darauf verteilst. Das sorgt für eine zusätzliche knusprige Textur und eine herrliche nussige Note im Kontrast zur Fruchtigkeit.
Heidelbeeren neigen dazu, beim Backen stark zu färben und den Teig blau zu machen. Wenn du dies minimieren möchtest, kannst du die Heidelbeeren vor dem Zugeben zum Teig vorsichtig in etwas Speisestärke wälzen. Das hilft, die überschüssige Flüssigkeit aufzusaugen und die Farbübertragung zu reduzieren.
Ein kleiner Schuss Vanilleextrakt im Teig kann die Fruchtaromen wunderbar unterstreichen und ihnen eine zusätzliche Tiefe verleihen. Scheue dich nicht, mit kleinen Geschmacksverstärkern zu experimentieren, sie bringen oft das gewisse Etwas.
Servier-Ideen für Rhabarber Heidelbeer Blechkuchen
Anrichten & Dekoration
Nachdem der Kuchen etwas abgekühlt ist, wird er zuerst mit feinem Staubzucker bestreut, der wie ein Hauch von Frühlingsschnee die süßen und sauren Früchte bedeckt. Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar frische Heidelbeeren und ein kleines Rhabarberblatt zur Dekoration darauf legen. Serviere den Kuchen am besten lauwarm, dann entfaltet er sein volles Aroma.
Passende Beilagen
Dazu passt hervorragend eine Kugel Vanilleeis, das die Wärme des Kuchens perfekt abrundet. Eine leichte Schlagsahne, vielleicht mit einem Hauch von Zitrone verfeinert, ist ebenfalls eine wunderbare Ergänzung. Wer es etwas leichter mag, kann auch eine Kugel Joghurt-Eis oder eine leichte Quarkcreme dazu reichen. Für Liebhaber von herzhafteren Noten könnte auch eine leichte crème fraîche eine interessante, leicht säuerliche Komponente hinzufügen.
Das Rezept für einen einfachen deutschen Pfannkuchen zeigt, wie vielseitig süße Gerichte sein können, aber dieser Blechkuchen ist eine Klasse für sich, wenn es um Komfort und Fruchtigkeit geht. Ähnlich wie bei einem gebackenen Zitronenhuhn kann man auch hier die Intensität der Aromen auf eine andere Art und Weise genießen.
Für besondere Anlässe
Dieser Rhabarber-Heidelbeer-Blechkuchen ist ideal für Ostern, Muttertag oder ein frühlingshaftes Picknick. Er bringt Farbe und Freude auf jeden Tisch und ist ein echter Hingucker. Er eignet sich perfekt als süßer Abschluss eines sommerlichen BBQ oder als Mitbringsel zu einer Gartenparty. Auch zu einer Teeparty macht er eine ausgezeichnete Figur.
Aufbewahrung & Lagerung
Reste richtig lagern
Bewahre den abgekühlten Kuchen am besten in einem luftdichten Behälter auf. Du kannst ihn bei Raumtemperatur für ein bis zwei Tage lagern, wenn es nicht zu warm ist.ellers ist es ratsamer, ihn im Kühlschrank aufzubewahren. So bleibt er frisch und verdirbt nicht so schnell.
Einfrieren
Wenn du größere Mengen gebacken hast, kannst du den Kuchen auch gut einfrieren. Schneide ihn dafür in Portionen und wickle jede Portion einzeln in Frischhaltefolie und dann in Alufolie ein. So geschützt, hält er sich im Gefrierschrank bis zu drei Monate. Ideal, um sich auch außerhalb der Saison an diesem Geschmack zu erfreuen.
Aufwärmen ohne Qualitätsverlust
Zum Aufwärmen einfach die gefrorenen oder gekühlten Kuchenstücke kurz im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 150°C) erwärmen, bis sie wieder eine angenehme Wärme haben. Alternativ kannst du sie auch vorsichtig in der Mikrowelle erwärmen, achte aber darauf, dass sie dabei nicht zu weich werden. Ein paar Minuten im Toaster auf niedriger Stufe können auch eine Möglichkeit sein.
