Rhabarberkuchen vom Blech – 5 Tipps für perfekte Streuseln – Noras Kreationen

Die ersten warmen Sonnenstrahlen des späten Frühlings kitzelten meine Nase und weckten eine fast vergessene Erinnerung. Es war nicht der Duft von Blumen, sondern jener würzige Hauch von frisch geschnittenem Rhabarber, der mich zurückversetzte in Omas bescheidene Küche. Dort stand sie, mit ihrer Schürze leicht mit Mehl bestäubt, und wartete darauf, die saure Frucht in etwas Wunderbares zu verwandeln.

Der Anblick des leuchtend roten Rhabarbers, der sich gegen den hellen Teig abhebt, ist für mich bis heute ein Sinnbild für die Fülle des Lebens nach einem langen Winter. Es ist ein Geschmack, der die Vorfreude auf laue Sommerabende und die Gelassenheit von gemeinsamen Kaffeetafeln verkörpert.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Die süß-säuerliche Symphonie: Der Rhabarber entfaltet eine belebende Säure, die perfekt mit der süßen Milde des Hefeteigs und der cremigen Streuselharmoniert. Ein Tanz der Aromen auf der Zunge, der dich immer wieder nach mehr verlangen lässt.
  • Haptische Glücksgefühle: Vom zarten, aufgegangenen Hefeteig über die saftige Frucht bis hin zu den knusprig-bissfesten Streuseln bietet jeder Bissen eine neue, befriedigende Textur. Es ist ein Kuchen, den man nicht nur isst, sondern regelrecht erfühlt.
  • Der Duft, der Heimweh weckt: Sobald der Kuchen im Ofen ist, breitet sich ein Aroma aus, das Erinnerungen an Kindheitstage wachruft. Ein intensiver Geruch von Butter, Zucker und der charakteristischen Frucht, der jeden Raum in ein gemütliches Zuhause verwandelt.
  • Ein Hauch von Luxus: Die Zugabe von Marzipan in den Streuseln verleiht diesem einfachen Blechkuchen eine unerwartete Raffinesse. Ein kleiner Geheimtipp, der den Alltäglichen zu etwas Besonderem macht.
  • Die Kunst der Einfachheit: Trotz seiner Eleganz ist dieser Kuchen erstaunlich unkompliziert zuzubereiten. Er beweist, dass wahre Gaumenfreuden oft in den bodenständigsten Rezepten verborgen liegen.

Das brauchst du

Bei diesem Rhabarberkuchen vom Blech ist die Qualität der Zutaten fast schon die halbe Miete. Frischer, knackiger Rhabarber wird die aromatische Bühne bereiten, während hochwertige Dinkelmehle und echte Butter für die Textur und den vollen Geschmack sorgen. Wer hier spart, tut dem Kuchen keinen Gefallen.

  • Hefe: Das Herzstück des Teigs, das ihm seine herrliche Leichtigkeit und Luftigkeit verleiht. Frisch und lebendig muss sie sein, um Großes zu leisten.
  • Zucker: Nicht nur für die Süße da, sondern auch als wichtiger Gegenspieler der Rhabarbersäure – eine perfekte Balance ist der Schlüssel.
  • Milch: Sie schläft die Hefe auf und macht den Teig geschmeidig, eine sanfte Umarmung für die trockenen Zutaten.
  • Dinkelmehl (Type 630 & Vollkorn): Ich liebe die Kombination, weil sie dem Kuchen Tiefe und eine angenehme Textur verleiht, die nicht zu schwer ist. Die feine Type 630 sorgt für Zartheit, das Vollkorn für Boden und nussige Aromen.
  • Ei: Bindet den Teig, gibt ihm Struktur und einen Hauch von Gold – unverzichtbar für die Stabilität des Kuchens.
  • Salz: Ein kleiner Zauberer, der die süßen und säuerlichen Aromen hervorhebt und dem Ganzen Tiefe verleiht.
  • Butter (weich & kalt): Für den Teig bringt sie Geschmeidigkeit und unwiderstehlichen Geschmack, für die Streusel sorgt kalte Butter für die nötige Knusprigkeit.
  • Marzipanrohmasse: Das ist der Clou der Streusel! Sie bringt ein wunderbares Mandelaroma mit, das den Rhabarber auf eine neue Ebene hebt.
  • Vanillezucker: Verleiht subtile süße und warme Nuancen, die den Gesamteindruck abrunden.
  • Zimt: Die klassische Begleitung von Rhabarber, die seine Fruchtigkeit unterstreicht und eine wohlige Wärme verströmt.
  • Rhabarber: Die Hauptrolle. Wähle knackige, feste Stangen. Ihre natürliche Säure ist das, was diesen Kuchen so erfrischend macht.

Alle Mengenangaben für den perfekten Rhabarberkuchen findest du wie gewohnt in der detaillierten Rezeptkarte weiter unten.

Die Geschichte hinter diesem Gericht

Der Rhabarberkuchen, wie wir ihn heute kennen, ist ein Kind der norddeutschen Backtradition. Ursprünglich war Rhabarber eine reine Heilpflanze, bis man in der frühen Neuzeit seine kulinarischen Qualitäten entdeckte und ihn von seinen medizinischen Eigenschaften trennte. Seine robuste Natur und die Fähigkeit, auch auf kühleren Böden zu gedeihen, machten ihn zu einem willkommenen Gast in vielen Gärten.

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich das Rezept stetig weiterentwickelt. Von einfachen Varianten mit Gutsbrot und süßlichem Teig bis hin zu den heute beliebten Hefeteig-Varianten mit knusprigen Streuseln hat der Kuchen eine bemerkenswerte Transformation durchgemacht. Die Zugabe von Marzipan, wie in diesem Rezept, ist ein verhältnismäßig neuer, aber umso willkommenerer Twist, der dem Kuchen eine besondere Tiefe verleiht.

Was diesen Kuchen zeitlos macht, ist seine Fähigkeit, die Elemente zu vereinen: die Säure der Frucht, die Süße des Teigs und die knusprige Umarmung der Streusel. Er ist ein Spiegelbild der Jahreszeiten, ein Genuss, der perfekt in die Zeit passt, in der die Natur ihren farbenfrohen Höhepunkt erreicht. Dies ist nicht nur ein Kuchen, es ist ein Stück deutsche Esskultur, das uns verbindet.

So bereitest du Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln zu

Schritt 1: Der Hefeteig – Die luftige Seele des Kuchens

Alles beginnt mit der Hefe und der Milch. Ich erwärme die Milch nur leicht, gerade so, dass sie sich wie eine warme Sommerbrise auf der Haut anfühlt. Dann streue ich die Hefe und eine Prise Zucker hinein und rühre kurz um. Nun lasse ich sie stehen, beobachte gespannt, wie winzige Bläschen aufsteigen – das Zeichen, dass die Hefe erwacht ist und ihre Arbeit aufnehmen will.

Wenn die Hefe ihre Arbeit aufgenommen hat, kommt sie zu den Mehlen, dem Ei, dem Salz und der weichen Butter. Ich lasse meine Küchenmaschine sprechen, die den Teig in den nächsten Minuten liebevoll knetet. Langsam fügt sie die Zutaten zusammen, umhüllt sie mit ihrer Kraft, bis ein zarter, geschmeidiger Teig entsteht, der fast schon nach einer Streicheleinheit verlangt.

Dieser Teig braucht nun seine Ruhe. In einer leicht gefetteten Schüssel, abgedeckt mit einem sauberen Küchentuch, lasse ich ihn für mindestens 45 Minuten gehen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie er sich langsam vergrößert, wie er atmet und sich entspannt. Diese Zeit ist entscheidend für die spätere Leichtigkeit des Kuchens.