Häufig gestellte Fragen
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Kann ich tiefgekühlte Rhabarber und Heidelbeeren verwenden?
Ja, das ist problemlos möglich. Wenn du tiefgekühlte Früchte verwendest, lass sie vor der Zugabe zum Teig gut abtropfen, aber nicht vollständig auftauen. Überschüssige Flüssigkeit solltest du vorsichtig abgießen, um den Teig nicht zu wässrig zu machen. Die Backzeit kann sich bei gefrorenen Früchten etwas verlängern.
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Mein Teig ist zu bröckelig/fest. Was habe ich falsch gemacht?
Das kann passieren, wenn die Mengenverhältnisse nicht ganz stimmen oder wenn die trockenen Zutaten beim Mischen zu viel Feuchtigkeit aufgesaugt haben. Stelle sicher, dass du alle Zutaten genau abwiegst. Wenn der Teig zu fest ist, kannst du noch 1-2 Esslöffel Sojamilch oder Wasser hinzufügen. Wenn er zu flüssig ist, gib schluckweise etwas mehr Dinkel- oder Weizenmehl hinzu, bis die Konsistenz stimmt. Wichtig ist, dass du den Teig trotzdem nicht zu lange rührst!
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Wie kann ich den Kuchen geschmacklich variieren, wenn ich keinen Rhabarber habe?
Wenn gerade keine Rhabarbersaison ist, kannst du alternative säuerliche Früchte verwenden. Gut geeignet sind zum Beispiel grüne Äpfel, die du in kleine Stücke schneidest und mit etwas Zitronensaft beträufelst, oder auch säuerliche Kirschen. Auch eine Mischung aus verschiedenen Beeren wie Himbeeren und Johannisbeeren kann eine tolle Alternative sein. Behalte dabei im Hinterkopf, dass die Säure der Früchte angepasst werden muss, eventuell musst du dann die Zuckermenge leicht verändern. Vielleicht inspirieren dich ja Rezepte wie unser Berry Tart für weitere Ideen.
Rhabarber-Heidelbeer-Blechkuchen
Ein saftiger und fruchtiger Blechkuchen mit der perfekten Kombination aus säuerlichem Rhabarber und süßen Heidelbeeren, verfeinert mit Zitrusaromen.
- 300 g frischer Rhabarber
- 150 g Heidelbeeren
- 250 ml Sojamilch
- 1 EL Zesten einer ganzen Bio Zitrone
- 2 EL Zitronensaft (von 1 Zitrone)
- 100 g Dinkelvollkornmehl
- 150 g Weizenmehl Type 760
- 30 g geriebene Mandeln
- 1 Pkg Backpulver
- 130 ml pflanzliches Öl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- 130 g Birkenzucker
- Kochen
- 1Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen.
- 2Rhabarber in kleine Stücke schneiden und beiseitestellen.
- 3Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
- 4Sojamilch mit Zitronensaft vermengen (die Masse wird etwas bröckelig).
- 5Alle trockenen Zutaten inklusive Zitronenzesten in einer großen Schüssel vermengen.
- 6Das Milchgemisch und das Öl langsam unter ständigem Rühren zu den trockenen Zutaten geben. Nur so lange rühren, bis alles gerade eben vermischt ist, um ein Zusammenfallen des Teigs zu verhindern.
- 7Die Heidelbeeren auf dem Boden des Backblechs verteilen, den Teig gleichmäßig darüber verstreichen und die Rhabarberstücke darauf verteilen.
- 8Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 35 Minuten backen.
- 9Mit dem Messerstich-Test (ein Buttermesser an der dicksten Stelle einstechen; bleibt kein Teig kleben, ist der Kuchen fertig) überprüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
- 10Den fertigen Kuchen mit Staubzucker bestreuen und genießen.
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