Schritt 2: Die Streusel – Knusprige Verführung

Während der Teig ruht, widmen wir uns den Streuseln. Hier treffen kalte Butter, Marzipanrohmasse, Zucker, Vanillezucker, Salz und Mehl aufeinander. Es ist keine lange Kneterei gefragt, eher ein sanftes Zermahlen mit den Fingern. Man kann fast das Knistern spüren, wie die Butter mit den trockenen Zutaten eine sandige Masse bildet.

Ich streue die Masse mit den Fingern über die Rhabarberfüllung. Hier ist das Ziel, eine körnige Struktur zu erreichen, keine homogene Masse. Man kann auch eine Gabel oder die Knethaken des Mixers zu Hilfe nehmen, aber ich mag den direkten Kontakt mit den Fingern – es fühlt sich an, als ob ich der Magie des Backens ein kleines Stück meiner eigenen Energie mitgebe.

Ein eisiger Aufenthalt von 30 Minuten im Kühlschrank ist nun angesagt. Die Kälte ist unser Verbündeter, sie sorgt dafür, dass die Butter fest bleibt und die Streusel beim Backen schön knusprig werden und nicht zerlaufen. Das Warten lohnt sich definitiv für das finale Ergebnis.

Schritt 3: Der Rhabarber – Säuerliche Frische

Nun ist der Star des Kuchens an der Reihe: der Rhabarber. Ich wasche die Stangen gründlich und schneide sie in etwa 2 Zentimeter breite Stücke. Dies ist wichtig, damit sie im Ofen gleichmäßig garen und nicht zu sehr zerfallen.

Die Rhabarberstücke gebe ich in eine Schüssel und gebe Zucker, Vanillezucker und eine gute Prise Zimt hinzu. Ich vermenge alles vorsichtig, sodass jede Rhabarberscheibe von der süßen und würzigen Mischung ummantelt ist. Dieser Schritt ist entscheidend, um die aggressive Säure des Rhabarbers abzumildern und ihm eine angenehme Süße zu verleihen, die sich harmonisch in den gesamten Kuchen einfügt.

Schritt 4: Die Komposition – Ein Blech voller Genuss

Der Teig ist nun bereit. Ich rolle ihn auf einem gut gefetteten Backblech aus, wobei ich den Rand leicht hochziehe. Das ist quasi das Fundament, auf dem all die Köstlichkeiten thronen werden. Es muss nicht perfekt sein, eine rustikale Schönheit hat hier ihren Platz.

Nun verteile ich die vorbereiteten Rhabarberstücke gleichmäßig darauf. Es ist ein Farbenmeer aus Rot und Rosa, eine promise auf die kommenden Genussmomente. Ein kleiner Tipp: Wenn dein Rhabarber sehr saftig ist, kannst du ihn vorher kurz mit etwas Stärke vermischen, um überschüssige Flüssigkeit zu binden.

Zum Schluss bedecke ich die Rhabarberschicht mit den gekühlten Streuseln. Sie fallen wie eine schützende, goldbraune Decke über die fruchtige Füllung und versprechen den ersten Hauch von Knusprigkeit.

Schritt 5: Der Ofen – Die Kunst der Verwandlung

Jetzt kommt der Moment, auf den wir gewartet haben. Das Blech schiebe ich in das untere Drittel des vorgeheizten Ofens, bei 180 Grad Ober-/Unterhitze. Die Temperatur ist wichtig, nicht zu heiß, damit der Teig durchbacken kann, bevor die Streusel verbrennen.

35 bis 40 Minuten wird er nun backen. Ich beobachte durch die Ofentür, wie die Streusel langsam goldbraun werden und leichte Risse zeigen, während der Rhabarber köchelt und süßen Saft abgibt. Der Duft, der sich in der Küche ausbreitet, wird mit jeder Minute intensiver, fast unwiderstehlich.

Wenn der Kuchen fertig ist, hole ich ihn heraus und lasse ihn auf dem Blech abkühlen. Dieses langsame Abkühlen ist wichtig, damit sich die Aromen voll entfalten können und der Kuchen seine Struktur behält. Manchmal, wenn ich es kaum erwarten kann, nehme ich ein warmes Stück direkt vom Blech – eine Sünde, die sich aber lohnt.

Tipp: Wenn du eine süßere Variante bevorzugst, kannst du nach dem Backen noch etwas Puderzucker über die warmen Streusel sieben. Das verleiht eine zusätzliche zarte Süße und einen schönen Glanz.
Achtung: Achte darauf, dass der Rhabarber nicht zu lange gart. Er sollte noch eine leichte Bissfestigkeit behalten, damit er im Kuchen nicht matschig wird.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Die Hefe wird verbrüht oder ignoriert. Manche erwärmen die Milch zu heiß, was die Hefe abtötet, oder sie denken, sie müsse gar nicht aufgehen. Lauwarme Milch ist dein bester Freund für aktiven Hefeprozess. Wenn die Hefe nicht schäumt, verwende eine neue. Vertraue auf diesen ersten Schritt, er ist die Basis für einen luftigen Teig.

Fehler 2: Die Streusel werden zu warm verarbeitet. Wenn die Butter für die Streusel zu weich ist, verschmilzt sie mit dem Mehl zu einer klebrigen Masse anstatt krümelig zu werden. Kalte Butter und schnelles Arbeiten sind hier entscheidend, damit die Streusel beim Backen herrlich knusprig werden und nicht zerlaufen.

Fehler 3: Der Rhabarber wird zu nass oder zu grob geschnitten. Wenn du tiefgekühlten Rhabarber verwendest, lass ihn gut abtropfen, sonst wird der Kuchen matschig. Wenn du frischen Rhabarber hast, schneide ihn in gleichmäßige Stücke. Das sorgt dafür, dass er im Ofen gleichmäßig gart und nicht zu einer undefinierbaren Masse wird.

Fehler 4: Der Kuchen wird zu früh angeschnitten oder zu früh gegessen. Geduld ist gefragt! Wenn der Kuchen heiß angeschnitten wird, zerfällt er leicht. Lass ihn auf dem Blech gut abkühlen. Die Aromen verbinden sich erst richtig, wenn der Kuchen Raumtemperatur erreicht hat. Das Warten lohnt sich für jeden perfekten Bissen.

Variationen für jeden Geschmack

Die vegane Verlockung: Für eine tierfreundliche Variante ersetzt du die Butter im Teig und den Streuseln durch hochwertige pflanzliche Margarine oder Kokosöl. Die Milch wird durch Hafer-, Soja- oder Mandelmilch ersetzt. Der geschmackliche Kompromiss ist minimal, der Genuss bleibt maximal und der Kuchen wird dennoch wunderbar saftig und streuselig.

Die fruchtige Komposition: Wer Abwechslung liebt, kann den Rhabarber geschickt mit anderen Früchten kombinieren. Erdbeeren, Himbeeren oder auch Blaubeeren harmonieren wunderbar mit der herben Säure des Rhabarbers. Eine Handvoll dieser Früchte unter den vorbereiteten Rhabarber gemischt, sorgt für eine noch intensivere und buntere Geschmacksvielfalt.

Der Exotic-Twist: Mit ein paar zusätzlichen Gewürzen wird dieser Klassiker zum Abenteuer. Eine Prise gemahlener Kardamom oder etwas frischer Ingwer, fein gerieben, in die Rhabarberfüllung gegeben, verleiht dem Kuchen eine unerwartete, orientalische Note. Passt perfekt zu einer Tasse starkem Kaffee.

Profi-Tipps für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln

Das Geheimnis der perfekten Streusel: Für extra knusprige Streusel ist die Temperatur der Butter entscheidend. Sie sollte wirklich kalt sein, fast schon eiskalt. Und beim Vermengen gilt: Weniger ist mehr. Nur kurz mit den Fingern verkrümeln, bis die typische Streuselstruktur entsteht, nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zu weich.

Der Rhabarber-Slurry: Wenn dein Rhabarber sehr wässrig ist, lass ihn nach dem Schneiden kurz in einer Schüssel abtropfen. Du kannst die austretende Flüssigkeit auffangen, sie mit einem Teelöffel Speisestärke binden und diese dann wieder unter den Rhabarber mischen. Das verhindert, dass der Boden des Kuchens zu feucht wird.

Die Duftgeheimnisse: Eine kleine Prise Vanilleextrakt im Hefeteig oder eine Messerspitze gemahlene Tonkabohne in den Streuseln können dem Kuchen zusätzliche aromatische Tiefe verleihen. Experimentiere ein wenig mit Gewürzen, du wirst überrascht sein, wie sie den Geschmack verändern.

Der Tiefkühl-Profi: Hast du Rhabarber übrig? Einfach in Stücken einfrieren! Auch tiefgekühlter Rhabarber eignet sich hervorragend für diesen Kuchen, solange er vor dem Backen gut abgetropft wird. So hast du auch außerhalb der Saison jederzeit frischen Kuchengenuss.

Der Hefeteig-Helfer: Wenn dein Hefeteig trotz aller Bemühungen nicht richtig aufgehen will, kann es an zu kaltem Raum liegen. Stelle die Schüssel mit dem Teig an einen warmen Ort, zum Beispiel in die Nähe des ausgeschalteten Ofens (mit kleiner Restwärme von vorherigem Backen) oder auf die Heizung. Ein feuchtes, warmes Tuch über der Schüssel hilft zusätzlich.

Servier-Ideen für Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln

Anrichten & Dekoration

Der Rhabarberkuchen vom Blech überzeugt schon pur mit seiner rustikalen Schönheit. Die goldbraunen Streusel, die den saftig-roten Rhabarber bedecken, sind ein visueller Genuss. Wenn du ihn besonders anrichten möchtest, bestäube ihn nach dem Abkühlen leicht mit Puderzucker – wie eine leichte Schneeschicht, die auf den Sommer wartet. Ein paar frische Minzblätter oder eine zarte Schleife aus kariertem Band machen den Anschnitt zu einem kleinen Fest.

Passende Beilagen

Klassisch gehört zu diesem Kuchen eine ordentliche Portion geschlagene Sahne, die die Säure des Rhabarbers angenehm mildert und eine cremige Komponente hinzufügt. Aber auch eine Kugel Vanilleeis, die langsam schmilzt und sich mit dem warmen Kuchen vermischt, ist ein Traum. Für Liebhaber von etwas mehr Säure passt ein Klecks Naturjoghurt oder eine leichte Zitronencreme hervorragend.

Wenn es etwas Besonderes sein soll, serviere diesen Kuchen doch mal als Teil eines Desserts nach einem guten Hauptgericht. Stelle dir vor: Der Kuchen, leicht warm, mit einer kleinen Kugel Fruchtsorbet daneben. Ein wahrer Gaumenschmaus, der das Menü abrundet.

Für besondere Anlässe

Dieser Rhabarberkuchen ist mehr als nur ein Nachmittagskaffee-Begleiter. Er ist die perfekte Wahl für ein Frühlings- oder Sommerfest, einen Geburtstag, Ostern oder einfach, wenn du Familie und Freunde kulinarisch verwöhnen möchtest. Seine unkomplizierte Art macht ihn auch ideal für ein gemeinsames Backevent mit Kindern, oder als süßer Abschluss nach einem ausgiebigen Candle-Light-Dinner.

Aufbewahrung & Lagerung

Reste richtig lagern

Wenn doch einmal etwas vom köstlichen Rhabarberkuchen übrig bleibt – was selten vorkommt –, ist die Aufbewahrung ganz einfach. Bewahre ihn am besten bei Raumtemperatur in einer gut schließenden Kuchenbox oder unter einer Kuchenhaube auf. So wird verhindert, dass der Kuchen austrocknet oder Fremdgerüche annimmt. Im Sommer, bei sehr warmen Temperaturen, kann es ratsam sein, ihn kurzzeitig im Kühlschrank zu lagern, um ein schnelles Verderben zu vermeiden.

Einfrieren

Auch das Einfrieren ist problemlos möglich. Schneide den Kuchen dafür in einzelne Stücke. Wickle jedes Stück einzeln fest in Frischhaltefolie und gib es anschließend in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Box. So verpackt hält sich der Kuchen gut und gerne 2–3 Monate im Gefrierschrank, ohne an Qualität zu verlieren. Dies ist eine tolle Methode, um immer eine süße Reserve parat zu haben.

Aufwärmen ohne Qualitätsverlust

Tiefkühlkost muss nicht fade schmecken. Wenn du den Kuchen wieder genießen möchtest, lass ihn am besten langsam im Kühlschrank auftauen. Für ein schnelles Genussmoment kannst du ihn auch kurz im Ofen bei etwa 150 Grad Celsius erwärmen. Achte darauf, dass die Streusel nicht zu dunkel werden. Ein paar Minuten genügen oft schon, um die Aromen wieder zu intensivieren und die Textur aufzufrischen. Du kannst die aufgetauten oder erwärmten Stücke dann wie frisch gebacken mit Sahne oder Eis genießen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Kann ich den Rhabarberkuchen vom Blech auch mit geschältem Rhabarber backen?

    Ja, das ist absolut möglich und wird von manchen sogar bevorzugt! Wenn du Rhabarber schälst, erreichst du eine etwas zartere Konsistenz und verhinderst eventuelle holzige Fasern, besonders bei älterem Rhabarber. Achte nur darauf, dass du die Stücke trotzdem noch gut zuckerst und sie ihre charakteristische Säure behalten. Das Schälen ist aber keinesfalls zwingend notwendig, besonders bei jungem, frischem Rhabarber. Oft ist die Schale sogar Träger wichtiger Aromen und Farbstoffe.

  2. Warum werden meine Streusel zu weich und fallen auseinander?

    Das passiert meistens, wenn die Butter für die Streusel zu warm ist. Die Butter sollte wirklich eiskalt sein, fast schon gefroren. Wenn sie zu warm ist, wird sie im Mehl zu einer Paste und verbindet sich zu stark, anstatt krümelige Streusel zu bilden. Auch zu langes Kneten oder Verarbeiten mit warmen Händen kann dieses Problem verursachen. Versuche, die Zutaten für die Streusel nur ganz kurz zu vermischen, bis eine grobe, sandige Textur entsteht, und sie dann sofort wieder kaltzustellen. Die kalte Butter sorgt für die nötige Steifigkeit, die beim Backen für den gewünschten Knusperfaktor sorgt.

  3. Wie kann ich sicherstellen, dass der Hefeteig wirklich aufgeht?

    Die beste Methode ist, wirklich auf die Hefe selbst zu achten. Verwende frische Hefe oder Trockenhefe, deren Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist. Löse die Hefe in lauwarmem Wasser oder Milch auf (nicht heiß, das tötet die Hefe!). Wenn sie nach 5-10 Minuten zu schäumen beginnt, ist sie aktiv und bereit. Der Raum, in dem der Teig geht, sollte zudem warm, aber zugfrei sein. Etwa 25-30 Grad Celsius sind ideal. Wenn es in deiner Küche eher kühl ist, kannst du die Schüssel mit dem Teig auf die leichte Restwärme des ausgeschalteten Backofens stellen. Ein feuchtes Tuch über der Schüssel hilft ebenfalls, die Feuchtigkeit zu bewahren.

Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln

Rhabarberkuchen vom Blech mit Streuseln

Saftiger Rhabarberkuchen vom Blech mit knusprigen Marzipan-Streuseln, ideal für den Frühling und einfache Familienfeste. Ein Klassiker der deutschen Bäckerkunst, der durch seine ausgewogene Kombination aus weichem Hefeteig, fruchtiger Füllung und knusprigen Streuseln besticht.

4.8 from 523 reviews
Prep Time 20 Minuten
Cook Time 35-40 Minuten
Total Time 1 Stunde 40 Minuten
Servings 1 Blech Portionen
Course:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch Calories:320 kcal By:ELENA
Servings
  • 1/2 Würfel Hefe: sorgt für den luftigen Hefeteig
  • 60 g Zucker: süßt den Teig und balanciert die Säure des Rhabarbers
  • 250 g lauwarme Milch: aktiviert die Hefe und macht den Teig geschmeidig
  • 200 g Dinkelmehl Type 630: liefert eine feine Struktur und lockere Konsistenz
  • 200 g Dinkelvollkornmehl: fügt Ballaststoffe und nussigen Geschmack hinzu
  • 1 Ei: bindet den Teig und sorgt für Stabilität
  • 1/4 TL Salz: hebt die Süße und intensiviert die Aromen
  • 75 g weiche Butter: sorgt für Geschmeidigkeit und reichhaltigen Geschmack
  • 150 g Dinkelmehl Type 630 für Streusel
  • 80 g Zucker für Streusel
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 1 Prise Salz für Streusel
  • 100 g kalte Butter für Streusel
  • 1 kg Rhabarber: liefert frische, fruchtige Säure
  • 30 g Zucker für Füllung
  • 1 Pck Vanillezucker für Füllung
  • 2 Msp. Zimt für Füllung
  • Backen
  1. 1Hefe und Zucker in lauwarmer Milch auflösen, bis die Hefe aktiv wird.
  2. 2Dinkelmehl, Ei und Salz hinzufügen und einige Minuten zu einem Teig kneten.
  3. 3Weiche Butter unterkneten, bis ein weicher, buttriger Teig entsteht.
  4. 4Teig in einer Schüssel abgedeckt 45 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert.
  5. 5Für die Streusel Marzipan und Butter (kalt) in kleine Stücke schneiden. Mit Mehl, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz verkneten, bis krümelige Streusel entstehen. 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  6. 6Rhabarber waschen, in ca. 2 cm breite Stücke schneiden und mit Zucker, Vanillezucker und Zimt vermengen.
  7. 7Teig auf einem gefetteten Backblech ausrollen, einen kleinen Rand hochziehen. Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen.
  8. 8Die gekühlten Streusel über den Rhabarber geben und das Blech im unteren Ofendrittel bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 35–40 Minuten backen.
  9. 9Kuchen auf dem Blech auskühlen lassen und nach Belieben mit Sahne servieren.
Category:Abendessen Cuisine:Deutsch Vegetarisch
Carbohydrates 45 g
Protein 6 g
Fat 14 g
Saturated Fat 7 g
Fiber 3 g
Sugar 18 g
Sodium 120 mg
Cholesterol 45 mg

Keywords: Rhabarberkuchen, Blechkuchen, Streuselkuchen, Hefeteig, Marzipan, deutscher Kuchen, Frühlingskuchen, saisonal

Die Milch für den Hefeteig sollte lauwarm sein, nicht heiß, damit die Hefe optimal arbeitet. Für extra knusprige Streusel die Butter kalt verarbeiten und nur kurz kneten. Rhabarberstücke sollten gleichmäßig geschnitten werden, damit sie gleichmäßig garen. Wer den Kuchen süßer mag, kann vor dem Backen etwas Puderzucker über die Streusel streuen.
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